08.11.2006

Playing Arts Award 2006 verliehen

Gabi Erne gewinnt mit ihrem Projekt "Tübinger Tische"

29.10.2006 Zum 10. Mal wurde während des Playing Arts-Symposions im Burckhardthaus in Gelnhausen der Playing Arts-Award verliehen. Jeweils drei Projekte waren in den Kategorien "Das eigene Spiel" und "Spiel mit anderen" nominiert. Unter der Moderation von Dorothea Brockmann und Benedikt Sturzenhecker wurden in einer so genannten Peer-Jury, einem Selbtsjurierungsverfahren alle Projekte vorgestellt, ausführlich diskutiert und in Bezug zu einer im Kreis der Nominierten selbst erstellten Kriterienliste gestellt.

In der Kategorie "Spiel mit anderen" gewann Gabi Erne aus Kirchheim/T.-Ötlingen mit ihrem Vorspiel zur Ausstellung ihrer Brot-Objekte in der Tübinger Stiftskirche in der Passions- und Osterzeit 2005 des diesjährigen Playing Arts-Award.

Das Vorspiel bezog etliche Mitspielende mit den Spuren ihres täglichen Essens mit ein. Gabi Erne verteilte etwa 100 große Papierbögen, die mit einem der zahlreichen biblischen Brottexte beschriftet waren, mit der Bitte an Familien der Stiftskirchen-Gemeinde, diese einen Monat lang auf den häuslichen Esstisch als Unterlage zu belassen. Das Risiko war groß, denn es war völlig offen, was Gabi Erne letztlich zurück erhalten wird.

Über 90 Bögen kamen mit sichtbaren und riechbaren Spuren täglichen Essens zurück.


"Ich möchte, dass die Geschichte des häuslichen Brotteilens und die biblischen Brotgeschichten, die auf das Abendmahl zulaufen füreinander durchlässig sind, sich verweben. Denn hinter der Oblate leuchtet kein Bild mehr, wenn mir der Geschmack für wirkliches Brot abhanden gekommen ist. Und wenn ich das Heilige nicht am Küchentisch finde, wo dann?"


Bevor die Spurenbilder ausgestellt wurden, bearbeitete Gabi Erne diese in einem respektvollen bildnerischen Dialog weiter. In die Bilder selbst griff sie nicht ein: sie verschaffte ihnen eine Schutzfolie, schaffte Einblicköffnungen und bezeichnete sie golden mit aufgedruckten Fragmenten des jeweils entsprechenden biblischen Brottextes.


Gabi Erne war Teilnehmerin des ersten Playing Arts-Laboratoriums und beteiligt sich an mehreren Projekten im Rahmen der Stuttgarter Jugendkirche wie z.B. den liturgischen Performances in der Pfingstnacht und den Werkstatt-Tagen für Schülerinnen und Schüler mit ihren Religions-Unterrichtsklassen. Gabi Erne holt damit den Playing Arts-Award zum fünften Mal nach Michael Schradi, Eva-Maria Beller, Thomas Schäberle und Sandra Feeser nach Württemberg.


Der Publikumspreis, der in diesem Jahr ebenfalls wieder von den Teilnehmenden des Symposions vergeben wurde, deckete sich nach zehn Jahren zum ersten Mal in beiden Kategorien mit der Jury-Entscheidung. Den Preis in der Kategorie "Das eigene Spiel" erhielt Esther Borisch.


mehr Informationen und Beispiele: www.mukubi.de

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Werner Baur

Oberkirchenrat

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