03.07.2019 - Redaktion: Eberhard Fuhr (Pressesprecher des EJW)

Ein unvergessliches Abenteuer

Die German Games EU-Special für Jungen und Mädchen

Die German Games sind eine ganz besondere Freizeit der evangelischen Jugendarbeit. Entwickelt wurde diese Aktion im Evangelischen Jugendwerk in Württemberg (EJW) vom Fachausschuss Jungenarbeit. Teilnehmen können Gruppen mit Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren, die von mindestens einem volljährigen Mitarbeiter oder Mitarbeiterin begleitet werden. Bei den German Games EU Special ging es vom 11. bis 16. Juni 2019 nach Baden, in das Saarland, die Schweiz, nach Frankreich und Luxemburg. Pro Stadt wurden jeweils 10 Aufgaben gestellt. Diese Aufgaben waren entweder nur vor Ort lösbar oder enthielten einen Teil, der erst vor Ort recherchiert werden musste, bevor die Aufgabenstellung komplett war. Begegnung ist ein elementarer Bestandteil der GERMAN-GAMES. So wurden die Aufgaben so angelegt, dass Begegnung mit Menschen vor Ort stattfand.

In diesem Jahr waren wieder einige Jungengrupen unterwegs. Zum ersten Mal konnten aber auch Mädchengruppen an dieser Jugendfreizeit teilnehmen. Motiviert und begeistert haben sich dann bei den Mädchen 24 Teilnehmerinnen und ihre Mitarbeiterinnen von Karlsruhe aus auf dieses besondere Freizeitabenteuer eingelassen. Sechs Tage waren sie auf eigene Faust mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Spielgebiet unterwegs. 20 Städte könnten sie im Spielgebiet erspielen. In jeder Stadt galt es diverse Aufgaben rund um Kultur, Geschichte und Menschlichkeit zu lösen. Sehr viel Spaß, Kreativität und Kontakte zu den Menschen vor Ort waren wieder Teil der Spielaktionen. Nicht nur während den Zugfahrten gab es ausreichend Gelegenheiten, um über das Leben und den Glauben miteinander ins Gespräch zu kommen. Kurze Andachten sowie Möglichkeiten für einen gemeinsamen Tagesbeginn gaben dazu Impulse.

Einige persönliche Eindrücke der Teilnehmerinnen:

Eine Gruppe aus Flacht: „Leben am Limit":

Wir haben gelernt …
... offen auf fremde Leute zuzugehen.
... uns ohne Handy zu orientieren.
... mit offenen Augen durch die Straßen zu gehen und auf kleine Dinge, wie Wappen oder Jakobsmuscheln, zu achten.
... uns selbstständig zu organisieren und abends z.B. zusammen unsere Route zu planen.
... hatten die Möglichkeit, viele Städte in kurze Zeit zu sehen und einen ersten Eindruck, wie in einem Filmetrailer, zu bekommen.

Wir sind dankbar für...
... Bewahrung.
... Menschen, die uns die Türen öffneten.
... (un)gefragte Hilfe von Fremden.
... für alle, die die German Games organisiert haben.
... unsere Gemeinschaft.
... die Spenden.
... die guten und pünktlichen Zugverbindungen.
... das leckere Essen.

Wir kamen an unsere Grenzen (bei)...
... dem/ unserem Zeitdruck möglichst viel zu machen.
... dem wenigen Schlaf.
... in Frankreich, vor allem in Metz.

Insgesamt war es eine schöne, erlebnis- und erfahrungsreiche Zeit, in der wir an unsere Grenzen gekommen sind, aber auch gelernt haben, diese zu überschreiten und zu erweitern.

Die Gruppe „Limettenfalter“ aus Kirchberg:

Die German Games fanden dieses Jahr das erste Mal auch für Mädchen und nicht nur für Jungs statt. Wir sind durch Freunde, Brüder oder Cousins darauf aufmerksam geworden. Vor dem Aufbruch war uns nicht ganz klar, was uns erwarten wird. Wir wussten nur, dass wir jede Menge Spaß, Abenteuer und wenig Schlaf bekommen werden. Und genau das war auch der Fall.
Am ersten Tag waren wir noch etwas desorientiert und unorganisiert, doch so langsam haben wir das mit dem Planen auch hinbekommen. Nun sind wir von Stadt zu Stadt gereist, und um möglichst viel zu sehen, blieben wir nicht allzu lange in einer Stadt. Am meisten beeindruckt haben uns die tausend verschiedene Eindrücke, die wir aus jeder Stadt mitnehmen konnten. Auch spannend zu beobachten waren die Reaktionen der Menschen auf unsere Reise. Wenn wir sie für Aufgaben ansprachen, schauten manche skeptisch, andere meinten, sie hätten es eilig, aber die meisten halfen uns, die Aufgaben zu meistern und den Weg zu finden. Schwierigkeiten hatten wir, abgesehen von der anfänglichen mangelnden Organisation und ein paar kleineren Meinungsverschiedenheiten und Interessenkonflikten innerhalb der Gruppe, keine.

Wie bereits erwähnt haben wir so einiges erlebt, wovon wir bestimmt in Zukunft auch noch erzählen werden. Besonders eindrucksvoll war die Begegnung mit einem äußerst aufgeschlossenen Mönch. In Worms, als wir uns gerade auf die Suche nach einem Grab auf dem übrigens ältesten jüdischen Friedhof Europas machen wollten, kam eine Gruppe Mönche auf uns zu. Im ersten Moment waren wir verunsichert, wie wir reagieren sollten, doch ein Mönch kam auf uns zu und fragte uns, ob er uns denn helfen könne. Durch sein Tipp fanden wir fanden wir nicht nur das Grab sehr schnell, sondern auch die beste Eisdiele der Stadt, wofür allerdings am Ende die Zeit fehlte. Dennoch waren wir begeistert, wie offen der Mönch auf uns reagierte und sich Zeit für uns nahm.

Alles in allem war German Games für uns ein voller Erfolg und ganz gewiss eine Reise, die uns in unsere Persönlichkeit weiter bringt und von der wir noch lange Zeit profitieren werden. Wir fragen uns also, warum es diese Freizeit nicht schon früher für Mädels gab.

Weitere Informationen:

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