02.02.2009

Waschen und duschen ist Luxus

Werner Bitzer besucht bei seiner Radtour durch Afrika das Flüchtlingslager Gabarona im Sudan


Am 10. Januar ist Werner Bitzer aus Walddorfhäslach zusammen mit 52 Tour-d`Afrique-Fahrern in Ägypten zu seiner CVJM-Weltdienst Tour 2009 gestartet. In 120 Tagen möchte er 11.900 Kilometer von Kairo nach Kapstadt radeln. Mit dieser Tour quer durch Afrika sammelt er auch Spenden für zwei Hilfsprojekte des CVJM-Weltdienstes im ejw:
Schule im Flüchtlingslager Gabarona (Sudan)
Metallwerkstatt in Addis Abeba (Äthiopien)

Am vergangenen Freitag ist die Gruppe nach 1.973 Kilometern in der sudanesischen Hauptstadt Khartoum eingetroffen. Per E-Mail und SMS schickt er immer wieder Bilder und kurze Berichte für seinen Internetblog.

Besuch im Flüchtlingslager Gabarona

Am Montag und Dienstag der 3. Woche ging es bei unerträglichen Tagestemperaturen von 38 bis 40 Grad durch die nubische Wüste. Täglich wurden trotz Gegenwind und holprigen Schotterpisten 147 Kilometer zurückgelegt. Am Donnerstag Abend der letzten Woche (30.01.) trifft die Gruppe in Khartoum ein. Dort möchte Werner Bitzer am folgenden Ruhetag zusammen mit Dr. Waghee, dem Vorsitzenden des dortigen YMCA, das Lager für Flüchtlinge aus der Krisenregion Darfur besichtigen. In seinem Blog schreibt er „Abfahrt: 9.00 Uhr in das Lager Gabarona. Insgesamt großes Interesse in der Gruppe, ca. 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind mitgefahren. Der Bus war ganz voll. Nach rund 45 Minuten Fahrt kommen wir ins Lager Gabarona, in dem wahrscheinlich 100.000 Menschen leben. Dort besuchen wir die Schule des YMCA Khartoum, eines der beiden Spendenprojekte, die mit meiner CVJM-Weltdienst Tour 2009 unterstützt werden. Ca. 100 Kinder sind versammelt. Für uns alle ist es sehr, sehr eindrücklich. Besonders die Teilnehmerinnen sind von den Kindern sehr angerührt. Zum Teil sind wir alle den Tränen sehr nahe. Unter welchen Umständen Menschen leben müssen, ist schon erschreckend. Kein Wasser, jeder Liter muss gekauft werden, aber die Menschen in diesem Lager haben kaum Geld. Waschen oder gar duschen ist purer Luxus. Malaria hier sehr gefährlich. Dr. Waghee hat für jedes Kind ein Moskitonetz besorgt. Diese teilen wir aus. Jeder von uns macht mit. Dies ist wirklich sehr, sehr eindrücklich: Der Staub und Schmutz erschreckend, Kinder singen Lieder, einfach ergreifend.

Die Arbeit des YMCA Khartoum, der vom CVJM-Weltdienst im ejw unterstützt wird, ist mehr als notwendig. Es kommen immer noch neue Menschen ins Camp. Keiner weiß, wie viele es wirklich sind. Deutlich sichtbar ist der Unterschied, wenn jemand schon länger da ist. Neue sind sofort daran zu erkennen, dass ganz wenig vorhanden ist: ein paar Stäbe, Tücher und Planen, mehr gehört nicht zum "Wohnraum". Leider konnten wir uns nicht auf Englisch verständigen. Wir versuchten Hoffnung für eine bessere Zukunft zu wecken. Hoffentlich ist uns dies gelungen. Um 17.30 Uhr sind wir wieder zurück. Heute hatte ich gar keine Zeit zum Erholen, zur Fahrradpflege und all den anderen Dingen, die an einem "Ruhetag" zu erledigen sind. Morgen geht es weiter durch den Sudan in Richtung Äthiopien. Dort warten auf uns sehr hohe Berge. Mal sehen, wie ich das alles durchstehe ..."
Die nächsten Tage werden für Werner Bitzer wieder hart. Jeden Tag stehen mindestens 145 Kilometer auf dem Plan, in drei oder vier Tagen wird die Grenze zu Äthiopien erreicht, dann kommen die bis zu 2.350 Meter hohen Berge mit teilweise 2.500 Meter Anstieg. In Äthiopien wird er die neue Metallwerkstatt des YMCA Ethiopia, das zweite Hilfsprojekt seiner Tour, besuchen. Am 9. Mai endet die Tour im südafrikanischen Kapstadt.

Weitere Informationen:
www.cvjm-weltdienst.de

Internet-Blog mit Newsletter:
www.afrika-erfahren.de

Spendenkonto:
EKK Kassel
BLZ 520 604 10
Konto-Nr. 400 405 485
Projekt-Nr.: 100 (CVJM-Weltdienst-Tour 2009)

Webcode 2009ejw0202

 

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