20.04.2020 - Eberhard Fuhr (Pressesprecher des EJW)

Corona-Zeiten mit Osterfeier in Südafrika

Foto: Raphael Weber (Archiv EJW-Weltdienst)

Workcamp-Teilnehmer nach sechs Wochen wieder zurück in Deutschland

Im Auftrag des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg (EJW) reisten 14 junge Leute zwischen 19 und 38 Jahren überwiegend aus Baden-Württemberg am 6. März nach Südafrika. Im Rahmen eines Workcamps des EJW-Weltdienst bauten sie in der Nähe von Robertson einen Spielplatz für Kinder. Nach vierzehn Tagen wollten sie im touristischen Teil der Reise weiter auf die sogenannte „Garden Route“. Doch daraus wurde nichts. Beim Lockdown in Südafrika am 18. März wurde in Folge der Corona-Pandemie eine komplette Ausgangssperre verhängt sowie alle Landesgrenzen und Flughäfen geschlossen. Ihren unfreiwilligen Aufenthalt in einer Lodge in der Nähe von Robertson nutzten die drei Frauen und elf Männer um auf dem Gelände mitzuhelfen und unter anderem ein sechs Meter hohes Holzkreuz zu bauen. Zusammen mit ihren südafrikanischen Gastgebern und sechs Volontären feierten sie auf der Lodge ein ganz besonderes Osterfest, sogar mit selbstgemachten Maultaschen. Zwischenzeitlich versuchten die Mitarbeiter vor Ort und Verantwortlichen des EJW über das Rückholprogramm der Bundesregierung den Rückflug zu organisieren, doch dieser verzögerte sich immer wieder. Am vergangenen Freitag ist die Gruppe nach sechs Wochen wieder in Deutschland angekommen. Die nächsten zwei Wochen werden die Rückkehrer in häuslicher Quarantäne verbringen.

"Die Gemeinschaft war etwas Besonderes"

Für Raphael Weber aus Weinstadt, der das Camp zusammen mit Daniel Seibold (Remshalden) und Denzel Thys (in Südafrika geboren, jetzt Gotha) geleitet hat, waren die letzten sechs Wochen eine herausfordernde Zeit. „Schwierig war für uns vor allem die Ungewissheit, wann wir nach Hause können. Wir waren aber froh, dass wir auf einem großen Gelände gut untergebracht waren und dort sinnvoll mithelfen konnten“, berichtet der 27-Jährige nach seiner Rückkehr. „Die Gemeinschaft in der Gruppe mit Kochen, Spielen, Gesprächen und dem gemeinsamen Bauen war für uns etwas Besonderes“. Cornelius Kuttler, der Leiter des EJW, freut sich sehr, dass die Gruppe wohlbehalten wieder in Deutschland angekommen ist. „Ich möchte der Workcamp-Leitung danken, die in Südafrika in vorbildlicher Weise für die Gruppe gesorgt hat. Vor allem bin ich Gott dankbar, dass er diese jungen Menschen beschützt hat. Zugleich beten wir für die Menschen in Südafrika, aber auch für die anderen Partnerländer des EJW.“

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