17.11.2009 - Autor: br

Worttransport Jugendwochen

Es ist mucksmäuschen still im Raum. Die Jugendlichen hängen Daniel, der an diesem Abend die evangelistische Ansprache hält, gespannt an den Lippen.


Gerade will er ansetzen, um sie zu einem eignen Leben mit Jesus einzuladen... da klopft es laut. Alle Blicke gehen zur Tür. Sie öffnet sich, ein Jugendlicher kommt herein, marschiert quer durch den Raum an Daniel vorbei und setzt sich auf einen freien Platz in der ersten Reihe. Ich sitze als Mentor für den Prediger in einer Ecke und denke ärgerlich:
„Du Schnarchbär - du hättest auch früher kommen können. Jetzt ist die evangelistische Ansprache vorbei, du hast nichts davon mitbekommen und darüber hinaus alle an der entscheidenden Stelle aus der Konzentration gerissen - super!"
Ich ärgere mich. Fürchte, dass Daniel den Faden verloren hat. Aber der begrüßt den „Zu-spät-kommer" freundlich, zieht eine verbale Kurve und macht genau dort weiter, wo er unterbrochen worden war. Ich bin beeindruckt. Er macht das wirklich klasse. Und ich beschließe, ihm das auf der Heimfahrt zurück zu melden.

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Worttransport 2009
Das waren vier jugendevangelistische Abende, die Mitte November zeitgleich an 13 Orten in Württemberg stattfanden. Die Landesstelle des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg und der Arbeitskreis Jugendevangelisation haben dabei einzelne Jugendwerke, CVJM und Evangelische Kirchengemeinden in der Planung und Durchführung dieser parallel laufenden Jugendevangelisationen unterstützt.

 

Was ist die Idee hinter Worttransport?
Junge Studierende von missionarischen Ausbildungsstätten übernehmen die Verkündigung in einem Ort (begleitet von einem praxiserfahrenen Mentor). Damit fördern wir die Durchführung von mehrtägigen evangelistischen Veranstaltungen in Württemberg, schulen zukünftige Hauptamtliche und investieren in die Zukunft der evangelistisch- missionarischen Jugendarbeit.

Wie funktioniert Worttransport?
Während der Worttransport Wochen ziehen die 20 Studierenden zusammen mit ihren 10 Mentoren auf den Bernhäuser Forst. Alle Mentoren und alle Mentees sind während der Woche aus Schulungsgründen dort untergebracht. Sie reisen also täglich zu den Abenden in den Orten an und fahren nachts wieder an den Bernhäuser Forst zurück. Tobias Becker und ich bereiten die interessierten Durchführungsorte rechtzeitig vor und beginnen schon Monate vor den Jugendwochen damit, die Bibelschüler der unterschiedlichen missionarischen Ausbildungsstätten zu schulen.

 

Das alles ist an dem Abend, an dem ein zu spät kommender Jugendlicher Daniel aus seiner Ansprache reißt, längst ein verinnerlichtes System. Jetzt, wo die Abende stattfinden, geht es uns vor allem darum, das Beste für die Jugendlichen herauszuholen. Wir wollen ihnen Jesus so vor Augen malen, dass diejenigen - für die es dran ist - den Mut fassen, einen eigenen ersten Schritt im Glauben zu gehen.
Auf der Fahrt zurück zum Bernhäuser Forst führen Daniel und ich an jenem Abend ein langes Gespräch. Nicht zuletzt deswegen, weil ausgerechnet der Jugendliche, der zu spät kam und die Ansprache gar nicht mitbekommen hatte, an diesem Abend zu Daniel gegangen war und ihn gefragt hatte: „Sag mal, kannst du mit mir beten? Ich habe gestern gehört, was du über Jesus gesagt hast. Ich würde gerne Christ werden. Tut mir leid, dass ich so spät gekommen bin - es ist... weil ich heute Geburtstag habe - früher ging nicht. Also, was denkst du... könntest du mit mir beten?" Sie haben gebetet. Und Daniel hat das am Ende dieses Abends auch noch mit anderen Jugendlichen getan.

Am Ende der Worttransport-Woche schreibt Daniel in seinen Rückmelde-Bogen:
„Es war beschämend und unglaublich heilsam zu erleben, dass Gott mehr tut, als ich ihm zutraue. Dass er in ein Chaos kommt und Menschen dort mitten drin zum Glauben an ihn finden - unfassbar!"
Wie recht er hat.

Dieter Braun

Webcode 2009ejw1117

 

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Thai An Vu

Informatikerin & Ehrenamtliche im EJW-Weltdienst

"Zuerst habe ich gedacht, ich bin ja schon selber Migrantin und in Migrantengemeinden aktiv. Doch in Begegnungen mit Menschen aus anderen Kulturen und in anderen Ländern habe ich einen neuen Schatz entdeckt. Es macht Spaß Erfahrungen zu teilen."

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