22.07.2013 - Eberhard Fuhr

Mit Leidenschaft unterwegs

Anne Winter, Markus Häfele, Matthias Hiller und Rainer Oberländer verabschiedet

Am vergangenen Freitag hat das ejw gleich vier Hauptamtliche im ejw-Tagungszentrum Bernhäuser Forst verabschiedet. Zahlreiche Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter würdigten die langjährigen Landesreferenten und Landesreferentin und ließen Stationen ihrer Arbeit kreativ Revue passieren. Anne Winter erhält ab dem neuen Schuljahr einen Lehrauftrag an der Mathilde-Planck-Schule in Ludwigsburg, Markus Häfele und Rainer Oberländer wechseln in den Pfarrdienst und Matthias Hiller übernimmt Aufgaben in der Mitarbeitervertretung der Landeskirche und der arbeitsrechtlichen Kommission sowie im DIMOE (Dienst für Mission, Ökumene und Entwicklung).

Im gemeinsamen Gottesdienst zum Beginn der Veranstaltung ging Pfarrer Gottfried Heinzmann mit einigen Fragen auf die Jahreslosung aus Hebräer 13, Vers 14 ein. „Was bleibt von Seminaren und Veranstaltungen, die ihr geplant und durchgeführt habt? Von den Freizeiten und Reisen? Den Begegnungen und Gesprächen? Den Predigten und Andachten? Den Arbeitshilfen und Veröffentlichungen? Was bleibt? Wir wissen es nicht. Und wir können es nicht beurteilen.“  Im Rückblick auf vergangene Wege gelte jedoch Gottes Zusage: "Auch für die Wege, die wir in der Zukunft gehen, sagt Gott: Ich bin bei dir. Ich nehme dein Wandern durch dieses Leben auf mein Herz. Ich tue alles dafür, dass du ans Ziel kommst. Unsere Wege werden auseinanderführen. Doch in der Weggemeinschaft auf dieses Ziel hin bleiben wir verbunden. Als Menschen, die mit Gott und zu Gott unterwegs sind. Als Menschen, die sich leidenschaftlich gerne dafür einsetzen, dass junge und ältere Menschen zu Gott finden. Wir sind und bleiben unterwegs zur zukünftigen Stadt.“ In kurzen Impulsen berichteten Rainer Oberländer, Matthias Hiller, Markus Häfele und Anne Winter, wie sie die Jahreslosung und ihre Zeit im ejw zusammenbringen.

Bis an die Grenzen gegangen

Jürgen Kehrberger, Fachlicher Leiter des ejw, würdigte Rainer Oberländer in seinem  Grußwort. „In der Landesstelle warst Du ein sehr geschätzter Kollege, der Ideen entwickelt hat, der an die Grenzen gegangen ist, der auch hartnäckig sein konnte“. Im Blick auf sein hohes Engagement im Bereich der Jungenarbeit sagte Jürgen Kehrberger augenzwinkernd. „Manchmal konnte man den Eindruck gewinnen, du hast die Ordnung des ejw neu formuliert: Das Besondere des ejw ist die Jungenarbeit. Sie arbeitet selbständig im Auftrag.“

Kompetent und vielseitig

Ein Seminartag in Wuppertal mit Anne Winter vor vielen Jahren war für Jürgen Kehrberger immer noch eindrücklich. Er sei „inhaltlich kompetent, methodisch vielseitig und persönlich den Menschen zugewandt“ gewesen. So habe er sie später auch im ejw erlebt. „Mit deinem pädagogischen Geschick hast du die von Kürzungen betroffene Junge Erwachsenenarbeit sehr gut gesteuert. So steht heute die Arbeit mit jungen Erwachsenen als eines unserer Arbeitsfelder sehr gut da.“

Kreativer Kopf

Matthias Hiller war neben seiner Aufgaben im ejw-Weltdienst auch Mitglied im Redaktionskreis für die Mitarbeiterzeitschrift UnterUns. Er hat beispielsweise die Rubrik „Songandacht“ ins Leben gerufen. Gottfried Heinzmann erinnerte daran in seinem Grußwort „Bei den UnterUns-Lesern sind deine Song-Andachten immer der Renner. Die Idee für diese Rubrik im UnterUns hat alle überzeugt und in der Zwischenzeit viele Mitschreiber gefunden.  Ich möchte mich herzlich bedanken. Für deinen hohen Einsatz, deine Liebe zur Weltdienstarbeit und zum ejw, dein Handeln als Fels in der Brandung in schwierigen Situationen und deine schriftstellerische Kreativität.“

Fromm und gesellschaftskritisch

Von Markus Häfele, aufgewachsen in einer altpietistischen Tradition und in der Evangelistenschule Johanneum ausgebildet, erwarten manche nur, dass er fromm sei, sagte Gottfried Heinzmann bei der Verabschiedung. Er habe sich über die geerdete Frömmigkeit des ejw-Landesreferenten und DIMOE-Mitarbeiters sehr gefreut. Immer wieder habe er sich auch unbequemen Themen gestellt und sie so verpackt, dass Fromme und weniger Fromme, Jüngere und Ältere damit umgehen konnten, beispielsweise beim Thema „Jeans-Herstellung“. Heinzmann zitierte aus einem Artikel: „In den Näherinnen erkenne ich den wieder, von dem Jesus im Gleichnis erzählt, dass er unter die Räuber gefallen sei. Ich will nicht einfach an den Arbeiterinnen vorübergehen, weil ich das Hinschauen unbequem empfinde.“  Gottfried Heinzmann dankte ihm, dass er diese Themen ins Jugendwerk und in die Jugendarbeit eingebracht habe. „ Du hast uns durch deine Art in diese Spannung versetzt: Fromm und gesellschaftskritisch zu sein.“

Oberkirchenrat Prof. Dr. Ulrich Heckel und Oberkirchenrat Werner Baur (beide Evangelischen Landeskirche in Württemberg) dankten Markus Häfele und Matthias Hiller, "die in den vergangenen Jahren zwei Herren, dem DIMOE und dem ejw, dienten" für Schuleinsätze, Konfigruppen und Workcamps in Palästina, Rumänien und dem Sudan. Sie wünschten Ihnen Gottes Geleit und Segen in ihren neuen Arbeitsfeldern.

Eberhard Fuhr
ejw-Landesreferent für Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising

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