07.04.2014 - Mareike Burkhardt/Eberhard Fuhr

„Los Lea, dran bleiben“

Die Sieger des 10. Landesfinales beim württembergischen KonfiCup 2014: Die Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Hengen/Wittlingen (Foto: Sarah Eckstein)

Konfis aus Hengen und Wittlingen gewinnen das 10. Landesfinale des württembergischen KonfiCups

Er ist DAS Fußballereignis für alle Konfirmanden und Konfirmandinnen – Der KonfiCup. In Württemberg fand die Veranstaltung bereits zum zehnten Mal statt. Und in diesem Jahr haben so viele mit gemacht wie noch nie. Auf den Kunstrasenplätzen vom Sportverein Grün Weiß Sommerrain in Stuttgart haben 33 KonfiTeams um den Einzug ins Bundesfinale am 17.Mai in Köln gespielt. Alle haben ihr Bestes gegeben, gewonnen hat aber nur eine Mannschaft.

Dribbeln, täuschen, kontern

„Los Lea dran bleiben!“, „Achtung Hintermann!“, „Abspielen“, „Zieh durch!“ tönt es vom Spielfeldrand und zwischendrin trötet immer wieder jemand mit einer Vuvuzela über das Feld. Denn die Konfiteams haben ihre Fans gleich mitgebracht. Manche sind sogar in großen Reisebussen angereist. Hinter der Absperrung stehen jetzt Mitkonfirmanden, Eltern, Pfarrer und Vikare und sie feuern ihre Mannschaft an. In den 10 Minuten Spielzeit heißt es für die Konfirmanden „Alles geben“.  Mit vollem Einsatz jagen die Jugendlichen dem Ball hinter her. Denn auch beim KonfiCup muss das Runde in das Eckige. Das ist mit seinen zwei auf fünf Metern kleiner als ein normales Fußballtor. „Das ist die gängige Größe bei Fußballspielen auf dem Kleinfeld. Und ein Kleinfeld ist so groß wie ein halbes Fußballfeld“, erklärt Heinz Mayer, der stellvertretende Vorsitzende des Württembergischen Fußballverbandes (WFV) Bezirk Stuttgart.  Auch sonst läuft hier alles ab wie bei einem richtigen Fußballspiel. „Kein Grätschen, kein Treten, kein Handspiel“, so lauten die Anweisungen von Heinz Mayer. Schiedsrichter sorgen für ein faires Spiel und über den Einzug ins Achtelfinale. Entscheidend sind Punkte, Tordifferenz und die Anzahl der geschossene Tore. Die drei Besten aus den sechs Gruppen kommen ins Achtelfinale. Ab dann wird nach dem K.O.-System gespielt: Wer verliert, fliegt. Bei einem Unentschieden steht ein Neun-Meter-Schießen an. Ein paar besondere Konfi-Cupregeln gibt es aber auch: Zum Beispiel müssen in jeder Mannschaft mindestens zwei Jugendliche eines Geschlechts immer auf dem Platz vertreten sein und mitspielen dürfen nur Konfirmanden, die im Jahr des aktuellen Landesfinales ihre Konfirmation feiern. Die Konfi-Mädels für`s Fußballspielen zu begeistern sei kein Problem gewesen, erzählt ein Pfarrer, der mit seinen Konfis angereist ist. „Heutzutage spielen doch nicht nur die Jungs, sondern auch viele Mädchen im Verein.“ Und deswegen sieht das, was die meisten Mannschaften auf dem Platz abliefern auch ziemlich professionell aus. Da wird gedribbelt, angetäuscht, gekontert und vom Torwart perfekt pariert.

„Es geht um die Gemeinschaft“

Bevor es aber losgeht, steht ein kleines WarmUp auf dem Programm. Die Teilnehmer stellen sich in einem Kreis auf und dann kommen drei große Bälle ins Spiel. Die sollen einmal die Runde machen, aber ohne den Boden zu berühren. Schon hier merken die Jugendlichen: Teamarbeit ist gefragt. Ohne den Nachbarn geht es nicht und jeder Einzelne ist wichtig. Ein kleiner Impuls mit der Zusage Gottes „Du gehörst in mein Team“ unterstreicht das Ganze nochmal.  Und das ist auch die Idee, die hinter der Veranstaltung KonfiCup steckt. „Es geht um Gemeinschaft“, erklärt Henrik Struve, der EJW-Landesreferent für Sport. „Die Konfirmanden sollen sich begegnen. Der Sport bildet da sozusagen eine Brücke.“

Die Anlage des Grün Weiß Sommerrain ist wie gemacht für den Konficup, der dort bereits zum zweiten Mal stattfindet. „Die vier Kleinspielfelder mit Kunstrasenbelag machen es möglich, dass acht Mannschaften gleichzeitig spielen können. Auch wenn es regnet sind wir mit dem Belag auf der sicheren Seite“, so Werner Schüle. „Wir sind sehr dankbar, dass wir hier sein können.“ Der Vizepräsident des Sportkreises Stuttgart ist auch im Landesarbeitskreis Kirche und Sport dabei und weiß um die Wichtigkeit dieses Events. „Es ist eine sehr gute Sache, dass die Konfirmanden im Sport zusammenkommen.“

Spaß an der Sache mit Maskottchen Sherome 2.0

Mit dabei sind auch die Konfis aus Isny. Nach zweieinhalb Stunden Busfahrt ist bei den elf Jungs und Mädels endlich wieder Bewegung ist angesagt. Dass sie schon um 6 Uhr aufgestanden sind, ist den Jugendlichen nicht anzusehen. Aufwärmen auf dem Platz ist jetzt angesagt. „Wir gewinnen“, da ist sich Naomi sicher. „Weil wir Spaß an der Sache und auch trainiert haben.“ Mannschaftskapitän Moritz sieht das genauso: „Mein Team ist hochmotiviert. Wir schaffen das schon!“ Mindestens genauso gut aufgestellt sind die „Hordemer Jesusplayers“ aus dem Kirchenbezirk Crailsheim.  Zu vierzehnt sind die Honhardter Konfirmanden mit dem Vikar Friedemann Kuttler angereist. „Meine Konfis sind fit“, da ist er sich sicher. Die fußballgegeisterten Konfirmanden haben sogar ihr Maskottchen mitgebracht. Vielleicht ist es dem rosa Plüschhund mit dem Namen Sherome 2.0 zu verdanken, dass es die Honhardter bis ins Achtelfinale schaffen. Beim 9-Meter-Schießen aber endet ihre Erfolgssträhne und die gegnerische Mannschaft zieht ins Viertelfinale ein.

Kein verlorenes Spiel in der Vorrunde machen die Heimsheimer Konfis zu den heimlichen Favoriten. Die sind für den KonfiCup extra aus ihrer Konfifreizeit angereist. Gelohnt hat es sich. Das Team schafft es auf Platz 3. „Wir hätten niemals gedacht, dass wir so weit kommen. Klar sind wir jetzt auch ein bisschen enttäuscht. Wir haben einfach nicht konsequent genug gespielt und ein bisschen geschlafen. Aber wir sind ja nicht mit der Absicht hergekommen zu gewinnen. Deswegen geht es schon“, sagt Konfirmand Marvin.

Beim Bundesfinale in Köln

Beim Endspiel heißt es dann: rot gegen blau. Die beiden Konfirmandengruppen aus Hengen / Wittlingen und Michelfeld spielen um den Einzug ins Bundesfinale, das am 17. Mai in Köln im Rahmen des DFB-Pokalfinales der Frauen stattfindet. Das Rennen machen am Schluss dann die Hengener. „So sehen Sieger aus!“ und „Hurra, wir fahren nach Köln!“ jubeln die Spieler noch ein bisschen außer Puste und lassen sich von ihren Fans gratulieren. Für die elf Jungen und Mädchen geht ein langer Tag zu Ende. Aber auch einer, der sich gelohnt hat. Wie alle Teams, die am KonfiCup mitgemacht haben, bekommen auch sie das offizielle KonfiCup-Landesfinale-T-Shirt, eine Urkunde und natürlich den Konfi-Cup-Pokal. „Wir fühlen uns super gut!“ Und einen Plan für das Bundesfinale haben sie auch schon: „Gewinnen natürlich!“ Viel Glück.

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Thai An Vu

Informatikerin & Ehrenamtliche im EJW-Weltdienst

"Zuerst habe ich gedacht, ich bin ja schon selber Migrantin und in Migrantengemeinden aktiv. Doch in Begegnungen mit Menschen aus anderen Kulturen und in anderen Ländern habe ich einen neuen Schatz entdeckt. Es macht Spaß Erfahrungen zu teilen."

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