10.12.2017 - Autor: Eberhard Fuhr

Impulse für Glaube im Alltag

"Verstrickungen" - ein Impuls zum Thema "Ankommen" bei YOUNIFY 2017 in der Ludwigsburger MHP Arena (Foto: Holger Schöneck)

Junge Christen bekommen Ermutigung für ihr Engagement in der Jugendarbeit

Rund 750 junge Leute haben gestern bei YOUNIFY 2017 in der Ludwigsburger MHP-Arena wertvolle Impulse für ihren christlichen Glauben bekommen, aber auch konkrete Ermutigung und Hilfen für persönliche Situationen und die evangelische Jugendarbeit. „Aus meiner Sicht ist YOUNIFY ein inspirierendes Format, bei dem junge Leute über ihren Glauben nachdenken können und Impulse bekommen, wie dieser im Alltag gelebt werden kann“ teilte Cornelius Kuttler, der Leiter des EJW am Samstag Abend mit. Er zeigte sich beeindruckt von dem perfekt inszenierten Programm, aber auch von den Gesprächen und den vielen Begegnungsmöglichkeiten.

Anfangen


Das EJW hatte zu dieser besonderen Veranstaltung eingeladen. Organisiert wurden vier sogenannte „Sessions“ zu den Themen „Anfangen“, „Scheitern“, „Festhalten“ und „Ankommen“. Johannes Warth, bekennender Oberschwabe, hat sich den Beruf des „Ermutigers“ zur Lebensaufgaben gemacht. Er forderte die jungen Leute auf, nie zu sagen „Des goad bei mir ed“, sondern immer wieder neu anzufangen, auch beim Bibel lesen oder wenn man bei großem Aufwand wenig Rückmeldung bekomme. „Von Anfang an bist Du von Gott als Gewinner ausgedacht. Deshalb beginne jeden Tag aufs Neue damit, dass Du Gott dafür Danke sagst“ sagte er bei seinem unterhaltsamen und abwechslungsreichen Beitrag.

Scheitern

Dass Scheitern nicht schlimm ist, sondern in gewissem Sinn zu jedem Leben dazu gehört, wurde in der zweiten „Session“ deutlich. Dieter Braun, Fachlicher Leiter des EJW, erzählte zusammen mit Doro Wolfsberger sehr anschaulich die biblische Geschichte von Johannes Markus. Dieser scheiterte als junger Mitarbeiter in der Zusammenarbeit mit Paulus, wurde danach aber von seinem Vetter Barnabas ermutigt und begleitet. Braun riet den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sich in der Jugendarbeit solche gute Wegbegleitung zu suchen. Aber auch diese kämen gelegentlich an ihre Grenzen. Jesus Christus jedoch kenne selbst im größten Scheitern noch einen gehbaren Weg für uns. „Eine gute Nachricht für ganz normale Menschen“ sagte Braun am Ende seiner „Session“, bei der sich die Besucher interaktiv beteiligen konnten. Sie stellten Fragen über ihr Smartphone und gaben Impulse, die von Braun direkt aufgenommen wurden.

Festhalten

In der dritten „Session“ ging es um das Thema „Sexualität“. Debra Hirsch, Autorin und Gemeindeleiterin aus Los Angeles, plädierte dafür offen und ehrlich über dieses Thema zu reden. „Wir sind voll sexuell und auch spirituell. So hat es Gott gedacht.“ Die Kirche habe sich jedoch nicht so gut darauf vorbereitet.  Gott sei es nicht peinlich, über Sexualität zu reden. In der Bibel werden beispielsweise die Gemeinde als „Braut Christi“ bezeichnet. Hirsch sprach sich dafür aus, Sex nicht als Sünde zu betrachten. „Sexualität und Spiritualität gehören zusammengehören. Dies hat etwas mit der menschlichen Identität zu tun.“ Die Sexualität vervollständige die Spiritualität. Diese Dinge müssten zusammengebracht werden.

Ankommen

Mit sechs verschiedenen Stühlen veranschaulichte Daniela „Jele“ Mailänder aus Nürnberg die Situation junger Leute, die „ankommen“ wollen und sich fragen, ob sie am richtigen Platz sind. Sie verweis auf Jesus Christus, der nach der biblischen Überlieferung keinen Platz „in seinem Eigentum“ gefunden habe. „Mein Vater und ich werden kommen und in Dir wohnen. Dein Herz ist das Zuhause Gottes“. Diese Zuversicht mache sie gelassener. „Bei mir verändert sich die Sichtweise, wenn ich weiß, dass Jesus in mir lebt – das verändert uns und alles“ gab sie den jungen Mitarbeitenden mit auf den Weg.

Musik, Wortpoesie und Gebetsangebote

Bei „Meet the Speaker hatten die jungen Leute die Möglichkeit nach den jeweiligen Beiträgen Fragen an die Referenten zu stellen. Dieses Angebot wurde stark genutzt. Oft wurde es sehr persönlich. Die Antworten der „Speaker“ waren authentisch und glaubwürdig, so dass es nach dem Gruppengespräch meist mit Einzelgesprächen noch weiterging. Vor den „Sessions gab es Musik mit der Band Lux aus Stuttgart, dazwischen Wordpoesie mit Jana Highholder aus Münster, Unplugged-Musik, einen Markplatz mit Informationsständen und Gebetsangebote.

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