05.12.2018 - Eberhard Fuhr (Pressesprecher des EJW)

Geborgen in der Hand Gottes

Margarete Hengstler (Foto: privat)

Margarete Hengstler heimgegangen

„Wenn ihr an mich denkt, seid nicht traurig. Erzählt lieber von mir und traut euch ruhig zu lachen. Lasst mir einen Platz zwischen euch, so wie ich ihn im Leben hatte.“

Diese Zeilen stehen über der Traueranzeige von Margarete Hengstler, die am 1. Dezember 2018 im Alter von 82 Jahren gestorben ist. Von 1981 bis 1993 war die Diakonin „Hausmutter“ in der Freizeit- und Bildungsstätte Haus Schmie bei Maulbronn, das früher zum Mädchenwerk und später zum Evangelischen Jugendwerk in Württemberg (EJW) gehörte.

Alma Ulmer, EJW-Landesreferentin und Studienleiterin im „Bernhäuser Forst“, erinnert sich:

„Frau Hengstler war Hausmutter, eine Berufsbezeichnung, die es schon lange nicht mehr gibt. Für sie hat das gepasst. Das Haus und der große Park waren gepflegt. Im Speisesaal waren weiße Tischdecken obligatorisch. Bei Mitarbeiterschulungen des Evangelischen Jugendwerks Bezirk Besigheim und Veranstaltungen der Mädchenarbeit wurde immer deutlich, dass sie gerne Hausmutter war – mit hoher Identifikation mit dem Haus Schmie, mit Liebe für schöne Räume und den Garten, indem sie selber im Sommer, nachdem die Küche fertig war, die reifen Beeren gepflückt und diese von Mitarbeiterinnen während des Telefondienstes geputzt wurden. So wurde die Zeit ausgekauft. Sie selber hat durch ihre Persönlichkeit dem Haus Qualität verliehen und es zu einem Ort gemacht, an den sich viele dankbar und vielleicht manchmal traurig erinnern, dass es dieses Haus nicht mehr zum EJW gehört.

Für die Mädchenarbeit war das Haus Schmie über Jahrzehnte -  besonders für den Freundeskreis des Mädchenwerkes – ein Ort, an dem viele junge Mädchen und Frauen Anstöße zum Glauben an Jesus Christus und zur Bewährung dieses Glaubens in den vielfältigen Aufgaben unserer Welt bekommen haben. Als Denkendorfer Diakonin hat Margarete Hengstler für das ganze Team jeden Tag eine Andacht gehalten, die Losungen ausgelegt oder einen Abschnitt aus einem Andachtsbuch gelesen. Das war Jugendarbeit ganz praktisch. Manche hatten auch ihre Mühe mit ihr, das soll nicht verschwiegen werden. Wie viele Frauen, die ihre Lebensjahre der Leitungsverantwortung gewidmet haben, hatte sie ihren eigenen Kopf und manchmal brauchte es Zeit, bis ein Vertrauensverhältnis gewachsen war.“

Der Trauergottesdienst und die Beerdigung sind am Donnerstag, dem 6. Dezember 2018, in Stuttgart.

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