06.04.2008 - Autor: 

Karriere – wie geht das?

Über 50 Interessenten beim 1. Forum "Beruf und mehr"

Erstmalig hatte das Evangelische Jugendwerk in Württemberg am Freitag, den 4. April 2008 eingeladen zu Begegnungenn mit Persönlichkeiten, die als Christen in der Wirtschaft erfolgreich sind. Themen wie "Christsein und Karriere", "Management und Moral ", "Karriere und Familie" und "Ehrenamt und Karriere" standen dabei im Vordergrund.



vlnr Hans-Jörg Vollert, Dieter Manz, Martin Beck, Jörg Knoblauch


Die Teilnehmer konnten mit Prof. Dr. Jörg Knoblauch (tempus GmbH), Firmengründer Dieter Manz (Manz Automation AG),Geschäftsführer Hans-Jörg Vollert (Vollert Anlagenbau GmbH + CO. KG), Prof. Martin Beck (Beck Management Center) und Marcus Witzke (Geschäftsführer des ejw) ins Gespräch kommen und Beziehungen knüpfen.


In einführenden Statements äußerten sich die Wirtschaftsfachleute zu Fragen wie:

- Wie kann man Ehrlichkeit in der Wirtschaft beibehalten?

Wie gelingt es, Christsein und Beruf zu verbinden?

- Wie sozial kann ein Unternehmen heute sein?

- Kann man auch im sozialen Bereich Karriere machen?

Fragen wurden angesprochen wie z. B. zur aktuellen Situation in China und Tibet oder wie sozial ein Unternemen sein kann?

"Das sozialste Unternehmen ist eine Firma, die viel Geld verdient. Entscheidend ist, was mit dem Geld gemacht wird." Werden Arbeitsplätze geschaffen? Vorbildlich ist dabei die Mitarbeiterbeteilung wie zum Beispiel bei der Firma Manz.


In Gesprächsgruppen, bei denen die Unternehmer jeweils nach 15 Minuten wcheselten, konnten die jungen Studierenden oder Abiturienten direkte und persönliche Fragen stellen.


Blitzlichter aus den Gesprächsrunden:


Prof. Martin Beck

www.prof-beck.net

Beck

"Jugendarbeit ist ein Lernfeld für sich selbst"

Zum Thema: Kann man Karriere im Sozialen / Kirchlichen Bereich machen.

"Ja – Es gibt einen großen Wachstumsmarkt im Gesundheitsbereich."

Marktlücken im Sozialen Bereich:

Qualifizierte BWL´er (Kaufleute / Soziale Berufe)

Die Woche hat 6 Tage. Der liebe Gott hat auch nur 6 Tage geschafft. Am 7. Tag muss ich mich manchmal zur Ordnung rufen.

Ich investiere etwa 1/3 meiner Zeit in ehrenamtliche Dinge, die mir kein Geld bringen.

Mit Sparen hat man noch kein Unternehmen gesund gemacht.


Unternehmer Dieter Manz:

www.manz-automation.de

Manz

Zum Thema:

Ehrlichkeit in der Wirtschaft.

"Mit Ehrlichkeit ist man erfolgreicher" – "Vor allem im Bereich Finanzen." "Es kann durchaus sein, dass ein paar Geschäfte durch Ehrlichkeit nicht zustande kommen, aber dann ist das auch gut…!

Zum Thema: Karriere machen:

"Irgendwann mal geht es nicht mehr um Karriere und Geld, sondern um die Erfüllung."

Die besten Spezialisten sind nicht die besten Führungskräfte. Zur Führung braucht man Soziale Kompetenz.

Ich habe es als wertvoll erlebt, zum Mittagessen nach Hause zu meiner Familie gehen zu können. Deshalb haben wir in unserer Firma mittags eine Gleitzeit von 12 - 14 Uhr, damit unsere Mitarbeiter über Mittag zu ihrer Familie können.


Unternehmer Hans-Jörg Vollert

www.vollert.de

Vollert

"Geh deinen eigenen Weg!"

Es läuft nicht immer alles glatt. Man wächst mit den Herausforderungen. Stadt/Land-Gefälle bei Auszubildenden in den Grundfesten des menschlichen Zusammenlebens. Eine Firma kann keine Erziehungsarbeit leisten.

Teamfähigkeit ist von großer Bedeutung.

Führung durch Persönlichkeit - ohne Chefposition.

Veränderungen müssen bei mir beginnen. Es gibt keinen Erfolg durch Order oder Druck. Sondern durch Menschen, die durch ihre Persönlichkeit leiten.

"Wenn man alles wüßte, wäre man nicht so innovativ."

Qualtität geht vor Qantität - das gilt auch für die privaten und familiären Beziehungen. Die Frage ist: Was machen wir mit der Zeit, die wir haben?

Wir brauchen Menschen, die wissen, was sie wollen.


Prof. Dr. Jörg Knoblauch

www.tempus.de

Knoblauch

"Was heute bei Einstellungen zählt sind die ehrenamtlichen Tätigkeiten. Weniger die Schulzeugnisse und die Arbeitszeugnisse."

Gallupstudie: Wie fit sind Mitarbeiter?

A - Mitarbeiter: gehen voran, ziehen den Karren

B - Mitarbeiter: laufen neben her

C - Mitarbeiter: sitzen auf dem Karren, lassen sich ziehen.

Haben wir die richtigen Mitarbeiter?

Tipp für Bewerbungsgespräche:

Ich muss Bescheid wissen über meine Stärken und Ziele. Aber mich auch gut über das Unternehmen informieren. (Bild: Zwei Ringe, Situation und Stärke, Schnittmenge!)

Wir stellen Leute ein wegen ihrer fachlichen Qualifikation und entlassen welche wegen charakterlichen Schwächen.


Marcus Witzke, Geschäftsführer des ejw

Witzke

Was bewegt, Geschäftsführer des ejw zu werden?

Reizvoller Job, Herzensanliegen und Können zusammen bringen. Unterschied zur Wirtschaft liegt auch in der Profitorientierung.

Ziele setzen und verwirklichen sind entscheidende Herausforderungen. Immer wieder neu zu fragen: "Was ist dran?"

Auch in alltäglichen Entscheidungen die geistliche Frage stellen ist und bleibt Herausforderung.

Große Vorbilder haben auch ihre Grenzen.

Mit jeder Entscheidung enttäusche ich auch Menschen.

Die Vielschichtigkeit der Aufgaben erfordert Flexibilität.


Wie geht es weiter?

Sicher wird nach diesem erfolgreichen Start das Forum: Beruf und mehr fortgesetzt werden.

Auf unserer Internet-Plattform halten wir Sie auf dem Laufenden:


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mehr Infos: www.beruf-und-mehr.de




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Thai An Vu

Informatikerin & Ehrenamtliche im EJW-Weltdienst

"Zuerst habe ich gedacht, ich bin ja schon selber Migrantin und in Migrantengemeinden aktiv. Doch in Begegnungen mit Menschen aus anderen Kulturen und in anderen Ländern habe ich einen neuen Schatz entdeckt. Es macht Spaß Erfahrungen zu teilen."

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