18.10.2015 - Autor: Eberhard Fuhr

Gottes Liebe spürbar werden lassen

Prof. Dr. Hans-Joachim Eckstein beim EJW-Fest 2015 im EJW-Tagungszentrum Bernhäuser Forst. "Für mich wurde die Liebe Gottes greifbar durch die menschliche Liebe der Anderen." - Foto: Florian Maier (EJW)

Impulse und Einblicke in die Arbeit evangelische Jugendarbeit in Württemberg beim EJW-Fest

Rund 400 Besucher aus ganz Württemberg sind gestern zum EJW-Fest in das EJW-Tagungszentrum „Bernhäuser Forst“ gekommen. Sie haben damit ein deutliches Zeichen gesetzt, wie wichtig ihnen die Beziehung zum Evangelischen Jugendwerk in Württemberg (EJW) ist. Zum Beginn hatte der EJW-Förderverein zu seiner Mitgliederversammlung eingeladen. Hermann Hörtling, der Vorsitzende des EJW-Fördervereins betonte, dass es ein wichtiges Ziel des Fördervereins sei, den Kontakt von Freunden und Förderern untereinander zu pflegen. „Nur wenn man voneinander weiß, kann man die Arbeit des EJW wirkungsvoll unterstützen durch Gebet, Lobbyarbeit oder finanzielle Beiträge“. Die 268 Mitglieder des EJW-Fördervereins haben beim EJW-Fest ein großes Interesse an den aktuellen Entwicklungen in der Jugendarbeit gezeigt. Die wurde auch deutlich, als Landesreferent Yasin Adigüzel nachmittags über den neuen Arbeitsbereich „Vielfaltskultur“ berichtete. Sein Ziel ist es, die Angebote der evangelischen Jugendarbeit für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund zu öffnen. Im ersten Jahr hat er dabei den Schwerpunkt auf die Arbeit mit Flüchtlingen gelegt. „Der Erfolg unserer Arbeit hängt von der Qualität der Beziehungen ab“, davon ist Adigüzel überzeugt. „Jesus habe uns aufgefordert zu dienen und zu lieben. Die Liebe Gottes zu uns sollen wir deshalb mit anderen teilen.“

„Der Mensch ist für Gemeinschaft und Beziehung geschaffen“

Zuvor hat Hans-Joachim Eckstein in dem eindrucksvollen Vortrag „Du bist ein Wunsch, den Gott sich selbst erfüllt hat“ deutlich gemacht, dass sich die Persönlichkeit des Menschen erst in Beziehungen entfalten könne. „Wir brauchen es, bejaht und geliebt zu werden, denn das einzige was durch trägt ist Beziehung“. Als ehemaliger Jungscharleiter habe er seine erste Predigt schon mit 17 Jahren gehalten, lange bevor er Theologie studiert habe. „Der Durchbruch in meinem persönlichen Glauben hat es bei mir gebracht, dass ich mit einem kleinen Kreis von Menschen zusammen war, bei denen ich das erste Mal wahr nahm, ich kann Feigenblätter und Masken ablegen und muss nicht den Überflieger spielen, sondern in kann einfach Ich selbst sein. Zu meiner Überraschung stellte ich dann fest, für die anderen werde ich nicht wertlos, sondern wertvoll – trotz Schwachheit. Für mich wurde die Liebe Gottes greifbar durch die menschliche Liebe der Anderen, die unvollkommen war, aber konkret“. Im Hinblick auf die Evangelische Jugendarbeit in Württemberg fasste Andreas Lämmle, der Vorsitzende des EJW zusammen: „Die 53.744 haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich in Württemberg in der evangelischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen engagieren, sind 53.744 Wünsche Gottes, in denen Gottes Liebe zu den Menschen spürbar wird.“

„… damit andere Hoffnung finden“

Beim abschließenden Gottesdienst, bei dem Lukas Ulmer als Landesreferent im Bereich Eichenkreuz-Sport in sein Amt eingesetzt wurde, machte Gottfried Heinzmann, der Leiter des EJW, deutlich, dass junge Menschen Hoffnung und nicht nur Optimismus brauchen. „Der Gott der Hoffnung ist einzigartig, denn Christus ist unsere Hoffnung. Deshalb können wir guter Hoffnung sein für die Menschen in dieser Welt.“ Heinzmann warf die Frage auf, wie sprachfähig die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei diesem Thema mit Kindern, Jugendlichen, Familien, Flüchtlingen und Menschen mit anderen Religionen sind. Neben Begegnungen sei es auch notwendig, im Glauben und Hoffen sprachfähig zu sein. „Ich wünsche mir, dass wir in der Jugendarbeit sagen können, was wir glauben. Wir müssen deshalb verstärkt darauf achten, dass Jugendliche und junge Erwachsene, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sprachfähig werden, wenn es um den Gott der Hoffnung geht.

Heinzmann kündigte eine Initiative des EJW im nächsten Jahr zum „Tag der offenen Moschee“ an. Christliche Jugendgruppen sollen dabei muslimische Jugendgruppen besuchen und mit diesen ins Gespräch. „Dazu müssen wir sprachfähig sein. Und wir müssen wissen, was das Besondere unseres Glaubens ist.“ Gottfried Heinzmann erlebt die Unterstützer, Spender, Freunde und Mitarbeiter des EJW als Hoffnungsschenker. „Wir haben erlebt, dass der Gott der Hoffnung unser Leben reich macht. Und deshalb geben wir etwas davon weiter. Damit andere diese Hoffnung finden.“

Ich mache mit!

Ich mache mit!

Thai An Vu

Informatikerin & Ehrenamtliche im EJW-Weltdienst

"Zuerst habe ich gedacht, ich bin ja schon selber Migrantin und in Migrantengemeinden aktiv. Doch in Begegnungen mit Menschen aus anderen Kulturen und in anderen Ländern habe ich einen neuen Schatz entdeckt. Es macht Spaß Erfahrungen zu teilen."

Engagiere dich!
Spenden

Evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Haeberlinstraße 1-3
70563 Stuttgart
Fon 07 11/97 81-0


Montag-Donnerstag:
9:00-12:30 Uhr / 13:15-16:00 Uhr
Freitag:
9:00-12:30 Uhr


Kontaktieren Sie uns gerne auch direkt:

Ansprechpartner

Arbeitsbereiche


Sie finden uns auch auf folgenden Plattformen

Wir unterstützen das EJW

Das Evangelische Jugendwerk in Württemberg (EJW) bietet als Landesstelle sinnstiftende Angebote, Veranstaltungen und Dienstleistungen für Jugendwerke in Orten und Bezirken, aber auch für Kinder, Jugendliche, Konfirmanden, junge Erwachsene, Erwachsene und Familien. Das Evangelische Jugendwerk in Württemberg (EJW) ist die Zentrale für die evangelische Jugendarbeit in Württemberg und arbeitet selbstständig im Auftrag der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.


Das Evangelische Jugendwerk Württemberg (EJW) gehört zu: