09.03.2021 - Eberhard Fuhr / Gisela Schweiker (beide EJW)

In 75 Jahren Mut und Innovationskraft bewiesen

Foto: Eberhard Fuhr (EJW)

Jugendwerk feiert großen Jubiläumsgottesdienst per Livestream

Über 2000 Zuschauerinnen und Zuschauer haben am Sonntag, den 7. März 2021, von zuhause aus am großen Jubiläumsgottesdienst des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg (EJW) teilgenommen, der als Livestream aus dem Tagungszentrum Bernhäuser Forst (Leinfelden-Echterdingen) über YouTube verbreitet wurde. Das EJW feierte damit ein dreifaches Jubiläum: 100 Jahre Evangelische Sportarbeit, 75 Jahre Neuordnung der Evangelischen Jugendarbeit und 50 Jahre EJW, die Fusion von Evangelischem Jungmännerwerk und Evangelischem Mädchenwerk. Landesbischof Frank Otfried July betonte in seinem Grußwort, dass das EJW sich immer wieder erneuert und aktuell durch seine digitalen Angebote Maßstäbe gesetzt und Türen geöffnet habe. Hansjörg Kopp, Generalsekretär des CVJM Deutschland, gratulierte dem EJW zu 75 Jahren Mut und Innovationskraft. Der größte konfessionelle Jugendverband in Baden-Württemberg sei ein wichtiger Mitgestalter der Zivilgesellschaft. Kopp wies darauf hin, dass das EJW als Mitgliedsverband im deutschen CVJM zu der weltweit größten Jugendorganisation gehöre und damit Teil des internationalen YMCA-Netzwerks sei. Andreas Lämmle, Vorsitzender des EJW, erinnerte in seiner Grußbotschaft vom Herrenberger Schönbuchturm an die Grundlage der weltweiten CVJM-Arbeit, die auch für das EJW gelte: „Das EJW ist beauftragt, zumindest bis an alle Grenzen Württembergs, die ganze junge Generation mit der Botschaft des Evangeliums zu erreichen und in ihre Lebenswelten zu gehen.“ Auch die weltweiten Partner des EJW nahmen an dem Jubiläumsgottesdienst teil und sandten Grußbotschaften per Video.

Dankbar für die Geschichte, die Gott geschrieben hat

Der Festgottesdienst wurde moderiert von Pfarrer Cornelius Kuttler, Leiter des EJW, und der 19-jährigen Anna Mader, ehemalige FSJlerin in der Schülerinnen- und Schülerarbeit des EJW. „Wir feiern nicht nur EJW-Jubiläum, wir feiern Gottesdienst. Weil wir dankbar sind für die Geschichte, die Gott hier in der evangelischen Jugendarbeit in Württemberg geschrieben hat. Unzählige Menschen sind seit 50-75-100 Jahren Teil dieser Geschichte. Dafür sind wir dankbar“, sagte Kuttler in seiner Begrüßung.
Musikalisch gestaltet wurde der Corona-konforme Gottesdienst von einer Band, einem kleinen Vokalensemble und einem Bläserteam. In drei kurzen Predigt-Impulsen veranschaulichten Landesbischof July, Landesschülerpfarrerin Sabine Schmalzhaft und Dieter Braun, Fachlicher Leiter des EJW das Motto des Jubiläumsjahres „#gemeinsam #einzigartig #bewegt“.

Persönliche Segensspuren

Ehemalige und aktive Mitarbeitende berichteten im Gespräch mit Anna Mader von ihren Erfahrungen in der evangelischen Jugendarbeit. Für Lutz Leonhardt, Vorsitzender im Fachausschuss „Arbeit mit Kindern“ sind die „Segensspuren“ besonders in Beziehungen und Begegnung zwischen Mitarbeitenden und Teilnehmenden zu entdecken. „Unsere Kinder brauchen leistungsfreie Räume und damit Räume für Segensspuren – das wollen wir ihnen bieten“. Begegnungen und Gespräche mit ihren Vorbildern im Glauben, nennt Irmgard Böhler als prägend in der langen Zeit, die sie in verschiedenen Bereichen im EJW und schon zuvor im Evangelischen Mädchenwerk aktiv war. „Schon früh habe ich von diesen Verantwortung übertragen bekommen. Dadurch bin ich in die verantwortliche Mitarbeit hineingewachsen. Für Simone Meng, 1. Vorsitzende des Bezirksjugendwerks Sulz/Neckar sind es nach den positiven eigenen Erfahrungen die Segensspuren bei den Ehrenamtlichen, die sie nun selbst begleiten darf: „Zu sehen, wie sie sich persönlich entwickeln und selbst Verantwortung übernehmen, wie sie im Glauben wachsen und reifen und wenn jeder seine Gaben dort einbringt, wo sie gebraucht werden.“ Jürgen Kehrberger, Vorsitzender des EJW-Fördervereins, erzählte von seinem Weg in den hauptamtlichen Dienst als Jugendreferent. Auch bei ihm waren es Mitarbeiter, die ihn gezielt angesprochen und ihm Verantwortung übertragen haben.

Eigens für das EJW-Jubiläum wurde der neue Videoclip „Ein Zeichen der Hoffnung“ entwickelt und im Festgottesdienst erstmals gezeigt. Anhand des Kugelkreuzes, das als Symbol und Zeichen der evangelischen Jugend in den 1930er Jahren entstanden war, wird darin der Kern und die Hoffnung der dessen aufgezeigt, was Jugendarbeit auch heute leitet: Gott begegnet uns im gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus. Junge Menschen werden ermutigt, Jesus zu vertrauen und aufrecht und verantwortungsvoll ihr Leben, unsere Kirche, unsere Gesellschaft und unsere Welt zu gestalten.

Überall im Land wurde das Jubiläumsfest in Familien und kleinen Gruppen mitgefeiert. Im Vorfeld hatten die über 500 angemeldeten Haushalte ein Paket mit Informationen und Materialien zum Fest sowie einen Geburtstagskuchen erhalten. Auch Sabine Foth, Präsidentin der württembergischen Landessynode war unter den Feiernden: „Ich habe den Gottesdienst in einer fröhlichen, lebendigen Gemeinschaft mitgefeiert. Auch in der Ferne war Nähe spürbar und hat Segensspuren hinterlassen“.

Rückmeldungen nach dem Gottesdienst

Nach der Veranstaltung wurde aus vielen Rückmeldung deutlich, wie stark die Prägung durch und die Verbindung zum EJW bei vielen Menschen immer noch ist. So schreibt Erhard Alber aus Filderstadt: „Viele Erinnerungen wurden vor allem bei den Gesprächen wieder wach und waren sehr positiv. Man kann nur sagen, dass ich mich im EJW immer noch zuhause fühle. Macht weiter so, die Jugendlichen sind dankbar über jede Lebenshilfe.“

Berthold Frieß, Direktor des Landtags von Baden-Württemberg, zeigte sich sehr beeindruckt vom ersten, „sehr sympathischen“ Begrüßungswort durch eine junge Ehrenamtliche, die wunderbare Musik im Zusammenwirken unterschiedlicher Bereiche und eine sehr gelungene Schnittführung der Übertragung. „Der Online-Festgottesdienst hat mir wieder einmal gezeigt, dass das EJW am Puls der Zeit arbeitet und zugleich auf stabilen Wurzeln gründet. Ob Bischof oder Leiter des ejw: die Botschaft hat gepasst. Sie gibt dem ejw seinen Auftrag für weitere 50, 75 und 100 Jahre.“

Bea Fähnle aus Mundelsheim hat trotz fehlender persönlicher Begegnung, die sonst solche Feste ausmachen, von Beginn an eine große Verbundenheit gespürt. „Wir haben im kleinen Kreis gefeiert und gemeinsam die kurzweilige und bunte Vielfalt des Programms aus Worten und Tönen genossen, den Tiefgang in den Impulsen, Grußworten und Lebenseinblicken und auch die Zeit für den persönlichen Austausch auf der Couch und auch den Mix aus alter und neuer Musik mit Bläsern, Sängern und Band. Die „Fantas“ neben Johann Sebastian Bach - bei vielen unvorstellbar, hier möglich.“

Markus Häfele, Pfarrer in Mundingen und früher Landesreferent im EJW-Weltdienst hatte während und nach dem Gottesdienst Kontakt mit Teilnehmenden eines Workcamps und war besonders berührt auch von den Grüßen von den Freunden aus den Partnerländern. „Wir hatten teils Tränen der Dankbarkeit in den Augen, weil unsere Herzen geflutet waren mit Wärme durch die wertvollen Begegnungen und Beziehungen.“

Den Livestream gibt es unter:

Weitere Informationen:

Hintergrund-Information zu den Jubiläen:

50 Jahre: #ejwgemeinsam
5. und 6. Juni 1971:
Fusion des Evangelischen Jungmännerwerks (5. Juni 1971)
und Evangelisches Mädchenwerk (6. Juni 1971)
Oktober 1971:
Die Ordnung des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg tritt in Kraft.

75 Jahre: #ejweinzigartig
17.10.1946
Neuordnung der Evangelischen Jugendarbeit in Württemberg und Aufhebung der Landesjugendstelle. Die gesamte Jugendarbeit wird an das Evangelische Jungmännerwerk und das Evangelische Mädchenwerk übertragen: „Beide Werke tun ihren Dienst in Weiterführung des überkommenen Erbes selbständig im Auftrag der Landeskirche.“ (aus dem Amtsblatt der Evangelischen Landeskirche in Württemberg vom 12. Dezember 1946)

100 Jahre: #ejwbewegt
1921
Die Wurzeln des Eichenkreuz-Sports liegen in der Arbeit der „Jünglingsvereine“, die ab 1816 Leibesübungen in ihren Gruppen anboten. Sport wird als wichtiger Bestandteil christlichen Lebensstils betrachtet. Eine enge Verbindung gibt es später mit dem Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM) – eine Verbindung, die bis heute besteht. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wachsen die Gruppen und einzelnen Bünde im CVJM, 1921 schließen sich alle Turn- und Sportbünde zusammen, ab 1925 unter der Bezeichnung „Eichenkreuz-Verband für Leibesübungen der Evangelischen Jungmännerbünde Deutschlands“.

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