08.07.2007 - Autor: rr

Hoffnung für Darfur

Journalist Alfred Taban beim Jugendtag des ejw:
In einem Jahr wird die Krisenregion befriedet sein

Stuttgart – Innerhalb der kommenden zwölf Monate könnte in Darfur, einem der größten "Sorgenkinder" des afrikanischen Kontinents, Ruhe eingekehrt sein. Das sagte am Sonntag der bekannte sudanesische Journalist, Herausgeber der regierungskritischen Zeitung Khartoum Monitor und und Vizevorsitzende des CVJM Khartum, Alfed Taban, während eines Fachvortrags am Rande des Evangelischen Jugendtags mit über 6500 Jugendlichen in Stuttgart.


In seiner einstündigen Präsentation zeichnete Taban die maßgeblichen Ursachen für die Ursachen des Konflikts, der im Nordwesten des Sudans in den letzten Jahren Zig-Tausende Menschen das Leben gekostet hat und die entwicklungstechnisch ohnehin hinterher hinkende Region um Jahrzehnte zurückgeworfen hat. Die Unfähigkeit der Regierung in Khartum, die arabischen Dschandschawid-Horden in den Griff zu bekommen, ist dabei nur einer der Gründe für die Krise, auf Grund derer heute Hunderttausende Menschen in elenden Flüchtlingslagern leben und ganze Landstriche in Darfur buchstäblich menschenleer sind.


Taban, dessen Zeitung "Khartoum Monitor" die einzige unabhängige Zeitung im Land ist, machte aber auch die Regierung des Tschad für die miserable Lage im Nordosten des Sudan mitverantwortlich. Diese soll die afrikanischen Bauern in Darfur mit Waffen beliefern, damit sie die verhassten arabischstämmigen Dschandschawid bekämpfen können, die ihre Waffen wiederum von der Regierung in Khartoum beziehen.


Doch die Lage in der Krisenregion ist nach Ansicht von Taban, der in diesem Monat für seine Verdienste um die Menschenrechte und Pressefreiheit im Sudan die begehrte US-Auszeichnung "National Endowment for Democracy" erhalten wird, nicht aussichtslos:


Dass die Regierung des Sudan auf Grund massivem internationalen Drucks eingewilligt hat, dass die Vereinten Nationen 23.000 Blauhelmsoldaten in Darfur stationieren, gebe Anlass zur Hoffnung, dass die Dschandschawid demnächst an die kurze Leine genommen werden.


"Ich gehe davon aus, dass innerhalb des kommenden Jahres die blutigen Raubzüge ein Ende haben werden", gab sich der Journalist optimistisch. Es werde aber noch sehr lange dauern, bis die Menschen aus den Flüchtlingslagern wieder in ihre zerstörten Dörfer werden zurückkehren können.

Edgar Hälbich


Weitere Informationen zu Alfred Taban

in www.ejwue.de/news/news_663.htm



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Bilder zum Jugendtag gibt es hier:

www.ejwue.de/jugendtag/bilder/2007.htm


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Erstmalig ist bei diesem Jugendtag auch der Radiosender DASDING vom >>swr mit beteiligt.


Weitere Information: www.jugendtag-2007.de


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Quelle: www.ejwue.de/statistik



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