06.06.2016 - Eberhard Fuhr

"Jesus Christus ins Schaufenster stellen"

Die ehrenamtlichen Mitglieder im Vorstand des EJW (von links nach rechts): Ruben Kirchner, Ann-Kathrin Hartter, Tina Dautel, Timm Ruckaberle, Julia Hermenau Oliveira, Hannah Schelzel, Andreas Lämmle, Uli Steinestel. Es fehlt: Kerstin Schubert (Foto: Julian Meinhardt / Copyright: EJW)

Neuer Vorstand gewählt - Andreas Lämmle als Vorsitzender bestätigt

Bei der Delegiertenversammlung des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg (EJW) im EJW-Tagungszentrum Bernhäuser Forst wurde Andreas Lämmle (47 Jahre. Altensteig, Notar in Bad Liebenzell) am vergangenen Samstag als Vorsitzender des EJW fast einstimmig wiedergewählt. Vor 141 Delegierten der evangelischen Jugendarbeit aus Bezirken und Orten sagte er, in der Jugendarbeit des EJW müsse es darum gehen, Jesus Christus kennenzulernen. „Dies ist unser Markenzeichen. Deshalb müssen wir ins Schaufenster stellen, was uns wichtig ist.“ Die gesamte junge Generation, nicht nur die evangelischen Kinder und Jugendlichen, müsse man dabei im Blick behalten und immer mehr in den Fokus der Planungen und Aktionen nehmen. Er verwies dabei auf die Ordnung des EJW. Die Vergewisserung des eigenen Glaubens ist für Gottfried Heinzmann, den Leiter des EJW, die Grundlage für christliche Jugendarbeit in einer multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft. „Um unsere eigene Identität zu finden und zu behalten, brauchen wir im EJW eine neue Leidenschaft für eine intensive Auseinandersetzung mit den Inhalten unseres Glaubens an Jesus Christus“ schreibt er in seinem Bericht.

Generationswechsel im Vorstand

Nachdem viele ehrenamtliche Vorstandsmitglieder nicht mehr kandidierten, gab es einen Generationswechsel im Leitungsgremium des EJW. Gewählt wurden Ann-Kathrin Hartter (27 Jahre, Tübingen), Julia Hermenau Oliveira (26 Jahre, Stuttgart), Ruben Kirchner (27 Jahre, Leinfelden-Echterdingen), Timm Ruckaberle (31 Jahre, Kirchberg an der Murr), Hannah Schelzel (33 Jahre, Tübingen) und Kerstin Schubert (35 Jahre, Winterbach). Als stellvertretende Vorsitzende des EJW wurden Tina Dautel (33 Jahre, Walheim) und Uli Steinestel (46 Jahre, Metzingen) gewählt.

Klare Orientierung und große Weite notwendig

Bei der Delegiertenversammlung des EJW haben die 141 Delegierten auch eine Erklärung zur „Christlichen Jugendarbeit in einer multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft“ beschlossen. Sie bezieht sich auch das Dokument „Christliches Zeugnis in einer multireligiösen Welt“, das im Sommer 2011 vom Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖKR), der evangelischen Weltallianz (WEA) und dem Päpstlichen Rat für den interreligiösen Dialog (PCID) gemeinsam veröffentlicht wurde. In dem Papier des EJW heißt es, dass Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund und unterschiedlichen Religionszugehörigkeiten oft keinen Zugang zu den Gruppen der evangelischen Jugendarbeit haben. Das EJW möchte, dass alle jungen Menschen in der Gesellschaft an den Angeboten der christlichen Jugendarbeit teilhaben können und ermutigt die Mitarbeitenden, Beziehungen zu Kindern und Jugendlichen anderer Kulturen und Religionen zu leben. Gottfried Heinzmann machte dabei deutlich, dass dabei eine klare Orientierung im Glauben an Jesus Christus und eine große Weite im Zusammenleben mit anderen Menschen notwendig sei. „Toleranz darf dabei nicht verwechselt werden mit Gleichgültigkeit.“ Für die evangelische Jugendarbeit müsse die Grundlinie darin bestehen, dass junge Menschen befähigt werden, ihren eigenen Glauben fröhlich zu leben und gleichzeitig tolerant mit anderen zusammenleben, die andere Überzeugungen haben.
 
Beitrag zu einem friedlichen Miteinander

Mit der Erklärung setzt die Delegiertenversammlung des EJW ein Zeichen für ein friedvolles Miteinander in Jugendarbeit und Gesellschaft. „Wir beauftragen die Landesstelle des EJW die Themen der Erklärung in die verschiedenen Arbeitsbereiche aufzunehmen, Arbeitshilfen zur Unterstützung zu erarbeiten und eine Plattform für einen landesweiten Austausch zu ermöglichen. Bezirke und Orte werden ermutigt, die Situation vor Ort wahrzunehmen,  Maßnahmen zur Umsetzung zu erarbeiten und konkrete Schritte des Dialogs und der Verständigung zu gehen“ heißt es in einem  Beschluss zu der Erklärung. Ein Beispiel dafür ist die Initiative „Junge Christen begegnen Muslimen“.

„Eine solche Initiative gibt es deutschlandweit bisher nicht“ teilte Landesjugendpfarrer und aej-Vorsitzender Bernd Wildermuth den Delegierten mit. Als Begleitmaterial zu der Aktion wurde eine Broschüre erarbeitet, mit der sich Jugendgruppen auf einen Moscheebesuch vorbereiten können.

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Dokumentation:

Ich bin dabei

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Adelheid Huonker-Wagner

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