24.11.2004 - Klaus Rieth

Mehr Qualität als Quantität gefordert

Diskussion über die "wachsende Kirche"

Stuttgart. Kontrovers diskutierten die Synodalen der Württembergischen Evangelischen Landeskirche auf ihrer Herbsttagung in Stuttgart am heutigen Mittwoch über das Thema "Wachsende Kirche".


Während Vertreterinnen und Vertreter des Gesprächskreises "Lebendige Gemeinde" die Einrichtung einer eigenen Fachstelle und die Ausrichtung eines Kongresses zum Thema für absolut notwendig hielten, sprachen sich Synodale des Gesprächskreises "Offene Kirche" mehrheitlich für eine Konzentration auf bereits bestehende Bemühungen in dieser Sache aus.


Dekan Ulrich Mack wies darauf hin, dass das Programm "Wachsende Kirche" etwas "Ermutigendes und Antidepressives" habe. Auch müsse dieses Thema bereits im Theologiestudium angesiedelt sein.

Der Synodale Volker Teich regte an, ein Gesamtkonzept missionarischer Arbeit für die Landeskirche zu erstellen.

Die Synodale Gabriele Bartsch wies dagegen darauf hin, dass "wachsende Kirche" zuerst einmal mit klarer Verkündigung zu tun habe und mit Konzentration. Bartsch prangerte an, dass viele Mitarbeitende der Kirche in der Öffentlichkeit ihre eigene Organisation kritisierten. "Kritik nur nach innen, volle Identifikation nach außen" wäre hier wünschenswerter.


Der Synodale Matthias Treiber wies darauf hin, dass jetzt nicht Quantität gefragt sei, sondern Qualität. Die Kirche sei stabil, auch die Zahl der Gottesdienstbesucher. Die Zahl der Konfirmationen habe sogar zugenommen. Deshalb wünsche er mehr Zuversicht und weniger Verwaltungsakte. Bärbel Danner bezweifelte die Notwendigkeit eines großen Instrumentariums für eine "wachsende Kirche". Man habe bereits den Prozess "Notwendiger Wandel" in Gang gesetzt; den sollte man jetzt weiterverfolgen und ausführen. Außerdem sollten die bereits bestehenden Projekte besser miteinander vernetzt werden. Barbara Hering von der Gruppe "Kirche für Morgen" wünschte sich eine bessere Auswertung von gut besuchten Gottesdiensten, um daraus zu lernen. Winfried Dalferth von der Synodalgruppe

"Evangelium und Kirche" unterstützt das Anliegen einer Projektstelle und eines Kongresses. Man müsse in der Öffentlichkeit darüber reden, damit die Medien auch einmal über anderes als nur über sinkende Kirchemitgliedszahlen berichteten.





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