02.06.2006 - rr

Pfingstgeist treibt zur Versöhnung

Landesbischof July: Geist Gottes ist größter Brückenbauer

Stuttgart. Der württembergische evangelische Landesbischof Frank Otfried July spricht in seiner diesjährigen Pfingstbotschaft vom Geist Gottes als dem "größten Brückenbauer in der Menschheitsgeschichte". Dieser Pfingstgeist Gottes treibe Christen dazu, "selbst Brückenbauer zu werden zwischen Menschen verschiedenen Geschlechts, verschiedener Kulturen, verschiedener sozialer Wirklichkeit, verschiedener Religion", so July. Dort, wo konkrete Fragen der Gesellschaft diesen Brückenbau behinderten, müssten Christen Stellung beziehen. Zwar sei die Kirche "keine zweite politische Kammer", führt der Landesbischof aus, aber sie sei "die Gemeinschaft von Menschen, die aus ihrem Bekenntnis zu Jesus Christus Versöhnung gestalten wollen".


Die Ulmer Prälatin Gabriele Wulz weist darauf hin, dass Pfingsten das "Fest der erwachsen gewordenen Kirche" sei. "Einer Kirche, die sich nicht selbst feiert, sondern weiß, dass sie des Heiligen Geistes bedarf, um recht bei ihrer Sache zu sein und das zu sagen, was ist", so Wulz. "Pfingsten ist nicht, wie man so oft sagt, die Geburtsstunde der Kirche, sondern ihr Mündigwerden. Und deshalb ist an jedem Pfingstfest aufs Neue zu sagen, was Kirche Jesu Christi heute zu sagen hat."


Der Reutlinger Prälat Claus Maier bezeichnet Pfingsten als "Fest des Empfangens und nicht des Machens. Der Heilige Geist bewirkt Solidarität mit denen, die fremder Sprache, anderen Aussehens und anderer Religion sind. Er lässt uns darauf hinweisen und daran arbeiten, dass in unserem Land viele Menschen noch nicht integriert sind. Er erinnert uns an Jugendliche ohne Aussicht auf gute Bildung und Arbeitsplatz, die sich ausgegrenzt fühlen und gewalttätig werden".


Prälat Paul Dieterich aus Heilbronn legt Wert darauf, dass "nichts und niemand den Geist besitzen, verwalten, kanalisieren, instrumentalisieren oder einsetzen kann. Keine Kirche, kein Geistbegabter, kein Guru, kein Papst und kein Bischof. Der Geist wirkt, wo er will, nicht, wo wir wollen", so Dieterich. "Der Heilige Geist", so der Heilbronner Prälat, verfolge "das Ziel, die Sprachenverwirrung der Völker zu überwinden. Jede Art von Nationalismus ist ihm ein Gräuel".


Der Stuttgarter Prälat Ulrich Mack verbindet mit dem Heiligen Geist ein "erfahrbares Wirken" Gottes. Er betont, dass das Pfingstfest dort zu einem wiederkehrenden Ereignis werden könne, "wo Menschen sich durch Gottes Geist füllen und begeistern lassen". Denn der Heilige Geist wolle "Glauben neu entzünden, Liebe neu entflammen, Hoffnung neu beleben und Christsein begeistern".


Klaus Rieth

Pressepfarrer der Ev. Landeskirche in Württemberg



Und noch ein paar Fundstücke zu Pfingsten:


Pfingsten - ein Fest der Liebe

www.glaube24.de


www.crosschannel.de


www.hopenet.ch


Die Taube symbolisiert das Pfingstwunder

www.ekd.de

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Thai An Vu

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