13.07.2005 - Autor: 

LJR formuliert Bedingungen für Jugendbegleiter

Ehrenamtliche dürfen nicht verheizt werden

"Der Landesjugendring begrüßt die Idee der ehrenamtlichen Jugendbegleiter von Ministerpräsident Oettinger, wenn die Rahmenbedingungen dafür stimmen", sagte der Vorsitzende des Landesjugendrings, Berthold Frieß, gestern bei einem Fachtag in Karlsruhe. "Dann werden wir unseren Mitgliedsverbänden die Teilnahme am Programm empfehlen." Unter dem Titel "Vom Projekt zur Partnerschaft" diskutierten 140 Teilnehmer/innen Chancen, Probleme und Voraussetzungen für die Kooperation von Jugendarbeit und Schule.

"Ehrenamtliche bringen Leben in die Schule! Aber sie stehen nicht einfach bereit und warten darauf, abgerufen zu werden", sagte Berthold Frieß bei der abschließenden Podiumsdiskussion. Ehrenamtliche könnten nur für dieses Feld gewonnen werden, wenn sie eine attraktive Aufgabe bekommen, die Sinn und Spaß macht, glaubt Frieß. Sonst bestünde die Gefahr, dass Ehrenamtliche verheizt würden.

Notwendig für ehrenamtliches Engagement sind hauptberufliche Ansprechpartner/innen an der Schule. Neben dafür freigestellten Lehrer/innen sollten laut Frieß auch andere Professionen wie Sozialpädagogen an der Schule arbeiten.


Frieß forderte die Landesregierung und die kommunalen Landesverbände auf, die Kompetenzen und Zuständigkeiten für Bildung und Betreuung zwischen Land und Schulträgern zu klären: "Es darf nicht sein, dass die Akteure die meiste Energie dazu verwenden müssen über die Finanzierung zu sprechen." Er plädierte für einen Rahmenvertrag mit dem Land: "Wir brauchen eine landesweite vertragliche Basis." Schriftlich fixieren will Frieß neben der Finanzierung vor allem fachliche Standards der Jugendarbeit wie die Freiwilligkeit und die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen.

Ministerialdirektor Thomas Halder vom Kultusministerium sagte, die Landesregierung habe eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die unter anderem eine solche landesweite Rahmenvereinbarung zur Kooperation von Jugendarbeit und Schule mit den entsprechenden Inhalten vorbereite.

Vielfältige Möglichkeiten für die Kooperation von Jugendarbeit und Schule sieht der Karlsruher Bürgermeister Harald Denecken. "Wir erleben in der Schule derzeit einen Paradigmenwechsel. Die Schule öffnet sich. Das ist für die Beteiligten nicht immer einfach. Ich kann die Jugendverbände nur auffordern: Gehen sie an die Schulen – sie sind willkommen!".


Der Landesjugendring ist die Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände in Baden-Württemberg. Er vertritt die Interessen von einer Million Kindern und Jugendlichen.

 

Ich bin dabei

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Rolf Lehmann

Bürgermeister a. D. / Ministerialdirektor i. R.

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