03.03.2021 - Gisela Schweiker / Eberhard Fuhr (beide EJW)

Intensiver und fairer Dialog

Junge Leute beteiligen sich zahlreich am Jugendcheck zur Landtagswahl

Vier Politiker aus den Fraktionen des Landtags von Baden-Württemberg haben sich am vergangenen Dienstagabend bei der Online-Veranstaltung „99 Minuten gefragt-gesagt“, dem Jugendcheck zur Landtagswahl, den Fragen von jungen Menschen gestellt. Mehr als 100 Teilnehmende, überwiegend Jugendliche und junge Erwachsene, verfolgten interessiert die kurz gehaltenen Gesprächsrunden im Plenum und nutzten in sogenannten Breakout-Rooms die Gelegenheit, jeweils zwei Politikern gezielt zu den für sie relevanten Themen zu befragen. „Eine deutlich lebendigere Debatte als beim TV-Duell Eisenmann-Kretschmann im SWR, auch durch die lockere Moderation von Erik Flügge, der gleichzeitig die Chance genutzt hat, diverse Rhetorik-Kniffe der Politiker zu erklären“, stellte ein Teilnehmer aus Göppingen am Ende auf Anfrage fest. Erik Flügge, selbst Politikberater, Beteiligungsexperte und Autor, sorgte mit pointierten Auftaktfragen für eine lockere, aber dennoch konzentrierte Gesprächsatmosphäre.

Gemeinsamkeiten und Differenzen deutlich geworden

Mit Thomas Poreski (GRÜNE, Wahlkreis Reutlingen), Dr. Alexander Becker (CDU, Wahlkreis Rastatt), Nicolas Fink (SPD, Wahlkreis Esslingen) und Jürgen Keck (FDP, Wahlkreis Konstanz) waren vier Vertreter der demokratischen Parteien dabei, die sich aufmerksam auf die Anliegen der jungen Menschen einließen. Zur Sprache kamen Themen wie Freiwilligendienst, Klimaschutz, Mobilität und die Senkung des Wahlalters, aber auch die Frage nach politischer Kommunikation und Vertrauen. Thomas Poreski (GRÜNE) rief, auch mit Blick auf die zunehmend wahrnehmbaren Verschwörungstheorien, dazu auf, Bedingungen dafür zu schaffen, dass sich Menschen in einer offenen Gesellschaft zu Hause fühlen. „Wollen wir überhaupt verstehen, wie die anderen denken? Wenn wir das ausstrahlen, kann Vertrauen entstehen.“ Einig war er sich mit Nicolas Fink (SPD) beim Thema, wie angesichts der derzeit schwierigen Situation für die Schul- und Studienabgänger bessere Bedingungen für Übergänge gestaltet werden können: „Es geht nicht um Perfektionismus. Mein Lebenslauf muss nicht perfekt sein“, sagte Fink. „Selbst, wenn wir jetzt Zeit verloren haben, dann müssen wir andere Übergänge schaffen“, ergänzte Poreski. Unterschiede in den politischen Positionen waren erwartungsgemäß bei Fragen zu Mobilität und Klimaschutz festzustellen. „Der beste Klimaschutz ist der, der marktwirtschaftlich funktioniert“, war beispielsweise Dr. Alexander Becker (CDU) wichtig. Jürgen Keck (FDP) riet dazu, im Klimaschutz nicht allein auf Elektromobilität zu setzen, sondern Angebote von Wasserstofftechnik, Solarkraft, Windkraft „dort, wo es sinnvoll ist“ zu bündeln. „Die kurzweilige Veranstaltung war eine gute Idee, die zur politischen Bildung von Jugendlichen beigetragen hat. Es war schön zu sehen, dass so viele gut vorbereitete junge Teilnehmende dabei waren und unterschiedlichste Themen angesprochen wurden“, bilanzierte eine Teilnehmerin aus Reutlingen. In der gemeinsamen Schlussrunde betonte Moderator Erik Flügge noch einmal die Ziele der vorhergehenden Diskussion: „Findet heraus: Wer hat das gesagt, was euch wichtig ist. Wer passt auch kulturell zu mir und repräsentiert mich gut.“ Die Parteien hätten ihre Differenzen deutlich gemacht, das sei parlamentarische Demokratie. „Keine Partei hat recht oder nicht recht“, sagte er am Ende der 99-minütigen Veranstaltung im Blick auf die aktuellen politischen Auseinandersetzungen.

Organisiert wurde die Veranstaltung von den drei großen kirchlichen Jugendverbänden in Baden-Württemberg, BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend), der Evangelischen Jugend in Baden und dem Evangelischen Jugendwerk in Württemberg (EJW).


Das Evangelische Jugendwerk in Württemberg (EJW) koordiniert, fördert und gestaltet die evangelische Jugendarbeit in Württemberg. Unser Ziel ist es, junge Menschen zum Glauben an Jesus Christus einzuladen, ihren Glauben im Alltag zu stärken und sie bei ihrem Engagement für Jugendarbeit und Gesellschaft zu unterstützen. Kurz gesagt: begegnen, begleiten und befähigen. Deshalb unterstützen wir Kinder, Konfirmanden, Jugendliche, Familien und (junge) Erwachsene über unsere sinnstiftenden Arbeitsbereiche, Veranstaltungen, Bildungsangebote und Reisen. Zudem bringen wir die einzelnen Jugendwerke vor Ort sowie in den Bezirken voran. Als größter konfessioneller Jugendverband in Baden-Württemberg bieten wir jährlich circa 306.000 jungen Menschen regelmäßige und circa 462.000 einmalige Angebote. Wir arbeiten selbstständig im Auftrag der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und mit einem großen Netzwerk an Partnern. Mehr über uns erfahren Sie unter www.ejwue.de/ueber-uns/wer-wir-sind/ 

FSJ/BFD lohnt sich!

FSJ/BFD lohnt sich!

Ellen Schneider ( Dobelmühle Aulendorf (16/17))

Studium Religions- und Gemeindepädagogik mit Sozialer Arbeit an der EH Ludwigsburg

"In meinem FSJ habe ich auf jeden Fall ganz viele tolle Erfahrungen und Erinnerungen gemacht! Ich durfte viele liebe Menschen kennenlernen, fürs Leben lernen und habe eine zweite Heimat gefunden."

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