10.06.2005

Glaube ist Thema Nr. 1 in der Kirche

Landesbischof Dr. Maier präsentiert "Daran glauben wir"

"Der Glaube ist das Thema Nummer eins in der Kirche"



Landesbischof Gerhard Maier stellte im Evangelischen Medienhaus in Stuttgart die neue landeskirchliche Broschüre "Daran glauben wir" vor.



Sie will Antwort geben auf die Frage, was evangelische Christen heute glauben und ein "Impuls zum Gespräch über den Glauben" sein, wie es im Untertitel der Broschüre heißt.


Das Heft mit einer Auflage von 50000 Stück hat auch schon Interessenten außerhalb der Landeskirche gefunden. "Eine der ersten Bestellungen", berichtete Gerhard Maier, "kam von der evangelischen Kirche auf Bali", die der Landesbischof auf seiner Indonesienreise besucht hatte.



"Daran glauben wir"



Elementare Glaubensaussagen im Bewusstsein verankern


"Ich erwarte, dass das Glaubensgespräch in unserer Kirche mit Hilfe der Broschüre besser geführt werden kann", sagte Maier bei der Präsentation vor Journalisten. Nachdem das Gespräch über den Glauben in den letzten Jahren eher in den Hintergrund getreten sei, erhoffe er sich nun eine Phase, in der man sich mit Unbefangenheit und Offenheit über Glaubensthemen austausche, sagte der Bischof. Zudem solle die Broschüre helfen, das allen evangelischen Christen Gemeinsame zu fördern und elementare Glaubensaussagen im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu verankern. Nicht zuletzt mache die Broschüre in einer Zeit, in der sich in der Kirche viel um die Finanzen drehe, deutlich, dass "das Geistliche" das eigentliche Zentrum der Kirche sei. "Ich erwarte, dass damit das Glaubensthema unterstrichen wird als Thema Nummer eins", so der Landesbischof.


Gerhard Maier lobte den Weg auf dem die Broschüre zu Stande kam. In dem Diskussionsprozess der letzen Monate um den Inhalt von "Daran glauben wir" hätten sich neben Oberkirchenrat, Synode und Fakultät viele verschiedenen Gruppen und Einzelpersonen, Theologen und Laien zu Wort gemeldet. Bei allen habe er Interesse an der Frage gespürt "Wie formulieren wir evangelischen Christen unseren Glauben in dieser Zeit". In zahlreichen Gesprächen über die Broschüre habe sich gezeigt: "Es gibt keine Gruppierung in der Landeskirche, die sagt: ‚Damit wollen wir nichts zu tun haben’", berichtete der Bischof.


Maier hob die pointierten christologischen Aussagen der Broschüre hervor. Mit dem Satz "So starb er für uns, hat unsere Sünde auf sich genommen und versöhnt uns mit Gott", gehe die Broschüre weiter als es der Synode 1998 auf einer Klausurtagung zur Bedeutung des Kreuzestodes Jesu möglich gewesen sei.


Die vom theologischen Ausschuss der Synode erarbeitete Broschüre sei "kein perfektes Papier", betonte Maier. Vieles hätte er selbst anders formuliert, aber er könne sich darin wieder finden. Er hoffe, dass durch "Daran glauben wir" ein Gesprächsprozess in Gang komme, der möglicherweise irgendwann zu einer Neufassung führe. "Vielleicht kommt in zehn Jahren etwas viel besseres heraus", sagte der Landesbischof, "wenn das passieren würde, wäre das ja toll".


Jeder Broschüre wird auch eine Kurzfassung mit den zehn wichtigsten Aussagen von "Daran glauben wir" beiliegen. Die könne man immer bei sich tragen, regte der Bischof an. Eine solche Karte habe er sich gewünscht, als ihm in München einmal ein Taxifahrer ein Buch der Scientology-Sekte schenken wollte. Wenn er jetzt noch einmal in eine solche Situation käme, könne er die Karte weiter geben und sagen: "Lesen Sie mal das, dann wissen Sie was ich denke", sagte der Bischof und fuhr fort: "Dann lacht er und guckt vielleicht mal rein".




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Broschüre "Daran glauben wir" PDF; 1,530 MB




 

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