16.08.2011 - rr

Trauer um Reinhold Klein

Langjähriger Verwaltungsreferent für Personal und Innenorganisation im ejw überraschend gestorben.

Reinhold Klein ist am Sonntag Abend ganz überraschend verstorben. Der plötzliche Tod unseres Kollegen erschüttert uns sehr und wir sind tief betroffen. Unsere Gedanken und Gebete gelten jetzt besonders seinen Kindern und seiner Familie.

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Nachruf
Am Montagmorgen kam er nicht. Er, der sonst verlässlich und pünktlich um 7.15 Uhr an seinem Arbeitsplatz im Evangelischen Jugendwerk in der Haeberlinstraße in Stuttgart-Vaihingen war, konnte nicht mehr kommen. Das haben wir dann erfahren. Eine schockierende und erschreckende Nachricht.
Ich will versuchen, ein wenig von dem zum Ausdruck zu bringen, was das für uns im Jugendwerk bedeutet und was uns im Blick auf den plötzlichen Tod von Reinhold Klein bewegt.
Reinhold Klein lebte mit den Tageslosungen. Sie waren für ihn Kraft und Inspiration. Deshalb möchte ich mich auf die Losung des Todestags von Reinhold Klein beziehen.
Alles, was dir vor die Hände kommt, es zu tun mit deiner Kraft, das tu. Prediger 9,10

Wenn Reinhold Klein vor einer Sitzung oder Besprechung eine kurze Andacht gestaltete oder bei der Verabschiedung von Mitarbeitern oder anderen Anlässen ein Grußwort hielt, bildete meistens die Tageslosung die Grundlage. Er verband bei seinen Impulsen seine Arbeit im ejw häufig mit seiner Landwirtschaft. Für ihn waren die zahlreichen Beispiele der Bibel vom Säen und Ernten konkrete Lebenserfahrung. Das, was ihm vor die Hände kam, packte er an.

Seit Juli 1989 war im ejw tatkräftig unterwegs. Als Verwaltungsreferent verantwortete er das Personalwesen des Evangelischen Jugendwerkes mit über hundert Personalfällen pro Jahr. Dazu gehörten zahlreiche Einstellungsgespräche, Personalentwicklungsgespräche mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Planung des Personals insbesondere im Hinblick auf die Veränderungen im Freiwilligen Sozialen Jahr und im Bundesfreiwilligendienst als Ersatz für den Zivildienst waren in den letzten Monaten einer der großen Arbeitsschwerpunkte.

Die Zivildienstleistenden und die Auszubildenden lagen ihm besonders am Herzen. Dabei hatte er den Einzelnen im Blick. Er gab Menschen eine Chance, ihre Ausbildung zu machen, denen andere keine gegeben hätten. Er ermöglichte Mitarbeitern mit Handicap im ejw zu arbeiten und hielt den Kontakt zu ihnen. Auf seine Initiative hin haben wir vor einigen Jahren die Anzahl der Ausbildungsplätze von zwei auf drei Stellen erhöht. Über hundert ZDL hat er in den letzten 20 Jahren eingestellt, begleitet und nach ihrer Dienstzeit mit Würdigung und Wertschätzung für ihre Arbeit verabschiedet. Für die Weiterentwicklung des Zivildienstes hatte er sich seit 2005 bis zu diesem Sommer als gewählter Vertreter im Beirat Zivildienst eingesetzt.

Er war verantwortlich für die Innenorganisation der Landesstelle, mit der Materialstelle, dem Versand, dem Adressmanagement, der Büroorganisation und der Hauswirtschaft. Die Beschaffung von Möbeln, Fahrzeugen und technischer Ausstattung fiel in sein Ressort. Ein vielfältiger Aufgabenbereich mit einem breit gefächerten Einsatzgebiet, das ihn jeden Tag neu und vielfältig forderte. Darüber hinaus verwaltete er alle Mietimmobilien des ejw-Fördervereines in Stuttgart und Stetten, handelte Verträge aus und führte zahlreiche Sanierungen an den Häusern durch. Durch seine Aktivitäten haben wir heute drei gut sanierte Mehrfamilienhäuser für unsere aktuellen und ehemaligen Mitarbeitenden.
Wenn er Aufgaben oder Missstände sah, dann packte er sie an. Klare und für alle verbindliche Regelungen zu treffen, war ihm ein Anliegen. Gleichbehandlung aller Mitarbeitenden war im wichtig.

Er war ein Mensch mit Ecken und Kanten, aber klar und eindeutig in dem, was er tat. Mit seinem Tod verlieren wir einen sehr geschätzten Kollegen und ich meinen Stellvertreter. Er wird eine Lücke hinterlassen, als Mensch, als Kollege, als Teil des Werkes.
In seiner Arbeit im Jugendwerk hat er sich dafür eingesetzt, dass die Ziele des ejw umgesetzt werden können. Das erste Ziel lautet: „Wir begegnen jungen Menschen in ihren Lebenswelten und laden sie zu einem eigenen Glauben an Jesus Christus ein."
Der Glaube an Jesus Christus motiviert uns in unserer Arbeit und trägt uns in selbst - gerade in Krisenzeiten. Denn der Glaube an den auferstandenen Herrn gibt Hoffnung. Hoffnung, die über das, was wir vor uns sehen, hinausreicht.
Gemeinsam mit Ihnen, liebe Angehörige, sind wir schockiert, traurig und erschrocken über die Macht des Todes. Doch gerade in dieser Situation halten wir uns fest an der Zusage, die Jesus Christus auch Reinhold Klein gegeben hat: „Ich lebe und ihr sollt auch leben!"

Marcus Witzke
Geschäftsführer des ejw

 

 

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Adelheid Huonker-Wagner

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