27.04.2006 - Autor: 

Pensionen begrenzen – Bildung und Beteiligung ausbauen

Landesjugendring fordert mutige Schritte für eine gute Zukunft der Kinder

Bei der gestrigen Anhörung der gesellschaftlich relevanten Gruppen zur Vorbereitung des Koalitionsvertrages von CDU und FDP rief der Vorsitzende des Landesjugendrings,

Berthold Frieß, die Koalitionäre zu mutigen Schritten auf: "Der demographische Wandel wird auch Baden-Württemberg so stark verändern, dass heute dringend gehandelt werden muss, damit Kinder und Jugendliche eine gute Zukunft haben." Konkret fordert der Landesjugendring Baden-Württemberg e.V. eine Absenkung des Wahlalters auf 14 Jahre, eine deutliche Begrenzung der Pensionsver-pflichtungen des Landes und eine Verbesserung des Bildungssystems.

Der Landesjugendring ist von den Delegationen von CDU und FDP gebeten worden, seine Sicht als Interessensvertretung von Kindern und Jugendlichen zum Thema Demographischer Wandel darzustellen. Eine Konsequenz der Veränderung der Altersstruktur ist eine Verschiebung des Einflusses bei Wahlen zugunsten der älteren Menschen. Dem kann nur eine Absenkung des Wahlalters entgegen wirken. Berthold Frieß: "Jugendliche müssen mehr beteiligt werden. Da in einer Demokratie Beteiligung in erster Linie über Wahlen organisiert wird, müssen junge Menschen früher an die Wahlurnen."

Die Enquetekommission zum Demographischen Wandel hat festgestellt, dass die Pensionsverpflichtungen des Landes in den nächsten Jahren auf astronomische Beträge steigen, wenn heute nicht gegengesteuert wird. In den nächsten fünf Jahren erwartet der Landesjugendring deshalb eine substantielle Begrenzung der zukünftigen Pensionsansprüche. Der Landesjugendring schlägt vor, Beamte in die Rentenversicherung einzugliedern und die Zahl der Beamten deutlich zu verringern, indem Lehrerinnen und Lehrer nicht mehr verbeamtet werden.

Schließlich erfordert der Demographische Wandel auch eine Verbesserung der Bildung in Baden-Württemberg. "Wir können es uns heute noch weniger leisten, junge Menschen nicht optimal auszubilden." Dazu gehört eine Verbindung aller Lernorte. Wenn schulische und außerschulische Jugendbildung gut miteinander verknüpft werden, ist das gut für die Kompetenzentwicklung der jungen Menschen. Der Jugendbegleiter kann dazu ein erster Schritt sein, wenn die außerschulischen Kräfte als Teil des Bildungssystems ernst genommen werden.

Der Vorsitzende des Landesjugendrings ist zuversichtlich, dass seine Vorschläge Gehör finden: "Ich kann mir kein Kinderland Baden-Württemberg vorstellen, das seine Kinder und Jugendlichen nicht mitentscheiden lässt, riesige Schuldenberge anhäuft und nicht das Beste für die Bildung der jungen Menschen tut."

Die Positionen des Landesjugendrings sind zusammengefasst im Bauplan Zukunft, den die Vollversammlung des LJR kurz vor den Landtagswahlen als Grundlage für die Arbeit der nächsten Jahre beschlossen hat. Er findet sich wie die ausführliche Position zum Wahlalter 14 unter www.ljrbw.de.


Der Landesjugendring ist die Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände in Baden-Württemberg. Er vertritt die Interessen von einer Million Kindern und Jugendlichen.


Verantwortlich: Berthold Frieß

 

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