20.03.2020 - Redaktion: Gisela Schweiker (EJW)

„Lasst uns beten und Solidarität zeigen“

So geht es unseren internationalen Partnern in der Corona-Krise

Ein Virus hält die ganze Welt in Atem und verändert das tägliche Leben. Wir im EJW-Weltdienst denken in diesen Tagen nicht nur an die Situation in Deutschland, sondern stehen auch in Kontakt mit unseren Freundinnen und Freunden in den Partnerländern.

Wir sind verbunden mit den Menschen in Äthiopien, Eritrea, Nigeria und im Sudan, in Palästina/Israel, Rumänien und in der Slowakei, die wie wir mit dieser besonderen Situation umgehen müssen.

Es ist etwas ganz Besonderes und Wertvolles, dass wir merken,
dass wir als Partner nicht nur in einer Partnerschaft miteinander unterwegs sind.
Es wird deutlich, dass wir eine Gemeinschaft sind, die zueinander steht. 

 

Hier einige Auszüge aus ihren Nachrichten an uns:

Palästina/Israel

In diesen Tagen wäre eine Delegation des EJW auf Projektreise in Palästina und Israel. Weil schon frühzeitig Einreisestopps für deutsche Reisende ausgesprochen wurden, mussten die Projektbesuche kurzfristig abgesagt bzw. verschoben werden. Unsere Partner beim East Jerusalem YMCA haben dies sehr bedauert.

Von Peter Nasir, Generalsekretär des East Jerusalem YMCA haben wir nun aktuelle Nachrichten bekommen:

Die Situation hier ist nicht gut. Wir haben die YMCA-Zentren und alle Programme und Angebote in Beit Sahour, Ramallah, Jericho und Jerusalem geschlossen. In Jerusalem ist derzeit eine Teilabsperrung in Kraft. Bethlehem ist seit dem 5. März komplett abgeriegelt. Das YMCA-Personal unserer Zentren hat sich bereit erklärt, nur 70% der Gehälter in Anspruch zu nehmen, ab April 50% des Gehalts. Wir haben kein Geld, um die Gehälter zu bezahlen. Normalerweise decken wir die Ausgaben durch die Mitgliedsbeiträge der YMCA-Fitnessstudios und den Schwimmkursen ab, aber all das ist derzeit geschlossen.

Wir bereiten einen Notfallaufruf vor, um die laufenden Kosten für unseren Betrieb und sonstige zu erwartetenden finanziellen Auswirkungen der Schließung zu decken.

Es ist schade, dass ihr uns nicht besuchen konntet. Ich habe mich darauf gefreut euch zu empfangen und gemeinsam die Projekte zu besuchen. Bleibt sicher und gesund!

 

Äthiopien

Dagmawi Selamssa Tessema, Generalsekretär des YMCA in Äthiopien schreibt:

Auch hier in Äthiopien hat COVID-19 Einfluss auf alle Menschen und ihre Aktivitäten.  Die Regierung hat einige große Treffen verboten, die Schulen sind für zwei Wochen geschlossen. Infolgedessen waren wir gezwungen, die Kindergärten zu schließen sowie einige Schulungen in den örtlichen CVJMs abzusagen. Gestern haben wir in Absprache mit der Civil society agency beschlossen, unsere Generalversammlung und die GOP-Sitzung für eine unbestimmte Zeit zu verschieben. Die direkten Unterstützungsprogramme werden jedoch weitergeführt, um die Probleme unserer Begünstigten und Mitarbeiter zu minimieren.

Da diese vielfältige Herausforderung vorübergehen wird, lasst uns beten und unsere Solidarität untereinander zeigen. Da unser Land aufgrund der Armut äußerst verwundbar ist, bitten wir Sie, weiterhin Ihre größtmögliche Unterstützung und Hilfe zu leisten, um die menschlichen Verluste sowie die finanziellen Auswirkungen auf unsere Bewegung so gering wie möglich zu halten. Danke!

Gott gebe uns Frieden, Gesundheit und die Weisheit, diese Situation zu besiegen.

 

Nigeria

Im April wären zwei Mitglieder aus dem Länderausschuss Nigeria in Nord Nigeria gewesen, um bei einer Konferenz für Jugendreferentinnen und –referenten teilzunehmen. Diese wurde abgesagt.

 Nvou Pwol Shambor Luther, Koordinatorin der YMCA Northern Zone, Nigeria, findet ermutigende Worte:

In dieser Zeit der globalen Panik über den Ausbruch des Coronavirus, allgemein bekannt als COVID-19, sind unsere Herzen ratlos. Wir sind traurig, dass ihr, unsere Geschwister in Europa, von dieser Pandemie, die schon zur Stilllegung von Systemen geführt hat, so stark betroffen seid. Als Christen sollen und wollen wir auf euch, unsere Brüder und Schwestern, achten und es ist unsere Pflicht, über euer Wohlergehen Bescheid zu wissen. Und euch auch zu ermutigen, dass Gott noch immer die Kontrolle hat und jeder, „der den Namen des Herrn anruft, gerettet wird. Denn auf dem Berg Zion und in Jerusalem wird es Befreiung geben, wie der Herr gesagt hat; sogar unter den Überlebenden, die der Herr ruft“ (Joel 2:32). Wir stehen in diesem Kampf zusammen und sind ständig im Gebet.

Weitere Informationen:


Das Evangelische Jugendwerk in Württemberg (EJW) koordiniert, fördert und gestaltet die evangelische Jugendarbeit in Württemberg. Unser Ziel ist es, junge Menschen zum Glauben an Jesus Christus einzuladen, ihren Glauben im Alltag zu stärken und sie bei ihrem Engagement für Jugendarbeit und Gesellschaft zu unterstützen. Kurz gesagt: begegnen, begleiten und befähigen. Deshalb unterstützen wir Kinder, Konfirmanden, Jugendliche, Familien und (junge) Erwachsene über unsere sinnstiftenden Arbeitsbereiche, Veranstaltungen, Bildungsangebote und Reisen. Zudem bringen wir die einzelnen Jugendwerke vor Ort sowie in den Bezirken voran. Als größter konfessioneller Jugendverband in Baden-Württemberg bieten wir jährlich circa 306.000 jungen Menschen regelmäßige und circa 462.000 einmalige Angebote. Wir arbeiten selbstständig im Auftrag der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und mit einem großen Netzwerk an Partnern. Mehr über uns erfahren Sie unter www.ejwue.de/ueber-uns/wer-wir-sind/ 

FSJ/BFD lohnt sich!

FSJ/BFD lohnt sich!

Miriam Rath ( EJW Bernhausen (16/17))

Studium Religions- und Gemeindepädagogik mit Sozialer Arbeit an der EH Ludwigsburg

"In meinem FSJ konnte ich viel über mich selbst und den Umgang mit anderen lernen, eigene Ideen verwirklichen, meine Stärken und Schwächen ganz neu entdecken und einen Einblick in die Arbeitswelt bekommen. Ich durfte viele Kontakte knüpfen, die mir einen Weitblick ermöglichen und eine wertvolle Bereicherung für meine aktuelle ehrenamtliche Jugendarbeit, aber auch für meinen späteren Beruf als Jugendreferentin sind."

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