22.07.2015 - Autor: Redaktion: Eberhard Fuhr

Willkommenskultur erhalten - Wohnraum für Flüchtlinge bereitstellen

Foto: Gottfried Stoppel (EMH)

Bitte der evangelischen Landesbischöfe in Baden-Württemberg an die Kirchengemeinden

Die beiden evangelischen Landesbischöfe in Baden-Württemberg, Dr. h. c. Frank Otfried July (Württemberg) und Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh (Baden), haben angesichts der jüngsten Brandanschläge auf Unterkünfte für Asylbewerber dazu aufgerufen, das positive Klima bei der Aufnahme von Flüchtlingen zu stärken. In Briefen an alle Kirchengemeinden und diakonischen Einrichtungen baten sie zugleich darum, Wohnraum für Flüchtlinge bereitzustellen.
 
„Der Einsatz von Diakonie und Kirche für eine Willkommenskultur setzt angesichts der zunehmenden Zahl von Übergriffen auf Flüchtlingsunterkünfte ein deutliches Zeichen: Der biblische Maßstab für die mensch¬liche Qualität einer Gesellschaft ist, wie sie sozial Schwache und Fremde in ihrer Mitte aufnimmt. Deshalb bitten wir Sie sehr herzlich, alles Ihnen Mögliche zu tun, um in Ihrem Umfeld für einen guten Umgang mit Flüchtlingen zu werben und jeder Form von Fremdenfeindlichkeit zu wehren. Da sich diese gegen Menschen richtet, ist sie immer auch ein Anschlag auf uns selbst“, heißt es in den Schreiben. Die beiden Bischöfe würdigten zugleich das bestehende ehrenamtliche Engagement vieler Menschen in Kirche und Diakonie, das von der Sprachhilfe über die Unterstützung bei Behördengängen und die Kinderbetreuung bis zu regelmäßigen Teeabenden, Frauencafés und gemeinsamen Fußballspielen reiche.
 
Angesichts der angespannten Wohnungssituation baten die beiden Bischöfe die Kirchengemeinden und diakonischen Einrichtungen darum, zu prüfen, ob geeignete Grundstücke, Immobilien oder Freiflächen für einen begrenzten Zeitraum von etwa fünf Jahren zur Verfügung gestellt werden könnten. Bedarf bestehe auch an Wohnungen und Häusern für Flüchtlinge, die die Erstaufnahmeeinrichtungen verlassen könnten. Positive Beispiel wie die Vermietung von leerstehenden Pfarrhäusern, Gemeindehäusern oder das Ange¬bot von privaten Mietwohnungen durch Gemeindeglieder zeigten, wie Flüchtlingen in ihrer existenziellen Not geholfen werden könne, heißt es in den beiden Briefen.

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