21.11.2006 - Autor: rr

Nächtliche Höhlenexpedition

Klausurtagung Arbeitskreis Erlebnispädagogik

Eine nicht ganz alltägliche Tour hat der Arbeitskreis Erlebnispädagogik im Rahmen seiner Klausurtagung im Haus Senfkorn in Metzingen unternommen. Kurz nach Einbruch der Dunkelheit waren die Mitglieder des Arbeitskreises aufgebrochen, um in der Gustav-Jakobs-Höhle eigene Erfahrungen zu dem Themenkreis "Erlebnispädagogik und christliche Verkündigung" zu machen.


Für einige war es der erste Ausflug in die Unterwelt und somit auch etwas mulmig zumute. Schon der Abstieg zur Höhle im Schein der Stirnlampen war spannend. Doch unter der fachkundigen Anleitung von Oliver Pum kamen alle wohlbehalten am Höhleneingang an und wurden von ihm ermutigt, sich auf das Abenteuer einzulassen.


Wer die Gustav-Jakobs-Höhle kennt, weiß um die engen Stellen, die man hier zu überwinden hat. Wohl dem, der etwas schmäler gebaut ist, was auf den Schreiber dieser Zeilen leider nicht zutrifft. Über zwei Stunden verbrachten wir in der Höhle, wagten auch Expeditionen in Seitenarme der Höhle und nahmen die Dunkelheit ganz bewusst wahr, indem wir in einer der Hallen die Lampen für eine viertel Stunde auslöschten. Nur selten erlebt man solch eine Dunkelheit. Meine Gefühle wankten zwischen Beklemmung und Geborgenheit hin und her. In einer zweiten größeren Halle hörten wir auf impulshafte Gedanken und sangen geistliche Lieder in der Dunkelheit. Gewohntes in ungewohnter Umgebung zu tun, verändert die Wahrnehmung!


Am Ende unserer Unternehmung angekommen, waren wir froh, dass wir das Abenteuer miteinander durchstanden und erlebt hatten. Es hat sich gelohnt und die positiven Eindrücke überwogen bei weitem die Anstrengungen und kleinen Schrammen, die sich der eine oder die andere zugezogen hatten.


Höhlen sind ein interessanter Raum, in dem sich viele Erfahrungen machen lassen, die in Bezug zu unserem christlichen Glauben stehen können. Es ist ein Raum der Reduktion, wo manche Empfindung viel intensiver wird.


Der Arbeitskreis Erlebnispädagogik im ejw wird womöglich das Erfahrungsfeld "Höhle" in einem nächsten Praxisbuch genauer unter die Lupe nehmen und aufbereiten. Die Planungen und Vorüberlegungen dazu standen am zweiten Klausurtag im Zentrum. Man darf gespannt sein, was sich daraus entwickelt.


Rainer Oberländer



Die Gustav-Jakobs-Höhle ist eine ca. 427 m lange, vorwiegend horizontale, Durchgangshöhle bei Grabenstetten auf der Schwäbischen Alb in Deutschland. Die Höhle wurde in den 1930er Jahren des 20. Jahrhunderts gefunden. Sie ist zwar an einigen Stellen recht eng, dennoch aber leicht zu befahren, da sie sich nur in der Horizontalen ausbreitet. Daher ist sie ein beliebtes Objekt für das Erlebnis der wilden Höhle. Die Höhle verläuft unter der Ruine Hofen.


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