31.12.2010 - Autor: rr

Gottes Segen für das neue Jahr

Wir wünschen ein erlebnisreiches und tatkräftiges neues Jahr, erfüllt mit Gottes Segen und Überwinderkraft, das Gute zu tun.

Bild zur Jahreslosung 2011 von Dorothee Krämer, Esslingen

Übereinander gelagerte Schichten. Erdbraun und ockergelb, hellgrau mit violetten Zwischentönen. In der Mitte ein Riss. Von oben bis unten zerreißt er das Bild, zertrennt, was zusammengehört. Am Horizont und durch den Riss hindurch scheint ein warmes Licht. Mit zarten roten Strichen ist eine Brücke angedeutet, die den Abgrund überwindet. Diese Brücke hat dem Bild den Namen gegeben. Die einzelnen Elemente bieten die Möglichkeit, einen etwas anderen Zugang zur Jahreslosung 2011 zu finden:
„Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem."


Der Riss des Bösen
Wie lässt sich das Böse darstellen? Diese Frage bildet die größte Herausforderung bei der graphischen Umsetzung der Jahreslosung. Der Riss, der durch das ganze Bild verläuft, bildet die zerstörerischen Kräfte des Bösen ab. Damit wird eine Grundgestalt des Bösen herausgegriffen, die in verschiedenen biblischen Texten zur Sprache kommt: Das Böse trennt. Zuallererst trennt das Böse den Menschen von Gott. Die Gemeinschaft mit Gott wird zerstört. Misstrauen zwischen Gott und Mensch wird gesät. Dieser Keil zwischen Gott und Mensch führt dann auch zur Zwietracht zwischen Menschen. Kain ermordet aus Eifersucht seinen Bruder Abel. Kampf und Krieg, Vergeltung und Rache bestimmen die Menschheit. Wenn in der Bibel von den Wirkungen des Bösen erzählt wird, beginnen die Geschichten ganz ähnlich. Am Anfang ist das Böse klein und unscheinbar. Dem Bösen reicht ein kleiner Spalt, um einzudringen und seine zerstörerische Kraft zu entfalten.

Ich lade dazu ein, die Schichten, die durch den Riss getrennt werden, zu betrachten und dabei zu überlegen:
- Welche Auswirkungen des Bösen nehme ich wahr?
- Welche Risse des Bösen gibt es in meinem Leben in der Gesellschaft, in der Schöpfung?
- Durch welchen kleinen Spalt dringt das Böse in mein Leben ein?


Das Licht der Auferstehung
Um die Macht des Bösen zu illustrieren, könnte der Riss mit dunklen Farben bedrohlich schwarz ausgefüllt sein. Doch über den Schichten und im Hintergrund des Risses strahlt ein warmes Gelb und lässt das Licht der Auferstehung aufleuchten. Das Böse ist besiegt. Durch seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung von den Toten hat Jesus Christus dem Bösen die Macht genommen. Gerade dann, wenn das Böse versucht, auf ganz unterschiedliche Art und Weise bei uns anzukommen und in uns einzudringen, halten wir die neue Wirklichkeit fest. Wer sich an diesen auferstandenen Jesus Christus hält, lebt im Licht der Auferstehung: Das Böse ist besiegt. Das Licht der Auferstehung leuchtet in den Gräben, die das Böse aufreißt und gibt Hoffnung auf Veränderung.

Ich lade dazu ein, den gelb ausgeleuchteten Riss zu betrachten und diese Hoffnungen und den Auferstehungsjubel der neutestamentlichen Zeugen zu hören:
- „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden!" (Lukas 24,5f)
- „Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten!" (1. Korinther 15,20)
- „Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!" (1. Korinther 15,57)

Die Brücke der Liebe
Bedrohlich nimmt der Riss die Bildmitte in Anspruch und drängt die zarten Linien, mit denen der Abgrund überbrückt wird, in den Hintergrund. Trotzdem überwindet die in kräftigem Rot gehaltene Brücke der Liebe die Kluft des Bösen. Vorsichtig wird damit das angedeutet, wie Jesus Christus Liebe verstanden hat. Als Liebe, die sich selbst hingibt und damit das Böse besiegt.
Immer wieder gibt es Situationen, in denen es nach menschlichem Ermessen völlig berechtigt wäre, auf Böses mit Bösem zu reagieren und mit gleichen Mitteln zurückzuschlagen. Doch das würde bedeuten, dass das Böse in uns den Sieg errungen hat. Böses mit Gutem zu überwinden heißt, eine Brücke der Liebe zu bauen. Diese Brücke der Liebe findet auf der anderen Seite zunächst keinen Anhaltspunkt. Sie ist zart und zerbrechlich. Und doch ist die Liebe die einzige Macht, die dem Bösen überlegen ist.

Herr Jesus Christus, du hast mit deinem Leben gezeigt, dass es möglich ist, Böses in der Kraft der Liebe zu überwinden. Hilf mir, im Vertrauen auf dich das Böse mit dem Guten zu überwinden, das du in mir wirkst.
Gottfried Heinzmann
Leiter des ejw

Text als pdf-Datei

Andacht zur Jahreslosung 2011 (pdf-Datei)
von Jürgen Kehrberger, Fachlicher Leiter des ejw

Lied zur Jahreslosung von Hans-Joachim Eißler

Mehr zur Jahreslosung 2011 finden Sie hier: www.ejwue.de/jahreslosung

Poskarten und Plakate zur Jahreslosung

Das Bildmotiv von Dorothee Krämer, Esslingen gibt es als Karte und als Poster bei www.ejw-buch.de

 

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