22.05.2013

Für Null Euro quer über die Alb

Besondere Erlebnistour für junge Leute

Foto: Lukas Golder
Copyright: Evangelisches Jugendwerk in Württemberg

Das Evangelische Jugendwerk in Württemberg (EJW) und das Evangelische Jugendwerk Bezirk Schorndorf bieten in den Pfingstferien einen Outdoor-Urlaub für Null Euro an. Vom 21. bis 25. Mai wandern 24 junge Erwachsene mit vier Betreuern von Ulm nach Stuttgart. Sie übernachten unter freiem Himmel oder in einfachen Unterkünften. Ihre Verpflegung kaufen die 16 bis 20-Jährigen tagsüber ein, abends wird mit zwei Gaskochern, die auf einem Leiterwagen zusammen mit den Lebensmitteln transportiert werden, gekocht und anschließend gemeinsam gegessen. Jeder darf maximal zwölf Kilogramm Gepäck mitnehmen. Bei der Tour sollen die Teilnehmer so manchen Luxus bewusst hinter sich lassen. „Unser Ziel ist, mit wenig Geld unterwegs zu sein, um das Leben neu und anders zu erfahren“, so Tobias Hermann, Bezirksjugendreferent in Schorndorf. Möglich wird diese besondere Erlebnistour durch Zuschüsse und die finanzielle Beteiligung der beiden Veranstalter. Für die Teilnehmer selbst entstehen keine Kosten.

Nachtwanderung inklusiv

Bei den fünf Etappen über die Schwäbische Alb legen die Teilnehmer täglich zwischen 19 und 27 Kilometer zu Fuß zurück. Unterwegs erhalten sie Beobachtungsaufgaben und persönliche Impulse für die einzelnen Tage. Sie starten in Ulm und wandern über Blaubeuren nach Römerstein. In Grabenstetten besichtigen sie zusammen mit einer erfahrenen Erlebnispädagogin die Gustav-Jakob-Höhle. Nach dem Grillen und „chillen“ gibt es eine Nachtwanderung zur Burg Teck. Im Morgengrauen gestalten sie dort einen Gottesdienst. Nachmittags ist eine Erholungspause im Thermalbad in Beuren angesagt. Am Samstag-Nachmittag möchten die jungen Leute dann in Stuttgart sein.
 
Gestern erreichte uns ein kurzer Bericht:

Dienstag, 21.05.2013
Viele liebe Grüße aus Blaubeuren. Wir sind gut angekommen, hatten einen guten Tag, tolle Gemeinschaft und die Stimmung und Gespräche sind auch schon super!

Nachdem wir alle aus verschiedenen Teilen Deutschlands  pünktlich am Stuttgarter Hauptbahnhof eingetroffen waren, fuhren wir mit großer Vorfreude nach Ulm. Um uns alle besser kennenzulernen, verabredeten wir uns mit verschiedenen Leuten zu einigen ‚Dates‘. Endlich in Ulm angekommen, machten wir uns auch gleich auf die Socken. Unser Ziel: das 20 Kilometer entfernte Blaubeuren. Nach langem kräftezehrendem, aber dennoch spaßigem Marsch kamen wir unserem Ziel immer näher. Ein paar Regenschauer und Blasen später, kamen wir in unserem Nachtquartier, einem gemütlichem Gemeindehaus an. Ein Teil machte sich nochmals auf den Weg zum Einkaufen, andere wiederum gingen noch den schönen Blautopf anschauen, der Rest ruhte seine müden Füße aus. Zum Essen gab es Spagetti mit Pesto und einen leckeren Nachtisch. Nun freuen wir uns alle auf das Abendprogramm und natürlich auf unsere Schlafsäcke….

Medien berichten über die Aktion

Gestern morgen berichtete das Schwabenradio (SWR) über die Tour. Heute kommt das Kirchenfernsehen und am Freitag hat sich die Agentur für Privatradio abgekündigt.

 

Mittwoch, 22.05.2013
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer berichten (O-Ton)

Klappe die Zweite
Der filmreife zweite Tag begann um 7.15 Uhr mit einem trommelnden Weckruf. Danach starten wir mit Gottes Wort als Bergvagabunden und stärkten uns beim Frühstück mit Müsli und belegten Broten, wobei das Filmteam des Kirchenfernsehens uns beim Mampfen über die Schulter schaute. Wir starteten unsere Tour im Feuerwehrwagen, wobei wir etwas quetschen mussten, sodass nicht nur die Rucksäcke, sondern auch zwei Kammeraden im Kofferraum Platz fanden. Mit den neusten Partyhits wanderten wir unserem Ziel Böhringen entgegen. Das neugierige Fernsehteam begleitete uns den ganzen Tag in allen gut und schlecht Wetter Situationen bei unserer längsten Etappe von 27 km. Mit dem Motto: Nur die harten kommen in den Garten, wanderten wir im unangenehmen Dauerschauer, machten wir Pause neben einem Bauer, der sein Feld mit Gülle düngte und  zogen unseren Bollerwagen trotz ständigem auf und ab mit fast kaputter Achse. Wir Wandervagabunden teilen miteinander nicht nur Kekse und Blasenpflaster, sondern auch ein gutes Gemeinschaftsgefühl, Gespräche über Gott und die Welt und Glaubenserfahrungen. Erschöpft aber glücklich kamen wir dann endlich nach einem ereignisreichen Tag im Gemeindehaus an. Jetzt fiebern wir noch dem warmen Abendessen und dem megamäßig spannenden, gesegneten, relaxten, erholsamen, glaubenswürdigen, gemütlichen und unterhaltsamen Abendprogramm entgegen.
PS: Wir vertrauen darauf, dass Gott unsere schmerzhaften Blasen und Muskeln (von denen wir die Existenz bisher nicht kannten) wegbläst, wie der Wind, der uns heute um die Nase pfiff.

 

Redaktion:
Eberhard Fuhr (EJW)

Das Evangelische Jugendwerk in Württemberg (EJW) koordiniert, fördert und gestaltet die evangelische Jugendarbeit in Württemberg. Unser Ziel ist es, junge Menschen zum Glauben an Jesus Christus einzuladen, ihren Glauben im Alltag zu stärken und sie bei ihrem Engagement für Jugendarbeit und Gesellschaft zu unterstützen. Kurz gesagt: begegnen, begleiten und befähigen. Deshalb unterstützen wir Kinder, Konfirmanden, Jugendliche, Familien und (junge) Erwachsene über unsere sinnstiftenden Arbeitsbereiche, Veranstaltungen, Bildungsangebote und Reisen. Zudem bringen wir die einzelnen Jugendwerke vor Ort sowie in den Bezirken voran. Als größter konfessioneller Jugendverband in Baden-Württemberg bieten wir jährlich circa 306.000 jungen Menschen regelmäßige und circa 462.000 einmalige Angebote. Wir arbeiten selbstständig im Auftrag der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und mit einem großen Netzwerk an Partnern. Mehr über uns erfahren Sie unter www.ejwue.de/ueber-uns/wer-wir-sind/ 

Ich bin dabei!

Ich bin dabei!

Rolf Lehmann

Bürgermeister a. D. / Ministerialdirektor i. R.

"Die evangelische Jugendarbeit und der weltweite CVJM befähigen Menschen zu verantwortungsvollem Engagement durch Bibel und Bildung. Deshalb steht diese Jugendarbeit am Anfang aller notwendigen Veränderungen, die ein wenig Reich Gottes und Licht aus der ewigen Welt in diese dunkle und kalte Welt herein leuchten lassen."

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