09.12.2019 - Redaktion: Eberhard Fuhr (Pressesprecher des EJW)

Vom Zuschneider zum Kirchenmusikdirektor

Foto: privat

Zum 100. Geburtstag von Wilhelm Mergenthaler

Helmut Mergenthaler, Diakon in Ruhe, erinnert sich an seinen Vater

Am 13. November 1919 wurde Wilhelm Mergenthaler auf dem elterlichen Bauernhof in der Möglinger Hindenburgstraße geboren. Er war das dritte Kind. Manche ältere Möglinger werden noch seine Schwester Maria und seine Brüder Karl und Samuel kennen. Als Wilhelm drei Jahre alt war starb seine Mutter und sein Vater heiratete noch einmal. Durch seine Stiefmutter Luise und seinen Vater Karl erlebte Wilhelm ebenso wie seine Geschwister eine gute, christliche Erziehung und Prägung. Das führte dazu, dass er schon mit 11 Jahren in den CVJM Möglingen eintrat und rasch Jungscharleiter, Jungenschaftsleiter und Posaunenbläser wurde. Nach der Volksschule in Möglingen machte Wilhelm Mergenthaler eine Ausbildung zum Zuschneider bei der Schuhfabrik Kleinheinz. Später wurde er Soldat in Russland.

Vom Russland nach Kassel und wieder zurück nach Württemberg

Zurück aus dem Krieg machte er eine Ausbildung zum CVJM-Sekretär an der CVJM-Sekretärschule in Kassel. Durch den Kontakt mit dem damaligen Landesposaunenwart Hermann Mühleisen, der ihn schon früh als seinen Nachfolger im Blick hatte, machte Wilhelm noch eine Zusatzausbildung an der Kirchenmusikschule in Esslingen. Doch zuerst, 1949, wurde er Bundesposaunenwart im CVJM-Westbund. Dort war er bis 1967 vorwiegend im Rheinland tätig. Das führte dazu, dass fünf der sechs Mergenthaler-Kinder in Essen/Ruhr bzw. Velbert/Rheinland zur Welt kamen. 1967 zog die Familie nach Ludwigsburg, denn der Vater wurde 1968 Landesposaunenwart im Evangelischen Jugendwerk in Württemberg, als Nachfolger von Hermann Mühleisen. Dort wurde er auf dem Ulmer Münsterplatz beim Landesposaunentag 1968 in sein neues Amt eingesetzt. Von nun an war er für 20.000 Posaunenbläser und 750 Posaunenchöre in Württemberg zuständig. Später wurde er aufgrund seiner Verdienste um die Posaunenarbeit vom württembergischen Landesbischof zum Kirchenmusikdirektor ernannt vom Bundespräsidenten mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Am 1. November 2005 verstarb er in Ludwigsburg. Heute leben in Möglingen aus der Verwandtschaft der Neffe Gerhard mit Familie und Enkel Matthias mit Familie.

Gedenkstunde in der Möglinger Kirche

Die Kinder, Enkel und Verwandten haben anlässlich des 100. Geburtstagstages in der Pankratiuskirche in Möglingen eine Gedenkstunde an Wilhelm Mergenthaler gestaltet. Dabei waren auch einige Kompositionen und Lieder von ihm zu hören sein. Warum in der Pankratiuskirche in Möglingen? Weil sein Leben in Möglingen begann. Weil Wilhelm Mergenthaler hier in Elternhaus, CVJM und Kirchengemeinde für sein Leben in so guter Weise christlich geprägt und erzogen  wurde und weil er dort in der Pankratiuskirche am 30. November 1919 getauft und am 2. April 1933 konfirmiert wurde.

Vom Zuschneider zum Landesposaunenwart und Kirchenmusikdirektor. Gott führt wundervolle Wege. „Gott loben, das ist unser Amt“ – das biblische Motto aller Posaunenchöre wurde für Wilhelm Mergenthaler zum Lebensmotto.

Autor:
Diakon i.R. Helmut Mergenthaler, Walheim/Neckar
für den Gemeindebrief der Evang. Kirchengemeinde Möglingen


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