14.03.2015 - Redaktion: Eberhard Fuhr

Landschaften statt Inseln

"Thementische" zur kirchlichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kirchlichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen kommen mit den Mitgliedern der Landessynode über die verschiedenen Arbeitsfelder ins Gespräch (Foto: Eberhard Fuhr, EJW)

Konsequenzen aus der Studie "Jugend zählt" für den Auftrag der Kirche

Im Stuttgarter Hospitalhof ist gestern die zweitägige Frühjahrstagung der Synode der Evangelischen Landeskirche in Württemberg zu Ende gegangen. Schwerpunktthema war dabei die Auswertung und Überlegung zu Konsequenzen zur Kinder- und Jugendstatistik Baden-Württemberg „Jugend zählt“.  

Welche Konsequenzen lassen sich aus der Statistik 2013 für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg ziehen? Dieses Thema beleuchten Oberkirchenrat Werner Baur, Prof. Dr. Friedrich Schweitzer, Lehrstuhlinhaber Praktische Theologie mit Schwerpunkt Religionspädagogik an der Universität Tübingen sowie Mitarbeiter aus den verschiedenen Bereichen der Arbeit mit Kindern- und Jugendlichen. Grundlage dieser Auseinandersetzung ist die im vergangenen Jahr veröffentlichte Studie „Jugend zählt“. In der Studie wurden vier Felder der kirchlichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen untersucht: die Kinder- und Jugendarbeit, die musikalische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, der Kindergottesdienst und die Konfirmandenarbeit. Die Grenzen zwischen diesen Arbeitsbereichen verschwimmen zunehmend, es kommt zu immer mehr Überschneidungen. Schweitzer regt deshalb eine stärkere Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen den Handlungsfeldern an. „Bei Kinder- und Jugendarbeit geht es immer auch um das Selbstverständnis der Kirche. Für wen ist die Kirche da? Wie stark dreht sich die Kirche um sich selbst, inwiefern ist sie ‚Kirche für andere‘?“, betont Schweitzer.

Die Entwicklung der Ganztagsschule und die damit verbundene zeitliche Gebundenheit der Kinder stellt eine große Herausforderung für die Kinder- und Jugendarbeit dar, erläuterte Schweitzer in seinem Vortrag weiter. Die schulbezogene Kinder- und Jugendarbeit gewinnt deutlich an Bedeutung und sollte als ein eigenes Handlungsfeld weiterentwickelt werden. Schweitzer sieht die Entwicklung kritisch, außerschulische Angebote für Kinder und Jugendliche zunehmend nach ihrem „Nutzwert“ zu bewerten. „Wir brauchen klarere Antworten auf die Frage, wozu evangelische Jugendarbeit gut ist und warum gerade ‚unverzweckte‘ Lebensräume für junge Menschen wichtig sind“, so Schweitzer. Es gelte nicht vom Angebot, sondern von den jungen Menschen her zu denken. Weitere Herausforderungen für die Kinder- und Jugendarbeit sieht Schweitzer in der nachhaltigen Bindung von älteren Jugendlichen, die nach der Konfirmation vielfach wegbleiben, im demographischen Wandel, im Umgang mit der zunehmenden gesellschaftlichen und religiösen Vielfalt.

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