18.10.2004 - Autor: 

Jugendarbeit gestaltet Zukunft und fördert Lebenskompetenz

850 Teilnehmende beim Kongress Jugendarbeit des Evangelischen Jugendwerks

Ludwigsburg (ejw) Kompetent, vernetzt, begeistert Zukunft gestalten – dazu hat das Evangelische Jugendwerk in Württemberg (ejw) am vergangenen Samstag (16. Oktober) nach Ludwigsburg eingeladen.

Hauptredner war der bekannte Jugendforscher und Erziehungswissenschaftler Richard Münchmeier von der Freien Universität Berlin. Jugendarbeit sei nach Münchmeier ein unverzichtbares Angebot, das entscheidende Ressourcen für die Lebensbewältigung biete. Bildung müsse Lebenskompetenz fördern, nicht nur gesellschaftliche Techniken vermitteln. Bildungsprozesse dürfen nicht auf individuelle Erfahrungen reduziert werden.

Als vier Grundpfeiler einer zukunftsfähigen Bildung sieht Münchmeier: Selbstorganisation, Bedürfnisorientierung, Entwicklung kritischer Zeitgenossenschaft und Entwicklung von Lebenskunst für den Alltag. Dabei sei die Jugendarbeit ein qualifizierter Raum, in dem Sinnfragen aufbrechen können und junge Menschen zu eigenen Antworten finden.


In 39 Projektbörsen wurden gelungene Aktionen präsentiert. Fit für Kids, Maislabyrinth, Startpaket Jungenarbeit, TEN SING, _puls-Projekt, Theologie im Wohnzimmer, Jugendkirche waren ebenso gefragt wie Trainee-Programm für Schülermentoren, Umweltaudit, zukunftsfähiges Reisen oder Prävention gegen Überschuldung von Jugendlichen.


Kompetente Fachleute vermittelten in 50 Seminaren Hintergründe und neue Impulse zu Themenbereichen wie Spiritualität, Bildung, Erlebnispädagogik und Glaube, Coaching und Mentoring. Gefragt waren auch "Entgegen meinen Ängsten Zukunft leben" und "geistliche Begleitung". Offensichtlich suchen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Kongress Jugendarbeit Antworten auf Fragen ihres persönlichen Lebens als Christen und auf ihre vor Ort gestellten Herausforderungen in der Jugendarbeit.


"Einfach genial – da ist für jeden was drin." "Ich habe ganz praktische Impulse für meinen Alltag bekommen." "Das Seminar hat mich total begeistert und neu für Kids motiviert." "Das probieren wir bei uns am Ort aus." "Der Vortrag am Morgen hat reichen Stoff zum Nachdenken gegeben." So schilderten Teilnehmende ihre ersten Eindrücke.

Eine gelungene Organisation des Tages, mit tatkräftiger Gastfreundschaft unterstützt durch den CVJM Ludwigsburg und das Jugendwerk sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Die schmackhafte Verköstigung der Kongress-Teilnehmer bewältigte das bewährte Team von Martin Allmendinger. Berthold Friess, Projektleiter des Kongresses betont: Wir sind sehr dankbar für diesen Kongress, angefangen vom guten Wetter über die reibungslose Organisation und vor allem über die vielen Teilnehmer, die sich hier für ihre Jugendarbeit vor Ort wichtige Kompetenzen erwerben, untereinander Kontakte knüpfen und mit neuer Begeisterung entzündet werden. Damit ging auch der Wunsch von Dekan Frieder Rabus, Ludwigsburg aus dem Grußwort in Erfüllung. Er wünschte den Kongressteilnehmern, dass Gottes Glanz sichtbar werde in der Freude aneinander und in der Freude am lebendigen Gott. Als besonderes Zeichen überspannte kurz vor dem Abschlussgottesdienst vor der Friedenskirche ein großer Regenbogen den Himmel.

Mit schwungvollen Rhythmen lud der LAKI-PopChor unter der Leitung von Hans-Martin Sauter zum Mitsingen ein. Pfarrer Klaus Douglass, Niederhöchstadt ermutigte zu einer leidenschaftlichen Gottesbeziehung. Gott berufe nicht den Qualifizierten, sondern qualifiziere den Berufenen. Das Beispiel der Berufung des Mose zeige, dass die entscheidende Frage sei: "Stehst du diesem Gott zur Verfügung?" Dann könne die Dynamik Gottes in dir brennen. Wenn Gott mit einem Menschen mitgehe, könne er für andere zu Licht und Wärme werden.

Mit diesem Kongress wolle man ein Zeichen setzen, fasst Klaus Sturm, Leiter des ejw das Ziel zusammen. Trotz aller Kürzungen sei es jetzt Zeit, in die Zukunft zu schauen und mutig Neues zu wagen. Dafür habe der Kongress hilfreiche Ausrüs-tung, praktisches Handwerkszeug, neue Ideen und persönliche Ermutigung gegeben. Nun komme es darauf an, die erworbenen Kompetenzen vor Ort einzubringen und begeistert mit Jugendarbeit Zukunft zu gestalten.




Die Ergebnisse vom Kongress werden im Internet veröffentlicht: www.kongress-jugendarbeit.de

Rainer Rudolph

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