26.09.2006 - Eberhard Daferner

Peace me up Solitude

Eine Initiative für eine Aktion gegen Drogen und Gewalt in Ludwigsburg

Im November 2005 trafen sich Elternvertreter, Schükerinnen und Schüler, Kripo Ludwigsburg, St. Knecht (Geschäftsführer des Restaurant Sudhaus ) und Mentoren, um die Initiative für eine Aktion gegen Drogen und Gewalt im Innenstadt-Campus, Nähe Bahnhof Ludwigsburg zu starten. Dort gehen ca. 4000 Kinder und Jugendliche in den unterschiedlichsten Schularten zur Schule. Problemanzeige war, dass der Bahnhof Ludwigsburg eine Alkohol- und Drogenszene darstellte, die den Kindern und Jugendlichen täglich vor Augen geführt wurde.


Ziel des Projekts sollte deshalb sein, den Jugendlichen diese Form des Konsums und der Gewalt als verwerflich und nicht erstrebenswert darzustellen. Sinnvolle Möglichkeiten der Freizeitgestaltung sollten ebenso entwickelt werden.

Gleichzeitig sollte das Projekt bürgerschaftliches Engagement durch Jugendliche fördern und so zu einer Vernetzung von Schule, Kommune und verschiedenen Initiativen beitragen.


Inhalt sollten neben vielen Musikelementen auch Interviews bekannter Künstlerinnen und Künstler zum Thema Drogen und Gewalt sein, um eine neue Sensibilisierung der Jugendlichen zu erreichen. Zusätzlich sollte die Theatergruppe "Tiebreake" das Thema aufgreifen und szenenhaft darstellen. Neben organisatorischen Fragen mussten musikalische, thematische und gestalterische Fragen mit der Öffentlichkeitsarbeit und der Versorgung geklärt werden.


Als Schirmherr konnte der Oberbürgermeister der Stadt Ludwigsburg Herr Spec gewonnen werden. Das Projekt erhielt den Namen "Peace me up - Solitude" !


Die Jugendlichen wurden zum Motor des Projekts. Eberhard Daferner, Gabriele Mörsch, Hermann Dengel und Beate Roth wurden als Mentoren für das Projekt angefragt. Gemeinsam wurde eine Projektskizze entwickelt und mit dem Profil der jes-Kriterien verglichen. So gelang es, das Projekt in "jes" einzugliedern. Wegen der größe des Projekts musste es in verschiedene Projekte aufgeteilt werden.

Der Beauftragte der Landesstiftung v. Quillefeldt wurde informiert und konnte sich durch Teilnahme an einer Sitzung einen Einblick in die Organisationsstruktur verschaffen. Daraufhin wurde der Projektantrag eingereicht. Leider wurden die Erwartungen der Mentoren, der Stadt Ludwigsburg und der Jugendlichen bei den bewilligten Mitteln enttäuscht.


Vermehrt musste deshalb nach Sponsoren und sonstigen Geldgebern gesucht werden. Dabei ließ sich auch die Ludwigsburger Kreiszeitung, die Bürgerstiftung, sowie die Kreissparkasse Ludwigsburg, der Verein "sicheres Ludwigsburg" und verschiedene Firmen und Privarspender einbeziehen, weil sie von der Notwendigkeit des Projekt überzeugt waren.


Das sehr heiße Wetter trug einerseits zu gutem Gelingen bei, verhinderte aber auch eine größere Beteiligung an den Nachmittagen. Angesprochen wurden dennoch ca. 2000 Jugendliche. Zahlreiche Eltern, Vertreter der Kommunalpolitik und der Presse verfolgten die Projekttage. Leider boykottierten viele Lehrer das Projekt, weil sie den Jugendlichen dieses Engagement nicht zugetraut hatten und sich selbst nicht eibringen wollten.


Das Ziel, eine stärkere Sensibilisierung und Aufmerksamkeit für die Problematik (Alkohol- Gewalt – Drogen) zu erhalten wurde durch zahlreiche Presseveröffentlichungen erreicht. Auch für die Jugendlichen wurde deutlich, dass die Auseinandersetzung mit der Thematik zu einer Veränderung des Verhaltens führen kann. Der Anstoß, der durch diese Projekte gelegt wurde, bleibt hoffentlich erhalten. Sichtbar wurde, wie Schule, Kommune und verschiedenste Organisationen (unter Einbeziehung von DRK und Feuerwehr) miteinander sinnvoll vernetzt arbeiten konnten.


Das beispielhafte bürgerschaftliche Engagemant der Jugendlichen im Projekt und als Teilnehmer bei den Veranstaltungen wurde sichtbar. Der Oberbürgermeister der Stadt überzeugt sich persönlich vom engagierten Verhalten aller Beteiligten. Gemeinsam wird mit der Kripo Ludwigsburg Prävention, den Fachbereich Bürgerschaftliches Engagement der Stadt und Jugendlichen nachgedacht, wie eine Weiterentwicklung der Thematik forciert werden kann.


Die beteiligten Jugendlichen sollen am Tag des Ehrenamts in Ludwigsburg, der am 1.12. vorgesehen ist, die Zertifikate von Oberbürgermeister Herrn Spec erhalten.

 

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