31.12.2011 - Autor: rr

Gottes Kraft in dir

Wir wünschen ein gesegnetes neues Jahr mit kraftvollen Entscheidungen, sicheren Schritten und tiefen Erfahrungen der Gegenwart Jesu Christi - mitten in den Höhen und Tiefen des Lebens.

Grafik: Dorothee Krämer    Bildbetrachtung von Gottfried Heinzmann

Kräftige Farben springen ins Auge: Warmes Gelb. Frisches Orange. Tiefes Blau. Intensives Violett. Mittendrin das Kreuz. Hell leuchtend. Bei genauerem Hinsehen irritieren die Dornenkrone und der angedeutete Kopf des Gekreuzigten.

Muss das sein?
Würde ein schönes „Lichtkreuz" nicht genügen? Diese Frage stellt sich in anderen Varianten ganz grundsätzlich. Muss das sein - die Sache mit dem Gekreuzigten? Warum konnte Gott uns nicht einfach so vergeben? Können wir den gekreuzigten Jesus nicht einfach beiseite lassen? Solche und ähnliche Fragen begleiten den Kreuzestod Jesu von Anfang an. Paulus spricht davon, dass die Botschaft vom Kreuz ein „Skandalon" sei - ein Ärgernis. Die Dornenkrone und die Andeutung des Gekreuzigten stören in diesem Bild. Doch sie helfen, zum Kern des christlichen Glaubens vorzudringen und sich zu vergewissern, was das für eine Kraft ist, die in der Jahreslosung versprochen wird.

Wir betrachten die Dornenkrone und den leicht geneigten Kopf des Gekreuzigten. Dabei erinnern wir uns an die Passionsgeschichte: Jesus trug sein Kreuz nach Golgatha. Dort kreuzigten sie ihn ... Da sprach Jesus: „Es ist vollbracht! und neigte das Haupt und verschied." (Johannes 19,30) Jesus geht den Weg bis zum Ende. Der Sohn Gottes will den Menschen in den tiefsten Krisen, in den schwächsten Stunden nahe sein. Das Kreuz ist der Ort eines wunderbaren Tausches: Jesus nimmt meine Schwäche auf sich - und schenkt mir seine Kraft. Jesus stirbt meinen Tod - und schenkt mir sein Leben. Jesus trägt meine Sünde - und holt mich aus der Gottesferne in die ewige Gemeinschaft mit Gott.

Eine geheimnisvolle und wunderbare Kraft
Das Kreuz aus Licht bringt die geheimnisvolle und wunderbare Kraft zum Ausdruck, die Jesus für uns bereit hält. Dietrich Bonhoeffer hat diese Kraft in Anspruch genommen. Als er verhaftet und gefangen gehalten wurde, wäre es naheliegend gewesen, bittere und anklagende Briefe aus der Haft zu schreiben. Erstaunlicherweise sind sie nicht von Bitterkeit, sondern von Zuversicht geprägt: „Bitte mach dir nie Sorgen und Gedanken um mich; aber vergiss die Fürbitte nicht ... Du darfst nie daran zweifeln, dass ich dankbar und froh den Weg gehe, den ich geführt werde. Mein vergangenes Leben ist übervoll von Gottes Güte und über der Schuld steht die vergebende Liebe des Gekreuzigten." (21. und 23.8.1944. Widerstand und Ergebung, 425-428).

Wir betrachten das Kreuz aus Licht und hören die Worte Jesu:
„Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln
in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben."
(Johannes 8,12)

Mitten im Leben
Das Kreuz leuchtet aus vier Farbfeldern hervor. Die kräftigen Farben deuten unterschiedliche Aspekte unseres Lebens an. Wir erleben sonnengelbes Glück, orangeroten Übermut, mausgrauen Durchschnitt und dunkelblauen Kummer. Das Kreuz leuchtet mitten im Leben und macht deutlich: Gottes Kraft wirkt an allen Tagen. Ob ich es wahrnehme oder nicht, ob ich es wahrhaben will oder nicht, ob ich darum bitte oder nicht, ob ich dafür danke oder nicht. Unerwartet und unverdient verschenkt Jesus seine Kraft und wirkt auf ganz unterschiedliche Weise.

Wir betrachten die einzelnen Farbfelder und überlegen uns, mit welchen Bereichen unseres Lebens wir sie in Verbindung bringen möchten. Dazu nehmen wir uns einige Minuten Zeit. Wir hören, was Jesus durch seine Kraft in unserer Schwachheit bewirkt.
Er sagt zu dir: „Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig."
An sonnengelben Glückstagen schenke ich deinem Körper Kraft, deiner Seele Glück, deinen Beziehungen Gelingen, deiner Arbeit Erfolg. An orangeroten Übermutstagen stelle ich dir Menschen an die Seite, die dich korrigieren und auf deinen Egoismus hinweisen. Ich gebe dir Kraft zur Korrektur und zur Entschuldigung. An mausgrauen Durchschnittstagen helfe ich dir, deine Schwächen anzunehmen und deine Stärken zu erkennen. Ich erlöse dich von der Tyrannei des Vergleichens. An dunkelblauen Kummertagen kommt meine Kraft zur Vollendung. Ich halte dich in deiner Schwäche, trage dich durch das Leiden und öffne dir den Blick auf Gottes Ewigkeit.

Gottfried Heinzmann, Leiter des ejw 

upload/pdf-symbol16.jpg Andacht zur Jahreslosung (pdf-Datei)
von Jürgen Kehrberger, Fachlicher Leiter des ejw

Mehr zur Jahreslosung: www.ejwue.de/jahreslosung
Hier finden Sie Lieder zur Jahreslosung, Texte und Bezugsadressen für Postkarten und Plakate zur Jahreslosung.

 

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