04.09.2014 - Autor: Stefan Hoffmann (EJW-Weltdienst)

Häuser zerstört, Felder verwüstet, Tiere getötet

Mitarbeiter des Landwirtschaftsprojektes kontrollieren Yams Saatgut. Dieses und anderes ist wohl beim Überfall vergangene Woche gestohlen oder zerstört worden. (UFoto: Stefan Hoffmann)

YMCA Landwirtschaftsprojekt in Nigeria von Milizen überfallen

In den Tagen von 24. August bis 27. August wurde das vom EJW unterstützte Landwirtschaftsprojekt (ATC= Agricultural Training Center) in Obi/ Ikposogye in Nordnigeria überfallen. Hintergrund waren nach Berichten des Leiters des Zentrums, Ango Adamu, ethnische Auseinandersetzungen. Er betont, dass er keinen Zusammenhang zu Boko Haram sieht. Der Schaden am Zentrum ist groß. Neben getöteten und gestohlenen Tieren, wurden Teile von Häusern zerstört, Felder verwüstet und viele persönliche Gegenstände gestohlen. Als die Gewalt begann, flohen die Auszubildenden und Lehrer und versteckten sich in den Wäldern und Feldern. Ziel des Angriffs war nach Berichten von Adamu aber nicht das Ausbildungs-Zentrum selbst, sondern die nahegelegene Stadt Ikposogye. Dort wurden neben Plünderungen auch Häuser niedergebrannt, unter anderem das Haus des ansässigen Pastors. Bei den Auseinandersetzungen wurden keine Personen getötet, mehrere aber verletzt.

Langanhaltender Konflikte zwischen Nomaden und Bauern

In der Region schwelt schon seit langer Zeit ein Konflikt zwischen Nomaden-Kuhhirten (Fulani) und ortsansässigen Bauern. Immer wieder flammt dieser Konflikt auf. Auslöser der Gewalttätigkeiten waren Fulani-Milizen, die am Sonntag, 24. August, nach dem Gottesdienst in dem kleinen Ort Ikposogye begonnen hatten, mit Motorrädern durch das Dorf zu fahren und in die Luft zu schießen. Chaos brach aus, Menschen flohen. In den folgenden Tagen kam es immer wieder zu Überfällen und Plünderungen. Wer sich widersetzte wurde mit Erschießung bedroht. Die Gewalt ebbte dann ab, bis zum 30. August betrat aber niemand vom ATC die Gegend. Erst danach konnten die Verantwortlichen des Zentrums den Schaden aufnehmen. Erste Schätzungen gehen von rund 15.000€ aus – neben den oben aufgeführten Schäden wurden die Felder zerstört und somit droht auch ein Ernteausfall.

Das EJW möchte helfen, das Personal und Teile der Auszubildenden, die in der nahegelegenen Stadt Laffia in einem YMCA Zentrum untergekommen sind, im Rahmen von Soforthilfe mit dem Nötigsten wie Kleider und Essen zu versorgen und dann beim Wiederaufbau des Zentrums zu helfen.

Wenn Sie diese Hilfe unterstützen wollen, spenden Sie bitte unter:
BIC: GENODEF1EK1
IBAN: DE24 5206 0410 0400 4054 85
EKK (BLZ 520 604 10), Konto-Nr. 400 405 485
Projekt-Nr.:  NGR110 (Ikposogye)

Redaktion: Eberhard Fuhr

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