02.06.2008 - Autor: rr

"Neues wagen - das Notwendige tun”

Delegiertenversammlung des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg (ejw)

Am Samstag, den 31. Mai 2008 trafen sich die Delegierten des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg in der Tagungs- und Bildungsstätte Bernhäuser Forst in Leinfelden-Echterdingen.

Gremienarbeit ist immer mit viel Theorie verbunden und doch ließen sich 133 Delegierte aus den verschiedenen Kirchenbezirken der Landeskirche Württemberg darauf ein.



Rolf UlmerLandesjugendpfarrer Rolf Ulmer begrüßte die Delegierten mit einer Andacht zur Tageslosung. Harald Alber, Vorsitzender des ejw dankte Rolf Ulmer für die konstruktive und bereichernde Zusammenarbeit und wünschte ihm für seine neue Aufgabe als Dekan in Geislingen Gottes Segen.


Harald Alber Harald Alber, Vorsitzender des ejw

In den Berichten des Vorstandes des ejw wurden die zentralen Aufgaben des nächsten Jahres für das ejw formuliert: auf der einen Seite die Glaubensvermittlung und Jugendevangelisation, auf der anderen Seite, noch einmal einen Focus auf die Arbeit für Schüler mit Migrationshintergrund zu lenken. Obwohl viele Delegierte diese Vorschläge begrüßten, wehrten sie sich gegen die Behauptung, dass zu wenig Hauptschüler in den Angeboten des ejw auftauchen. In der Sportarbeit, bei Teendance und beim Traineeprojekt werden vermehrt und in großer Zahl Hauptschüler angesprochen.


Als besondere Herausforderungen für die Zukunft benannte Harald Alber:

- Was ist darin unsere ejw-Identität?

- Wie gehen mit den äußeren Veränderungen um?

- Mittelschicht bricht langsam weg.

- Demografische Veänderungen.

- Kirche nimmt ab

- Wie erfüllen wir hier unseren missionarischen Auftrag?

- Wie können wir vernetzt und arbeitsteilig auf Orts-, Bezirks- und Landesebene zusammenarbeiten?




Gottfried HeinzmannGottfried Heinzmann, Leiter des ejw

Für den Leiter des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg, Pfarrer Gottfried Heinzmann, war ein wichtiger Schwerpunkt in seiner Ausführung die Heimatlosigkeit der Jugendlichen in unserer Kirche. Dabei sagte er konkret: "Wie finden junge Menschen eine Heimat in ihrer Kirche? Wie kann der Übergang zwischen Jugendarbeit und Gemeinde gestaltet werden? Auf diese Fragen gibt es keine einfachen Antworten und keine Patentlösung.” Darum möchte Gottfried Heinzmann die Mitarbeiter in den Jugendgottesdiensten durch Angebote des ejw Württemberg qualifizieren.

Ein wichtiges Herzensanliegen ist das Thema "Geistliche Lieder”. Das ejw will gute und wichtige Möglichkeiten bieten, dass Jugendlichen und junge Erwachsene ihrem Glauben Ausdruck verleihen können.

"Wie geben wir den Jugendlichen etwas mit, das sie auch ein ganzes Leben begleiten kann?"




Jürgen KehrbergerJürgen Kehrberger, Fachlicher Leiter des ejw, berichtete von der Lust Gottes am Menschen. Mit der Weitergabe des Glaubens nehmen wir teil an der Mission Gottes. In kreativen und vielfältigen Formen des Jugendevangelisation wird dies für junge Menschen konkret. Worttransport-Jugendwochen im November werden erfolgreich weiterentwickelt. Als besonderes Projekt soll es hier um milieu-übergreifende Glaubensvermittlung gehen. Jugendarbeit und Schule, Freizeitarbeit, Schulungsprogramme für Mitarbeitende und Fortbildungsangebote für Hauptamtliche sind Themen, die das ejw in diesem Jahr im Besonderen weiterentwickeln wird.



Marcus WitzkeMarcus Witzke, der Geschäftsführer des ejw, konnte ein gutes Geschäftsjahr verbuchen, in dem wieder Gelder in die Rücklagen geflossen sind. Sein Ziel ist es, die Einnahmen und Ausgaben des ejw transparenter darzustellen, einmal mit einer inhaltlichen und einer finanziellen Ebene.

Der Bereich Fundraising und Spenden wurde ausgebaut. Schulungen im Bereich Finanzen für Orts- und Bezirksverantwortliche und die Entwicklung von hilfreichen Rahmenordnungen gehören zum hilfreichen Angebot aus der Landesstelle. Die Planungen für den Neubau von Saal und Küche vom Bernhäuser Forst sind weiter fortgeschritten. Landesstellenintern wird an einer elektronischen Buchung und Verwaltung der Freizeit- und Bildungsmaßnahmen gearbeitet, an einem Relaunch des Internetauftritts und einer Weiterentwicklung des Newsletter-Systems.




Waltraud Schuldig Ein besonderer Dank ging an Waltraud Schuldig, die Geschäftsführerin von buch+musik. Sie wird Mitte des Jahres in den Ruhestand gehen. Sie selbst sagt dazu: "Ich habe gerne für Sie gearbeitet und werde dies vielleicht auch weiterhin ehrenamtlich tun."




Bumball In der Mittagspause hatten die Delegierten, neben Mittagessen und Gesprächen, die Möglichkeit, neue Sportarten aus der Jugendarbeit kennen lernen, wie z.B. Intercrosse, ein Spiel, das von Indianern aus Kanada entwickelt wurde oder sich beim Bumball auszutoben.




Am Mittag wurden zwei wichtige Sachen beschlossen: so soll künftig ein erweiterter Versicherungsschutz für die Autos von ehrenamtlichen Mitarbeitern geschaffen werden, die kostenlos ihr privates Auto für die Arbeit zur Verfügung stellen. Des Weiteren sollen künftig die Rechte der Jugendmitarbeiter innerhalb einer Kirchengemeinde gestärkt werden. Dazu wurde eine Rahmenordnung für örtliche Jugendwerke geschaffen.


Projekt: Menschenskinder, ihr seid stark

Menschenskinder Im nächsten Jahr soll das Projekt "Menschenkinder, ihr seid stark” gestartet werden. In diesem Projekt geht es inhaltlich um die Stärkung des Selbstbewusstseins von Kindern und Jugendlichen und um den Schutz von Jungen und Mädchen vor Vernachlässigung und Gewalt, insbesondere sexueller Gewalt.

Dazu soll jetzt gemeinsam mit Orten und Bezirken ein Verhaltenskodex für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Evangelischen Jugendarbeit entwickelt werden.

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Den Abschluss der Delegiertenversammlung bildete ein gemeinsamer Gottesdienst. In seiner Predigt zu Hebräer 13,20.21 ermutigte Pfarrer Gottfried Heinzmann die Delegierten, mit Gottes Wirken zu rechnen. Gott selbst ist es, der Frieden schafft und uns tüchtig macht. Im Segen wirken bedeutet deshalb:

- Gottes Frieden in unserem Leben.

- Gottes Kraft in unserem Tun.

- Gottes Lob in unserem Mund.


"Segnen heißt: die Hand auf etwas legen und sagen, du gehörst - trotz allem Gott!

(Dietrich Bonhoeffer)


"Egal wie viele Nöte, Schwierigkeiten und Hoffnungslosigkeit wir in der Kinder- und Jugendarbeit haben, Gott ist die Hoffnung, die wir jedem einzelnen Menschen bringen können!"

Mit diesen Worten verabschiedete Pfarrer Gottfried Heinzmann die Delegierten des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg.


Johannes Drechsler/Rainer Rudolph


Weiterführende Links:

Bildergalerie von der Delegiertenversammlung 2008

Jahresberichte 2008 als Download

 

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