05.06.2007

Protest nicht kriminalisieren

Landesjugendring unterstützt protestierende Mitgliedsorganisationen

"Wir unterstützen alle jungen Menschen, insbesondere die Mitgliedsorganisationen des Landesjugendrings Baden-Württemberg, die sich an den friedlichen Protesten gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm beteiligen", sagt der Vorsitzende des Landesjugendrings, Berthold Frieß.


"Wir sind traurig und bestürzt über die Ausschreitungen am Samstag und lehnen jede Form von Gewalt ab. Darüber darf aber nicht in den Hintergrund treten, wie viele Menschen sich bei den Veranstaltungen rund um den Gipfel für eine Globalisierung einsetzten, die sozial und ökologisch gerecht ist. Weltweit ist das vor allem für die Zukunftschancen von jungen Menschen sehr wichtig", erklärt Frieß.


"Die Aktionen der Gipfel-Gegner dürfen jetzt nicht von den Sicherheitspolitikern pauschal kriminalisiert werden.", warnt Berthold Frieß.


Die Geschäftsführerin des Landesjugendrings, Eva Lang, nahm am Samstag an der Demonstration in Rostock teil; sie berichtet: "Dort demonstrierte ein breites gesellschaftliches Bündnis friedlich für eine andere Welt – dabei waren Menschen aller Altersgruppen. Der Anteil derer, denen es um Gewalt geht, ist verschwindend klein im Verhältnis zu den vielen friedlichen Demonstrantinnen und Demonstranten. Den größten Teil des Tages habe ich als gemeinsame, bunte, friedliche Aktion für eine bessere Welt erlebt."


Etliche junge Menschen aus den Mitgliedsverbänden im Landesjugendring fahren nach Rostock und Heiligendamm, unter anderem vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), der Jugend des Deutschen Gewerkschaftsbundes und der BUND-Jugend.


Gestern Abend startete eine Gruppe von 100 Jugendlichen des BDKJ Richtung Ostsee. "Wir wollen jetzt erst recht ein Zeichen für unsere inhaltlichen Anliegen und gegen Gewalt setzen", sagt Isabel Hoever, Landesreferentin des BDKJ und stellvertretende Vorsitzende des LJR.


Der BDKJ engagiert sich besonders in den Themenbereichen Ernährungssouveränität, Bildung und Bekämpfung von AIDS.


"Unsere Teilnehmenden wollen weder Krawall noch Party in Rostock machen, sie entwickeln Ideen und setzen Zeichen für eine gerechte Zukunft weltweit. Diese Anliegen wollen wir trotz Einzelner, die Gewalt suchen, den Politikerinnen und Politikern des Gipfels deutlich machen", erklärt Isabel Hoever.


Der Landesjugendring ist die Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände in Baden-Württemberg. Er vertritt die Interessen von einer Million Kindern und Jugendlichen.


Verantwortlich: Berthold Frieß


 

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Christoph Zehendner

Journalist & Theologe

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