12.05.2010 - Autor: Adnreas Forro

Gehet hin in alle Welt – auch an die Schulen!

Beim zweiten Vernetzungstreffen Jugendarbeit und Schule stand die Frage nach dem evangelischen Profil im Mittelpunkt.

Mit dabei u.a. Thomas Hausch von der Landesarbeitsstelle Kooperation sowie Schuldekan Stefan Hermann (Foto: von rechts)
Die Beteiligung am 2. Vernetzungstreffen „Jugendarbeit und Schule" macht die zunehmende Bedeutung der Zusammenarbeit von Schule und verbandlicher Jugendarbeit deutlich. So trafen sich knapp 40 Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Bereichen der evangelischen Jugendarbeit am 10. Mai in der Landesstelle des ejw zum Thema „Profil zeigen". In einer anregenden Diskussionsrunde tauschten sich Jugendreferenten, Lehrer, Schulsozialarbeiter, Pfarrer, Schuldekane und weitere Akteure aus dem Bereich der Bildungsarbeit darüber aus, ob und wie man als Kooperationspartner einer Schule das evangelische Profil einbringen und deutlich machen kann. Der Leiter der Landesarbeitsstelle Kooperation Baden-Württemberg Thomas Hausch wies darauf hin, dass es immer wichtiger wird, Schülern die Teilhabe an anderen Bildungseinrichtungen zu ermöglichen. Die evangelische Jugendarbeit muss sich dabei mit ihrem Profil nicht verstecken, sondern soll für sich herausfinden wie sie am jeweiligen Ort ihren „Kernauftrag" in die verschiedenen Angebote im Rahmen einer Kooperation einbringen kann und möchte.

Klar und deutlich wurde die bewusste „Profilierung" durch den Bezug auf den Missionsauftrag, den Markus Ocker, Religionslehrer an einem Gymnasium, in den Mittelpunkt stellte. So wie die Jünger gesandt waren in die Welt um das Evangelium zu verkünden, sind auch Christen heutzutage herausgefordert an die Orte zu gehen, an denen die Menschen sind. Dies erfordert ein Umdenken und den Mut, sich auf fremde Orte einzulassen. In Anlehnung an die Aufforderung bei Jeremia „Suchet der Stadt Bestes" stellte Ocker das Wohlergehen der Schulgemeinschaft, den „Shalom" in den Mittelpunkt seiner Überlegungen.


Spannend ist dies natürlich vor allem im Blick auf die kulturelle und religiöse Vielfalt die an vielen Schulen vorhanden ist. Ein „Best - Practice"- Beispiel hierzu wurde von Peter Reif, Jugendreferent bei der Evangelischen Jugend Stuttgart, vorgestellt. In der Kooperation mit der Altenburg-Schule in Stuttgart gelingt hier der interreligiöse Dialog bereits seit 30 Jahren. Begonnen hat alles mit einer Hausaufgabenbetreuung bei der auch muslimische Jugendliche in der Mitarbeit beteiligt wurden. Seither ist ein fruchtbarer, multikultureller Austausch entstanden, der eine bereichernde, interreligiöse Zusammenarbeit möglich macht.


Eine weitere intensive Auseinandersetzung mit dem Thema „Profil zeigen" ermöglichten die unterschiedlichen Workshops, in denen die Teilnehmer viele Informationen und Ideen für die kooperative Arbeit mit Schulen erhielten. Themen waren hier unter anderem Kooperationsmanagement, das Themenorientierte Projekt Soziales Engagement an Realschulen (TOP SE) oder das Jugendbegleiterprogramm.
Für alle Beteiligten war es ein sehr dichter, informativer und nützlicher Nachmittag der dazu ermutigt hat weitere Schritte „hinaus" an die Schulen zu gehen. Die Schulen brauchen verlässliche und kritische Partner, die etwas von der Welt außerhalb an die Schulen bringen und auch nachhaltige Angebote und experimentelle Freiräume für die jungen Menschen ermöglichen.


Einen Freiraum für ganz neue Formen der Kooperation zwischen Jugendarbeit und Schule könnte die derzeit vom Kultusministerium in Planung befindliche „Personalausgabenbudgetierung" für Schulen ermöglichen. Informationen zu diesem und zu vielen weiteren Themen aus dem Feld von Jugendarbeit und Schule gibt es beim nächsten Vernetzungstreffen am 17. Januar 2011 von 13.15 - 17.30 Uhr.

Informationen und Anmeldung zu weiteren Vernetzungstreffen Jugendarbeit und Schule

 

Webcode 2010ejw0512

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