03.08.2007 - Autor: rr

Politiker-Besuch auf dem Kapf (ejw)

Nicolette Kressl nimmt sich Zeit für Kinderfragen

Egenhausen/Stuttgart. Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Nicolette Kressl, MdB, die u.a. für Jugend-, Familien- und Bildungspolitik zuständig ist, hat am 2. August 2007 das Landesjungscharlager des ejw (Evangelisches Jugendwerk in Württemberg) in Egenhausen bei Nagold / Nordschwarzwald besucht.


An dem Zeltlager nehmen 132 Jungen im Alter von neun bis 13 Jahren teil, darunter vier Gäste aus Spanien und ein Junge aus Frankreich, sowie 35 Mitarbeitende teil.

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Zeit für Kinder

Nicolette Kressl nahm sich viel Zeit für die Jungscharkinder auf dem Kapf bei Egenhausen. Über vier Stunden informierte sie sich über Konzept und Angebote des Landesjugendscharlagers und beantwortet geduldig die Fragen der Kinder.

Am Beginn stand ein ausgiebiger Rundgang über das weitläufige Gelände des Sport- und Freizeitheimes auf dem Kapf auf dem Programm, bevor sie sich den Fragen der 35 Mitarbeitenden stellte und später von der gesamten Freizeitgruppe mit einem Lied begrüßt wurde.


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Freizeitleiter Henrik Struve stellt Nicolette Kressl vor
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Nicolette Kressel am Mikrofon

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Am Nachmittag stand dann ein großes Stationenspiel auf dem Programm, für das sich jede Zeltgruppe eine Aufgabe ausgedacht hatte. An einer Station konnten die Jungen Nicolette Kressl treffen und ihre Fragen stellen.


Wandern und Haustiere

Die Kinder stellten viele persönliche Fragen und erfuhren von der SPD-Politikerin, dass sie eigentlich habe Tierärztin werden wollen und bis zum heutigen Tag viele Haustiere habe, um die sich ihr Mann kümmere, wenn sie in Berlin sei. Zur Entspannung gehe sie gern im Schwarzwald wandern. Viel Zeit bleibe ihr aber nicht für Hobbys. Mit ihrer Familie habe sie deshalb nach den ersten Monaten im Bundestag ein Abkommen geschlossen, dass sie sich jede zweite Woche einen Samstag oder Sonntag für die Familie freihalte.


Politik heißt, sich für andere einzusetzen

Nicolette Kressl wurde von vielen Jungen gefragt, wie man Politikerin wird und warum sie Politikerin geworden sei. Sie machte deutlich, dass Politikerin kein Beruf ist, den man von vornherein planen kann oder anstreben soll. Auch erlernen könne man den Beruf des Politikers nicht. "Es gibt auch keine Politiker-Prüfung." Man müsse gewählt werden, zuerst in der eigenen Partei und dann von den Wählerinnen und Wählern. Im Übrigen sei es wichtig und gewollt, dass die Parlamente aus Menschen mit ganz verschiedenen Berufen bestünden. Sie selber sei zwölf Jahre lang Berufsschullehrerin gewesen, bevor sie in den Bundestag gewählt worden sei. Sie sei allerdings schon lange bevor sie Politik zu ihrem Beruf gemacht habe, politisch aktiv gewesen. So sei sie als Schülerin Klassensprecherin gewesen und habe sich später kommunalpolitisch engagiert, sich z. B. um Kinderspielplätze gekümmert. Überhaupt würden die meisten Menschen, die Politik machten, dies nicht als hauptberufliche Politikerinnen und Politiker tun, sondern ehrenamtlich, neben ihrem Beruf. Politik bedeute, sich für andere Menschen einzusetzen.


Können Politiker es allen Menschen recht machen?

"Ist es schwer, es allen Menschen recht zu machen?", wollte ein Teilnehmer wissen. Das sei nicht möglich, so die Abgeordnete. Schwer sei es aber mitunter, sich eine eigene Meinung zu bilden und dann Entscheidungen zu treffen. Da hätten einzelne Bürger und Gruppen sehr unterschiedliche Interessen und damit auch Meinungen zu einem Thema, die ja alle ihre Berechtigung hätten. Als Politikerin müsse sie aber entscheiden, welche Lösung für die Gesellschaft insgesamt die beste sei. Das sei mit das Schwerste in ihrem Beruf, aber dieses Problem hätten ja auch schon die Jungs: "Wenn ihr fünf Freunde seid und jeder will etwas anderes machen, dann müsst ihr auch entscheiden, was für die Gruppe das Beste ist."


Eltern brauchen Hilfe

Ein Junge wollte wissen, warum es in Deutschland Straßenkinder gäbe. Frau Kressl machte als Ursache vor allem aus, dass Eltern mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert seien. Diese Eltern bräuchten viel mehr Hilfe bei der Erziehung ihrer Kinder, als sie bisher bekämen, so die SPD-Politikerin.



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Endlich mal fragen, was die Kinder schon immer mal von einer Politikerin wissen wollten.



Bildung von Anfang an

Ein ehrenamtlicher Mitarbeiter wollte wissen, welches politische Ziel sie momentan verfolge. Dies sei der Ausbau der Kinderbetreuung, so die SPD-Politikerin. Im Herbst sei der Abschluss des entsprechenden Gesetzgebungsverfahrens geplant. Eltern, die einen Betreuungsplatz für ihr Kind wünschten, sollten diesen auch bekommen, so Kressl. Aber nicht nur die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist der Grund für ihr Engagement in Sachen Kinderbetreuung. Für sie ist eine bessere Kinderbetreuung auch der Schlüssel für mehr Bildungschancen für Kinder aus bildungsfernen Schichten. Dabei denkt sie auch über Gebührenfreiheit für ärmere Familien nach. Denn gerade habe eine von der Konrad-Adenauer-Stiftung in Auftrag gegebene Studie zu Tage gefördert, dass gerade die Kinder, die es besonders nötig hätten von ihren Eltern nicht in den Kindergarten geschickt würden.



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Die gute Camp-Atmosphäre und die Offenheit der Politikerin ließen Vorurteile verschwinden.


Vorurteile über den Haufen geworfen

Als sich Nicolette Kressl am frühen Abend verabschiedete, bekam sie vom Leitungsteam gleich eine Einladung für das nächste Jahr. Und eine Mitarbeiterin bemerkte zufrieden, Frau Kressl habe an dem Nachmittag eine Menge Vorurteile über Politiker über den Haufen geworfen.

Sigrid Müller, CVJM-Gesamtverband in Deutschland

www.cvjm.de


Zur Internetseite vom Landesjungscharlager des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg auf dem

Kapf: www.kapf-live.de


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Zur Internetseite vom Evangelischen Sport- und Freizeitheim Kapf (Egenhausen/Altensteig)


Karte Anfahrt www.google.de/maps

anfliegen mit Google Earth


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Das ejw ist der größte konfessionelle Jugendverband in Baden-Württemberg. Mit 308 Hauptamtlichen auf 260 Vollzeitstellen und über 41.000 Ehrenamtlichen werden in wöchentlichen Jugendgruppen über 113.000 Kinder, Jugendliche und Junge Erwachsene erreicht. Darüber hinaus nehmen jährlich 460.000 junge Menschen an Bildungsmaßnahmen, Freizeiten, Aktionen und Projekten des ejw teil.

Quelle: www.ejwue.de/statistik


Ansprechpartner ist Rainer Rudolph

Telefon: 0711/97 81-218; 215

Mobil 0176/100 49 268


Informationen zum Evangelischen Jugendwerk: www.ejwue.de




 

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