12.03.2009

Wir sind tief betroffen!

Wir denken besonders an die Kinder und ihre Familien aus Winnenden und Umgebung, die von diesem Geschehen betroffen sind und an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im CVJM Winnenden und im Evangelischen Jugendwerk Bezirk Waiblingen.

Gemeinsam mit ihnen stehen wir betroffen, ratlos und erschreckt vor Gott.
Wir bringen unsere Klagen über dieses schreckliche Geschehen und unsere Fragen, warum das geschehen konnte, im Gebet vor ihn.

Für die Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen in der Jugendarbeit bitten wir um Kraft, um das Schreckliche mit den Betroffenen auszuhalten, Aufmerksamkeit, um zuhören zu können, und Sensibilität, um das Richtige zu sagen.


Die schrecklichen Nachrichten aus Winnenden erreichten uns beim Forum der Jugendreferentinnen und Jugendreferenten. Kolleginnen und Kollegen aus den Jugendwerken in der Umgebung haben sich zur Unterstützung der Jugendarbeit vor Ort bereit erklärt.

Aus der Landesstelle des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg sind Petra Müller und Dieter Braun vom CVJM Landesverband vor Ort beim CVJM Winnenden, um direkt mitzuhelfen.


Pfarrer Gottfried Heinzmann, Leiter des ejw


Ein Gebet                (Quelle: www.elk-wue.de)   


Lieber Gott,

 

geschockt, voller Angst, Trauer und Ratlosigkeit stehen wir vor Dir angesichts der schrecklichen und unfassbaren Ereignisse in der Winnender Schule.
Sie gehen über unseren Verstand und unseren Glauben.

Wir kommen zu Dir mit unseren Fragen:
Wie konnte so etwas nur passieren?
Wo war Deine helfende und schützende Hand?
Wo warst Du Gott - und wo bist du jetzt?
Wir suchen nach Trost, nach Gründen für Zuversicht.
Wir rufen: Gott - hast Du uns verlassen?

Wir beklagen sechzehn Menschenleben.
Wir klagen Dir den Tod von Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrern und „Unbeteiligten". Wir trauern mit den Eltern und Angehörigen.
Da ist kein Trost.
Wir klagen Dir unsere Unsicherheit und Angst.
Es hätte auch uns treffen können.
Wir rufen zu Dir: Höre unsere Fragen, höre unsere Klagen!

Wir bitten Dich:
Sei mit den Eltern, Geschwistern und Angehörigen!
Wer kann trösten, wenn nicht Du, großer Gott!
Lass sie nicht allein!
Schenke den Verantwortlichen Worte und Weisheit, Zuversicht, Kraft und Phantasie.

Wir bitten Dich: Hilf uns in unserer Angst und Unsicherheit. Tröste uns in unserer Trauer und Mittrauer.

Lass uns nicht allein!
Amen!

Gebete helfen weiter

Wenn jemand ein hilfreiches Gebet hat, das er für andere zur Verfügung stellen kann, bitte im ejw-blog über die Kommentarfunktion eingeben.

 

Ökumenischer Gottesdienst und Staatsakt am 21. März

Am kommenden Samstag, den 21. März, um 11:00 Uhr, findet in Winnenden ein ökumenischer Gottesdienst und anschließender Staatsakt statt. Dazu wurde die katholische St. Karl Borromäus Kirche ausgesucht, weil sie bis zu 900 Sitzplätze bietet. Allerdings muss nach den Erfahrungen von Erfurt mit mehreren tausend Besuchern im Freien oder in anderen Kirchen gerechnet werden. Daher werden Gottesdienst und Staatsakt auf Großbildwänden vor Ort und live im Fernsehen (SWR-BW oder ARD) übertragen.
Teilnehmen werden Bundespräsident Horst Köhler, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Ministerpräsident Günther Oettinger, Bischof Dr. Gebhard Fürst und Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July.

Glockenläuten am Samstag, 21. März um 10:45

Landesbischof July bittet alle Kirchengemeinden der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, am kommenden Samstag, den 21. März, um 10:45 Uhr, die Kirchenglocken zu läuten. Geläutet wird auch in den anderen Kirchen unseres Landes. Mit dem Glockengeläut soll auf den ökumenischen Gottesdienst in Winnenden hingewiesen werden, der ab 11:00 Uhr live in der ARD übertragen wird.

 

Online-Kondolenzbuch des Landes Baden-Württemberg

Für Beileidsbekundungen und zum Ausdruck des Mitgefühls wurde auf dem Landesportal Baden-Württemberg ein Online-Kondolenzbuch eingerichtet.
Senden Sie Ihre Beiträge an folgende E-Mail-Adresse:
kondolenz@baden-wuerttemberg.de
Die Beiträge werden gesammelt und an die Schule bzw. die betroffenen Städte weitergeleitet. Eine Auswahl davon wird auf dem Landesportal veröffentlicht.
online-kondolenzbuch

 

Weiterführende Links und Informationen

Evangelische Landeskirche in Württemberg       www.elk-wue.de
Referat Schule und Bildung

Evangelischer Landesbischof ruft dazu auf,
nicht zur Tagesordnung überzugehen

 Stuttgart. "Wir alle stehen noch unter dem Schock dessen, was gestern in Winnenden passiert ist", sagt der evangelische württembergische Landesbischof Frank Otfried July in seiner neuesten Videobotschaft.

"Für viele war es so, dass das, was sie oft nur im Fernsehen gesehen hatten, nun plötzlich mitten in ihrer Wirklichkeit geschehen ist. Ein junger Mann mitten aus der Stadt, mitten aus der Schülerschaft", so der Bischof weiter. "Wir haben uns gestern Abend in der Kirche versammelt, um der Sprachlosigkeit Raum zu geben, dem Klagen, dem Fragen", sagt July.

"Ich als Bischof will Fürbitte halten für die Menschen, die ein Kind, einen Angehörigen verloren haben, für die, die nun schwer verletzt sind." July wünscht sich, dass dieses Geschehen nicht einfach ad Acta gelegt und nach einigen Tagen wieder zur Tagesordnung übergegangen werde: "Wir müssen die Fragen, die dieser Amoklauf hervorgerufen hat, miteinander bedenken und neu überlegen."
Christian Tsalos
Videobotschaft im Kirchenfernsehen: www.kirchenfensehen.de 

Gedenkgottesdienst vom Donnerstag 12. März
mit Bischof Gebhard Fürst und Prälat Hans-Dieter Wille im Internet abrufbar


Stuttgart/Winnenden. Am Tag nach der schrecklichen Tat in Winnenden haben sich über tausend Menschen in der evangelischen Schlosskirche in Winnenden zu einem Gedenkgottesdienst zusammengefunden.
Diesen ökumenischen Gottesdienst mit dem katholischen Bischof Gebhard Fürst und dem evangelischen Regionalbischof Hans-Dieter Wille durfte das evangelische Kirchenfernsehen mit Zustimmung der örtlichen Kirchengemeinde aufzeichnen und nun im Internet abrufbar machen.

Die Aufzeichnung soll die Möglichkeit bieten, dass auch Menschen, die nicht an einer Trauerfeier in Winnenden teilnehmen konnten, Anteil an der Trauer nehmen können und einen Ort für die eigene Sprachlosigkeit, Betroffenheit und Fragen finden.

„Wohin mit unserer Not, Angst und Machtlosigkeit?", fragte Gebhard Fürst in seiner Ansprache. „Wir wissen nicht, was wir sagen sollen. Wir wissen nicht, was wir beten sollen." Der evangelische Dekan Eberhard Gröner brachte in seiner Predigt ebenfalls die Fassungslosigkeit zum Ausdruck, dass es wie in einem schlechten Film sei, wenn solche Geschehnisse nicht mehr weit weg seien, sondern man plötzlich mitten drin stehe. Man könne jetzt nur klagen und Beistand leisten. Jedoch betonte er: „Die Solidarität der Worte muss begleitet werden von der Solidarität der Taten - gerade im Alltag muss es weitergehen".

Der Gottesdienst ist im Internet unter der Adresse www.kirchenfernsehen.de
oder über die Internetseite der evangelischen Landeskirche Württemberg www.landeskirche.de  abrufbar.

 

 

Webcode 2009ejw0312

 

Das Evangelische Jugendwerk in Württemberg (EJW) koordiniert, fördert und gestaltet die evangelische Jugendarbeit in Württemberg. Unser Ziel ist es, junge Menschen zum Glauben an Jesus Christus einzuladen, ihren Glauben im Alltag zu stärken und sie bei ihrem Engagement für Jugendarbeit und Gesellschaft zu unterstützen. Kurz gesagt: begegnen, begleiten und befähigen. Deshalb unterstützen wir Kinder, Konfirmanden, Jugendliche, Familien und (junge) Erwachsene über unsere sinnstiftenden Arbeitsbereiche, Veranstaltungen, Bildungsangebote und Reisen. Zudem bringen wir die einzelnen Jugendwerke vor Ort sowie in den Bezirken voran. Als größter konfessioneller Jugendverband in Baden-Württemberg bieten wir jährlich circa 306.000 jungen Menschen regelmäßige und circa 462.000 einmalige Angebote. Wir arbeiten selbstständig im Auftrag der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und mit einem großen Netzwerk an Partnern. Mehr über uns erfahren Sie unter www.ejwue.de/ueber-uns/wer-wir-sind/ 

Ich bin dabei!

Ich bin dabei!

Ingo Rust

Finanzbürgermeister Stadt Esslingen

"Evangelische Jugendarbeit gehört zu den besten Schulen für Führungskräfte in Wirtschaft und Gesellschaft. Das durfte ich selbst erleben und unterstütze deshalb auch heute noch die Arbeit des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg."

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