14.07.2011 - Autor: rr

Unabhängigkeit öffnet Türen für den YMCA in Afrika

Der Sudan und der Südsudan nach der Teilung. Bitte beten Sie für eine friedliche Neugründung des „New Sudan“, für unsere vielen Freunde aus den Partnerschaften.

Foto: Fritz Leng (Copyright: ejw-Weltdienst)

Am 9. Juli 2011 hat der Südsudan seine Unabhängigkeit erklärt. Der christlich geprägte Südsudan wurde mit seiner Loslösung vom vorwiegend muslimischen Norden zum 54. Staat Afrikas. Die Unabhängigkeit und zugleich Loslösung vom Norden des Sudans war Anfang Januar in einem Referendum beschlossen worden. Die Abstimmung war Teil eines Friedensabkommens aus dem Jahr 2005. Damals endete im Sudan ein über Jahrzehnte dauernder Bürgerkrieg zwischen dem Norden und dem Süden. Rund zwei Millionen Menschen kamen ums Leben und etwa vier Millionen Menschen mussten fliehen.

Der Südsudan ist der jüngste Staat der Erde, mit rund sechs Millionen Einwohnern. Juba wurde die Hauptstadt des Südsudans und Khartoum bleibt die Hauptstadt des Nordens im Sudan. Jedoch ist vieles noch nicht geregelt, derzeit siedeln hunderttausende südsudanesische Flüchtlinge aus dem Norden zurück in den Süden. Die Infrastruktur steckt noch in den Kinderschuhen, ebenso der Aufbau eines Gesundheits- und Bildungssystems, sowie die ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln und Wasser. Der genaue Grenzverlauf und die Verteilung der Öleinkünfte sind weiterhin ungeklärt.

Viele Hilfsorganisationen sind vor Ort, unter anderem auch IAS (International Aid Service), Partner des ejw-Weltdienstes im Sudan. IAS unterstützt ebenfalls die Aufbauhilfe im Südsudan, vorwiegend mit dem Bau von Brunnen und Schulen.

Der neu entstehende Staat benötigt Hilfe und Unterstützung. Carlos Sanvee, der Generalsekretär der Africa Alliance of YMCAs sieht für die YMCA-Bewegung im Südsudan viele Möglichkeiten: „Wir werden in der Nähe der Hauptstadt Yambio einen Nationalverband für den Südsudan aufbauen. Die Unabhängigkeit öffnet Türen und schenkt viele Möglichkeiten die Arbeit auszuweiten und den YMCA in dieser Region zu entwickeln.“

Wie geht es mit der Arbeit des ejw-Weltdienstes im Nordsudan weiter?
Wir möchten die Partnerschaft mit den YMCAs, in Port Sudan als auch in der Hauptstadt des Nordens, in Khartoum, ebenso wie die Schul- und Wasserprojekte in den Nubabergen weiter pflegen und unterstützen. Die Arbeit hängt aber zukünftig auch von den politischen Vorgaben der nordsudanesischen Regierung ab. Der Norden ist arabisch-islamisch geprägt und die Christen befinden sich in der Minderheit.

Bitte beten Sie für eine friedliche Neugründung des „New Sudan“, für unsere vielen Freunde aus den Partnerschaften und die derzeitigen Konflikte in Abyei, den Nuba-Bergen und in Darfur.

Andrea Kalmbach und Fritz Leng (ejw-Weltdienst)

Weitere Informationen:
Africa Alliance der YMCA
Projekte ejw-Weltdienst im Sudan

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Projekt-Nr. SUD100 (Sudan)

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Christoph Zehendner

Journalist & Theologe

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