06.12.2006

Ministerpräsident Günther Oettinger: Kirchen sind stabiler Faktor

Jahresempfang der evangelischen Kirchen in Baden und Württemberg im Neuen Schloss

Stuttgart. "Unsere Gesellschaft lebte nicht allein aus kühlen Analysen oder klugen Strategien, sondern aus tief verwurzelten Überzeugungen und Haltungen und einem vernünftigen Glauben", sagte Landesbischof Frank Otfried July beim Jahresempfang der beiden evangelische Landeskirchen Badens und Württembergs am Dienstag, 5. Dezember, im Stuttgarter Neuen Schloss vor rund 400 Zuhörern. Der badische Landesbischof, Ulrich Fischer, wies auf das Jubiläumsjahr des Liederdichters Paul Gerhard 2007 hin und betonte die gute und enge Zusammenarbeit zwischen Kirche und Staat in Baden-Württemberg.


Die Kirchen seien ein "stabiler Faktor" für die Kultur in Baden-Württemberg, betonte Ministerpräsident Günther Oettinger in seinem Grußwort. Oettinger sprach von "einer intakten und vertrauensvollen Partnerschaft mit den Kirchen". Die Kirchen erfüllten ihre Aufgaben "wohltuend und glaubwürdig" und "in großer Konsequenz". Kirchen wären wichtig für die Vermittlung von humanen Werten wie etwa der Achtung vor der Schöpfung, Toleranz gegenüber dem Fremden, Nächstenliebe oder Opferbereitschaft.


Als ein Beispiel für das gute Miteinander nannte der Ministerpräsident die Fortschritte bei der Haushaltsgestaltung, die den Kirchen Planungssicherheit gebe zumindest für die nächsten drei Jahre. Ebenso erwähnte er den beschlossenen Ausbau des Evangelischen Seminars in Maulbronn und die Erhaltsgarantie für die beiden evangelisch-theologischen Fakultäten im Land in Heidelberg und in Tübingen.


Landtagspräsident Peter Straub wies auf den Stellenwert der religiösen Prägung durch die christlichen Kirchen hin. Beide Landeskirchen, so Straub, sollten den ihnen zur Verfügung stehenden Raum nutzen und wahren und sich so fruchtbar in die Gesellschaft einbringen.


Der Tübinger Theologieprofessor und ehemalige Ephorus des Evangelischen Stifts, Eberhard Jüngel, betonte in seinem Festvortrag die herausragende Rolle des Gewissens im Leben eines jeden Einzelnen und in der Gesellschaft. Jüngel wies darauf hin, dass jeder Mensch vor Gott gerecht gesprochen sei. Mit allen seinen Erfolgen und Misserfolgen. Wenn es jedoch um die Werke der Menschen gehe, um das was sie tun oder lassen, dann sei das Gewissen gefragt. Und hier wiederum ganz besonders die protestantische Gewissenfreiheit, wie sie Martin Luther und Karl Barth gelehrt hätten.


Klaus Rieth


Fotos unter: www.elk-wue.de/aktuell/presse/bildmaterial/empfang-der-landekirchen/

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Thai An Vu

Informatikerin & Ehrenamtliche im EJW-Weltdienst

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