26.01.2012 - Autor: Andrea Kalmbach

Mit Herz und Elan den Umbruch gestalten

Besuch bei den Partner-YMCA Port Sudan und Khartoum im Sudan

Freudestrahlend und voller Elan zeigt uns Acai ihr Zertifikat des erfolgreich abgelegten Koch-Trainings. Diesen Kurs hat der YMCA Port Sudan für eine Frauengruppe selbst initiiert. Der erfolgreiche Abschluss gibt ihr die Chance, eine Stelle in der Gastronomie zu erhalten und zum Lebensunterhalt ihrer Familie beizutragen. Seit 14.Januar ist eine Delegation des ejw-Weltdienstes im Sudan unterwegs. Ursula Hettinger und Berti Kober als Vertreter des Unterausschusses Sudan und Andrea Kalmbach, Projektreferentin des ejw-Weltdienstes besuchen die dortigen YMCA, die seit über 30 Jahren mit dem Evangelischen Jugendwerk in Württemberg schon eine enge Partnerschaft pflegen. Die Separation des Südsudans bedingt verschiedene gravierende Umbrüche wie eine angeordnete Registrierung und eine damit verbundene Rückkehr in den Süden für alle Südsudanesen, die Verdoppelung von Preisen und Einführung neuer Banknoten. Dies betrifft ebenfalls die YMCA im Norden. Inzwischen sind viele Mitglieder der YMCA mit südsudanesischem Hintergrund zurück in den Süden des Sudans gegangen. Die politische Situation hat sich verschärft und damit auch die Umstände und die Rechtssicherheit für die Christen im Norden. Dennoch geht die Arbeit des YMCA Khartoum und des YMCA Port Sudan erfreulicherweise weiter. Francis Moula, YMCA-Sekretär von Port Sudan, betont: „Es ist wichtig, dass der Süden des Sudan nun Unterstützung erhält. Aber auch, dass die YMCA-Arbeit im Norden weiter geht, da der YMCA für viele Christen im Norden Heimat bietet und wir weiterhin die Benachteiligten unterstützen möchten. Bitte vergesst uns im Norden nicht.“

Delegation des CVJM/YMCA

von links nach rechts: Albert Kober, Andrea Kalmbach, Ursula Hettinger, Dr. Waghee (YMCA Khartoum),Dr. Roland Werner

Die Delegation des Sudan-Unterausschusses hatte die Gelegenheit in Khartoum Dr. Roland Werner, den Generalsekretär des CVJM Gesamtverbandes in Deutschland, zu treffen, um gemeinsam mit ihm und den Partnern über die weiteren Schritte im Sudan und dem Südsudan nachzudenken und die Situation vor Ort zu erfassen. Ein Gespräch mit IAS (Internationale Hilfsdienste) zeigte auf, dass der YMCA mit seinem Ansatz und Profil Menschen Hoffnung schenkt und wesentlich zur Wertevermittlung und friedlichen Verständigung beiträgt. Mr. Hillary, ein junger Projektkoordinator für Wasser und Bildungsprojekte, erzählte: „Ich bin als Jugendlicher ebenfalls immer in den YMCA gegangen, die Leiterschafts-Trainings finde ich toll, genau solche Menschen, die den Leuten Struktur geben und sie an die Hand nehmen, benötigen wir in der jetzigen Situation.“

Schule in Engaz (Sudan)

Der YMCA in Port Sudan engagiert sich im Flüchtlingslager Engaz mit einer Schule für Kinder aus den Krisengebieten Darfur und den Nuba-Mountains, die weiterhin zum Norden gehören. Das Team des ejw-Weltdienstes besuchte die Lehrer und die Kinder und gemeinsam wurde gemalt, gebastelt und musiziert. Darüber hinaus gab es die Möglichkeit, bei einem Basketballspiel der erfolgreichen Mannschaft des YMCA Port Sudan teilzunehmen, die gegen eine Mannschaft der örtlichen Moschee antrat. Ebenfalls ergab sich die Gelegenheit, die Frauengruppe des YMCA Port Sudan zu treffen und über ihre Aktivitäten zu sprechen. Im vergangenen Jahr haben sich knapp 40 Frauen für einen Kochkurs getroffen. Die Frauen erzählen begeistert von der tollen Möglichkeit, sich weiterzubilden und sich auszutauschen. Die Frauengruppe wächst stetig an und so gibt es nun weitere wichtige Kurse zum Thema Kindererziehung und Gesundheitsvorsorge. Ebenfalls möchten sich die Frauen für andere engagieren. Sie betonen, dass es viele Kinder gibt, die in großer Armut auf der Straße leben und es immer noch sehr wenig Schulen gibt. Sie bemerken, dass vor allem Mädchen benachteiligt behandelt werden und oft nicht die Möglichkeit eröffnet bekommen, zur Schule zu gehen. Gemeinsam mit den Partnern überlegen wir an neuen Projekten. Wir sind beeindruckt von dem vielseitigen Engagement und der großen Gastfreundschaft in den YMCA und bedanken uns auf diesem Wege im Namen der Partner für alle Gebete und Spenden.

Weitere Informationen:
Projekte im Sudan
Redaktion: Eberhard Fuhr (ejw)
Spendenkonto:
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BLZ 520 604 10
Konto-Nr. 400 405 485
Projekt-Nr. SUD100

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Werner Baur

Oberkirchenrat

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