21.03.2005

Geld für Kleine statt für Steine

Landesjugendring fordert Umwidmung der Eigenheimzulage für Kinder

Der Landesjugendring fordert, die Eigenheimzulage abzuschaffen und mit dem eingesparten Geld die Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Dies kann entweder durch eine Erhöhung des Kindergeldes oder durch eine Verbesserung der Betreuungsangebote erreicht werden.


Der Landesjugendring Baden-Württemberg fordert die Parteien auf, die anstehenden Entscheidungen zur Verbesserung der Arbeitsmarktsituation stärker im Hinblick auf die kommenden Generationen zu diskutieren. "Ständig wird vom Demographischen Wandel gesprochen, doch bei konkreten Entscheidungen spielt er keine Rolle", ärgert sich der Vorsitzende des Landesjugendrings, Jochen Mack.

Beispiel hierfür ist für den Vorstand des Landesjugendrings die Diskussion über die Eigenheimzulage. Nimmt man die Vorhersagen der Expertinnen und Experten ernst, wird der Bedarf an Wohnraum auch in Baden-Württemberg in spätestens 20 Jahren drastisch sinken.

"Es ist widersinnig, jetzt mit staatlicher Förderung neue Baugebiete zu erschließen, weitere Flächen zu versiegeln und gleichzeitig kommenden Landes- und Bundeshaushalten die Kosten des Rückbaus dieser Siedlungen aufzubürden", so Jochen Mack.


Stattdessen fordert der Landesjugendring eine Investition in die Verbesserungen der Zukunftsaussichten von Kindern und Jugendlichen und schlägt dafür zwei Wege vor: Zum einen könnten die eingesparten Gelder dem Kindergeld zugeschlagen werden. "Das eigentliche Ziel der Eigenheimzulage ist es doch, Familien beim Erwerb von Wohneigentum zu fördern – dies würde durch die Aufstockung des Kindergelds besser erreicht", so Mack. "Um die Kinder und Familien zu erreichen, die eine staatliche Unterstützung auch wirklich benötigen, könnte zusätzlich eine Einkommensgrenze für Kindergeld eingeführt werden", schlägt Mack vor.


Die Alternative ist für den Landesjugendring eine Verbesserung der Betreuungssituation:

"Gäbe es ein besseres und zudem für Familien kostengünstiges Betreuungssystem, wäre vielen mehr geholfen als mit der Eigenheimzulage, die nach neueren Studien vor allem wohlhabenden Menschen zu gute kommt - und gerade nicht den jungen Familien", so Jochen Mack.


Von der Umwidmung der Eigenheimzulage verspricht sich der Landesjugendring vor allem ein Signal für mehr Kinderfreundlichkeit in der Gesellschaft: "Gerade angesichts der demographischen Herausforderung müssen wir die Ampel für Kinder und Jugendliche auf Grün schalten", fordert Jochen Mack.


Der Landesjugendring ist die Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände in Baden-Württemberg. Er vertritt die Interessen von mehr als einer Million Kindern und Jugendlichen.

Verantwortlich: Jochen Mack

 

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