15.06.2008 - Autor: rr

Posaunenchöre sind klingende Mehrgenerationenhäuser

Beim Landesposaunentag des ejw verwandeln 7500 Bläserinnen und Bläser Ulm in eine klingende Stadt.

Rund 7.500 Bläser und etwa noch einmal so viele Besucher haben am Sonntag Nachmittag den Ulmer Münsterplatz in ein glänzend-buntes Meer verwandelt.


Die aktiven Teilnehmer des 42. Landesposaunentages ernteten von allen Seiten Lob für ihr Engagement und Können.


Diese Qualitäten stellten die Blechbläser bei vielfältigen Konzerten und Veranstaltungen und insbesondere beim Massenkonzert im Rahmen der Abschlussveranstaltung vor einem sehr zufriedenen Publikum eindrucksvoll unter Beweis.


Mehr Bilder gibt es hier:

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Bilder in der Neu-Ulmer Zeitung

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Pressebilder zum Download

Bild oben zum Download (2,1 MB) Foto: Rainer Rudolph

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"Klang und Musik beflügeln, lassen den Alltag vergessen."

Dass für die Ulmer Prälatin Wulz hier ein ganz wesentliches Grundprinzip des diesjährigen Landesposaunentages in Ulm verborgen liegt, war spätestens nach dem Eröffnungsgottesdienst im Ulmer Münster mit gut 3000 Bläserinnen und Bläsern klar! Die altersmäßig bunt gemischten Musikanten gaben unter der Leitung von Landesposaunenwart Hans-Ulrich Nonnenmann ihr Bestes, um das Motto "Ihr sollt leben!" musikalisch zu untermauern - anscheinend erfolgreich: Prälatin Wulz fasst dies mit den Worten "Der Tod hat seinen Schrecken verloren, zumindest für einen Augenblick!" zusammen.


Für Familie Eberhardt aus Lonsee ist es ein "tolles Ereignis, mit so vielen Bläsern gemeinsam zu musizieren und in der Gemeinschaft neue Lieder zu lernen und zu spielen!" Wenn es also um den Landesposaunentag geht, heißt es für die vierköpfige Familie alle zwei Jahre "Dabei sein ist alles!". Dass gerade Jung UND Alt gemeinsam ein tolles Fest und eine atemberaubende Gemeinschaft erleben können, ist für viele Gäste und Besucher immer wieder Motivation genug, sich auf den Weg nach Ulm zu machen.


Jungbläserfestival in der Donauhalle

Ein besonderes Highlight des Landesposaunentages sind die über 1500 Jungbläserinnen und Jungbläser unter 14 Jahren. Dass sie nicht nur die Hoffnung ihres Posaunenchores sind, sondern vielmehr die der ganzen Kirche, ist nicht nur für Bernhard Silaschi, Leiter des Evangelischen Posaunendienstes in Deutschland, offensichtlich. Umso erfreulicher war es, die 2500 Jungbläser mit ihren Begleitern - dirigiert und geleitet von Michael Püngel, Landesjugendreferent, ejw, beim Jungbläserfestival in der Donauhalle in voller Aktion zu erleben.


In zahlreichen Sonderveranstaltungen präsentierten Chöre ihr Können, ein Chor sogar mit dem Schiff auf der Donau. Stadtführungen zeigten die Kostbarkeiten Ulms. In Seminaren konnte musikalisches Können verfeinert werden. Für Familien und Kinder wurde im Haus der Begegnung mit Hüpfburg und Spielaktionen ein attraktives Programm geboten.


"Posaunenchöre sind klingende Mehrgenerationenhäuser"


"Der deutsche Posaunentag Ende Mai und Anfang Juli in Leipzig hat gezeigt, dass nicht nur die Fußball-Europameisterschaft ein Stadion zu füllen vermag", sagte Landesbischof Frank Otfried July in seiner Grußrede vor der imposanten Kulisse des Münsters. Dabei ging er auch auf die Rolle von Posaunenchören ein. "Ein Posaunenchor ist nicht nur ein Musikensemble, er soll auch den christlichen Glauben in unserem Land verkünden. Er ist Teil der feiernden Gemeinde Jesu Christi", sagte July.

In der Gemeinde spielen Posaunenchöre nach Ansicht des Bischofs eine wichtige Rolle.


"Wo Kirche wächst, helfen Bläserinnen und Bläser beim Gemeindeaufbau." Er appellierte an die Chöre, sich ihrerseits in ihren Gemeinden einzubringen und ihre Anliegen unmissverständlich vorzubringen.

"Posaunenchöre integrieren die Generationen. Sie sind klingende Mehrgenerationenhäuser in unserer Gesellschaft."

Nicht zuletzt, so July, integrieren Posaunenchöre auch verschiedene musikalische Stilrichtungen.


Der Landtagsabgeordnete Stefan Mappus bezeichnete den Landesposaunentag als "eine klangvolle Fanfare für das Musikland Baden-Württemberg".


Und Ulms Oberbürgermeister Ivo Gönner interpretierte das Motto des diesjährigen Landesposaunentages "Ihr sollt leben," so: "Ihr sollt leben ohne Ausgrenzung und ohne Hass und in Gemeinschaft. Das heißt Gemeinschaft von Jungen und Alten, Starken und Schwachen, Alteingesessenen und Zugezogenen."


"Ihr sollt leben"

In seinem Sendungswort erinnerte Pfarrer Gottfried Heinzmann, Leiter des ejw, an das Motto des 42. Landesposaunentages. Ob diese Botschaft auch im Alltag und in Krisenzeiten tragfähig ist?

Weil Jesus Christus gestorben und auferstanden ist, können wir diese Ahnung vom Leben in uns tragen. Wenn wir Jesus Christus glauben und ihm zutrauen, dass er das Leben ist und Leben schenkt. Dieses Zutrauen in das Leben soll mitgehen in den Alltag, in unser Wirken in der Öffentlichkeit und sich tragfähig erweisen auch in Krisenzeiten.

(vollständiger Text siehe unten)


Die rund einstündige Schlussveranstaltung endete mit einem von jubelnden Fanfaren gekrönten "Nun danket alle Gott" und einem gewaltigen "Gloria". Weil die Glocken des Münsters noch nicht läuten konnten, ertönten die Glocken aller Kirchen in der näheren Umgebung des Münsters.

Das Opfer der Abschlussveranstaltung vom Sonntag fließt in die Aufbauarbeit der Blechmusik in Eritrea und in Hilfsprojekte für Straßenkinder in Äthiopien. Der nächste Landesposaunentag findet 2010 wieder in Ulm statt.


von Edgar Hälbich/Lisa Wetzel


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So haben sie es erlebt:

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Albrecht Schuler, Landesreferent Posaunenarbeit ejw und Projektleiter Landesposaunentag, freut sich: "Es war ein schöner Tag, unser Herr im Himmel hat voll mitgemacht. Überall gab es viele fröhlich Bläser und eine gute Stimmung. Die Hallen waren voller als 2006, es ist eine großartige Veranstaltung, die nichts von ihrer Attraktivität eingebüßt hat. Die Bläser kommen gern."


Sehr zufrieden ist Georg Auweder vom CVJM Ulm. Mit 180 Mitarbeitenden hat der CVJM Ulm für die Organisation vor Ort gesorgt: "Es ist gut gelaufen bei dieser Riesenveranstaltung. Das ist mein 8. Landesposaunentag und es macht immer noch Spaß. Für die Mitarbeit hier lassen sich immer wieder Leute gewinnen und sind mit Freude dabei.


Michael Püngel, Landesreferent Posaunenarbeit ejw, verantworltich für das Jungbläserfestival, ist glücklich: Es ist ein segensreicher Tag mit vielen fröhlichen, strahlende Gesichtern. Das macht richtig Mut, gemeinsam nach vorn zu gehen. "Die wellet alle blasen!"


Beeindruckt ist Oberkirchenrat Werner Baur:

"Es ist ein bewegender Tag, der nicht nur die Menschen zusammenführt, sondern auch die Herzen berührt. Lob Gottes ist hier nicht nur Thema, sondern wird klangvoll praktiziert.

OKR Werner Baur


Premiere hatte Jürgen Kehrberger, Fachlicher Leiter des ejw. "Ich bin zum ersten Mal in Ulm und zum ersten Mal auf dem Posaunentag. Dieser Tag ist einfach Spitze. Und ich bin begeistert, dass diese Bläserinnen und Bläser Woche für Woche diesen Klang in Jugendarbeit und Gemeinde bringen."


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Sendungswort (vollständiger Text)

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Pfarrer Gottfried Heinzmann, Leiter des ejw



Wie wird es heute Abend auf dem Münsterplatz aussehen? Wenn alle wieder weg sind. Wenn Instrumente und Plakate verschwunden sind.

"Ihr sollt leben" – wird sich noch jemand an dieses Motto erinnern?


Wie wird es morgen früh bei dir aussehen? Wenn der Alltag wieder da ist. Wenn die Erwartungen in Schule, Beruf, Familie auf dir lasten.

"Ihr sollt leben" – bedeutet diese Botschaft dann noch etwas?


Wie wird es in Krisenzeiten aussehen?

Wenn dir nicht nach Lobliedern zumute ist.

Wenn die Feinde des Lebens plötzlich bei dir vor der Tür stehen. Wenn das, was bisher immer die anderen betroffen hat, bei dir eintrifft.

"Ihr sollt leben" – trägt das auch in Krisenzeiten?


"Ihr sollt leben" – diese drei Worte stammen aus einem Bibelvers, den Jesus beim Abschied seinen Jüngern gesagt hat. Vollständig zitiert lauten diese Worte: "Ich lebe – und ihr sollt auch leben!"

Das klingt ziemlich vollmundig. Um nicht zu sagen: Das klingt so, als ob hier einer den Mund zu voll nimmt. Noch extremer wird das Ganze, wenn man weiß: Jesus spricht diese Worte kurz vor seinem Tod.

ER, der dem sicheren Tod entgegengeht, behauptet: "Ich lebe" – und verspricht dann noch seinen Freunden "und ihr sollt auch leben".


Als Jesus am Kreuz stirbt, zerplatzen diese vollmundigen Worte vor den Augen der Jünger wie eine Seifenblase. Von "Ich lebe" ist nichts zu sehen. Vielmehr gilt: "Ich sterbe – und ihr sollt auch sterben!"

Drei Tage später – am Ostermorgen – wendet sich das Blatt. Da steht der Gekreuzigte vor seinen Jüngern und muss nichts mehr sagen. Das Leben in Person steht vor ihnen. Die Jünger sehen, spüren und glauben: Er lebt! Und sie ahnen, was es heißen könnte: "Ihr sollt auch leben!"


Diese Ostererfahrung ist untrennbar mit dem Glauben an Jesus Christus verbunden. Für die Jünger damals und für uns heute. Auch uns begegnet der auferstandene Jesus Christus in seinen Worten. Wir hören, spüren, glauben: In Jesus Christus begegnet mir das Leben. Und wie die Jünger ahnen wir, was es heißen könnte: Wer an Jesus glaubt, der wird leben.


In Jesus begegnet mir das Leben. Er verspricht: Wer an mich glaubt, der wird leben!


Dieses Zutrauen in das Leben wünsche ich uns im Alltag:

Dass wir an Jesus dranbleiben, weil wir wissen: Er ist das Leben.

Dass wir uns an diesen Jesus Christus wenden,

weil wir wissen: Er gibt Mut zum Leben.


Dieses Zutrauen in das Leben wünsche ich uns in der Öffentlichkeit:

Dass wir mit dem, wie wir leben, einen Unterschied machen.

Dass durch das, was wir tun, andere Menschen neugierig auf das Leben werden.


Dieses Zutrauen in das Leben wünsche ich uns in Krisenzeiten

Dass wir von der festen Zuversicht getragen werden: "Jesus lebt, mit ihm auch ich! Dies ist meine Zuversicht!"


Mit diesem Zutrauen in das Leben wollen wir weitergehen. Weil Jesus Christus uns verspricht: "Ich lebe –und du sollst auch leben."


Bevor wir den Landesposaunentag mit "Nun danket alle Gott" und "Gloria sei dir gesungen" beschließen, wollen wir uns unter Gottes Segen stellen:


"Der Herr segne euch und behüte euch.

Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über euch

und sei euch gnädig.

Der Herr erhebe sein Angesicht auf euch und gebe euch Frieden."



Mehr Bilder gibt es hier:

www.ejwue.de/bildergalerie


Der Posaunentag in der Ulmer Presse:

www.swp.de/Neu/Aktuell/Nachrichten


www.szon.de/lokales/ulm


www.suedwest-aktiv.de/region


Typisch Tuba

www.suedwest-aktiv.de (17. Juni)

Artikel als pdf-Datei



Landesposaunentag auf www.youtube.de

 

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