12.08.2019 - Redaktion: Eberhard Fuhr (Pressesprecher des EJW)

Familienministerium schwächt Freiwilligendienste

Statt Aufstockung nun Kürzung des seitherigen Etats

„Die großspurigen Ankündigungen zur Förderung der Freiwilligendienste vom vergangenen Jahr wurden samt und sonders zurückgenommen“, beklagt Wolfgang Hinz-Rommel, Leiter der Abteilung Freiwilliges Engagement im Diakonischen Werk Württemberg. Bereitgestellte Mittel hätten zudem nicht abgerufen werden können, weil die entsprechende Richtlinie für den Bundesfreiwilligendienst gestoppt wurde. Dabei hatte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey Ende 2018 eine Milliarde Euro für ein neu geschaffenes Jugendfreiwilligenjahr in Aussicht gestellt. In einem ersten Schritt waren 65 Millionen Euro bewilligt worden. Nur ein Teil dieser Mittel konnte genutzt werden, ab 2020 sind sie nicht mehr vorgesehen. Der bei der Diakonie Württemberg für die Freiwilligendienste zuständige Abteilungsleiter äußert sein Unverständnis: „Man kann nicht stets den großen gesellschaftlichen Nutzen von Freiwilligendiensten betonen und dann keine Taten folgen lassen“, sagte Wolfgang Hinz-Rommel.

Insgesamt seien nach knapp 121 Millionen Euro im laufenden Jahr für 2020 zehn Millionen Euro weniger für das Freiwillige Soziale oder Ökologische Jahr eingeplant, kritisiert die Diakonie. Auch für den Bundesfreiwilligendienst bleibe es 2020 bei gut 167 Millionen Euro, nach gut 207 Millionen im laufenden Jahr. Die Diakonie und auch das EJW wollen mehr Menschen für den Freiwilligendienst gewinnen. Dies ist aber nur mit den entsprechenden finanziellen Mitteln möglich.

Weitere Informationen:


Quelle:
Medien-Information der Diakonie Württemberg vom 08.08.2019
epd-Meldung vom 09.08.2019




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