30.06.2020 - Eberhard Fuhr (Pressesprecher des EJW)

Gemeindegründungen mit jungen Erwachsenen

Foto: privat

Tobi Wörner startet neue Initiative beim Evangelischen Jugendwerk in Württemberg

Der Vorstand des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg (EJW) hat zusammen mit dem EJW-Förderverein Tobi Wörner zum Projektreferenten für „Gemeindegründung mit jungen Erwachsenen“ berufen. Ab 1. Juli 2020 wird er die neue Initiative im Rahmen der Evangelischen Jugendarbeit in Württemberg starten und begleiten, zunächst auf einer 50 Prozent Stelle. Wörner leitete bisher die Personale Gemeinde „Jesustreff“ in Stuttgart. Nach seinem Schlagzeugstudium und der freiberuflichen Arbeit als Musiker (Beatbetrieb, Gracetown uvm.), Schlagzeugdozent und Produzent gründete er gemeinsam mit anderen in Stuttgart den „Jesustreff“. In den letzten Jahren war er dort als Gesamtleiter und freiberuflich als Redner, Texter und Referent tätig. Der Jesustreff wuchs von einem kleinen Jugendkreis zu einer Gemeinde mit regelmäßig 400 Gottesdienstbesuchern pro Sonntag.  „Unsere Vision ist, dass in den kommenden Jahren innerhalb der Landeskirche viele verschiedene neue Formen von Jungen-Erwachsenen-Gemeinden im ganzen Land entstehen,“ sagte Wörner nach seiner Berufung.

Junge Menschen sollen in der Landeskirche eine Heimat finden

Diese Initiative knüpft an den Arbeitsbereich „Junge Gemeinden“ im EJW an. Junge Erwachsene sollen innerhalb der Evangelischen Landeskirche attraktive Orte einer christuszentrierten und lebensweltorientierten Spiritualität finden. Die am vergangenen Freitag veröffentlichten Kirchenaustrittszahlen machen deutlich, wie wichtig es ist, dass junge Menschen zwischen 18 und 40 Jahren verstärkt in den Blick genommen werden müssen, so dass sie in der evangelischen Landeskirche Heimat finden können. Dies ist auch ein wichtiges Anliegen der Landessynode der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, die ein Maßnahmenpaket „Kirchenbindung von jungen Erwachsenen und missionarische Gemeindegründung“ auf den Weg gebracht hat. Aufgrund der aktuellen hauswirtschaftlichen Sperre kann hier zum jetzigen Zeitpunkt nicht weitergearbeitet werden.

Jugendarbeit geht voraus

In diesem Zusammenhang ist der EJW-Förderverein bereit, für ein Jahr eine Anstellung zu 50 Prozent vorzunehmen und aus Spendengeldern zu finanzieren: „Mitten in der Corona-Krise wollen wir deutlich positive Signale ins Land schicken, denn die Evangelische Jugendarbeit ist in Bewegung, geht voraus und investiert in die Zukunft“ sagt Jürgen Kehrberger, Vorsitzender des EJW-Fördervereins. Tobi Wörner wird Gemeindegründungsprojekte als Mentor begleiten und unterstützen.

Joachim Botzenhardt, Dekan in Neuenbürg, begrüßt die Initiative des EJW. „Wir sind als Kirche dabei, die jungen Erwachsenen zu verlieren. Ich unterstütze gerne neue Ansätze und Aufbrüche. Und ja, wir brauchen auch im ländlichen Raum Impulse und Ideen von außen.“

Tobi Wörner ist verheiratet und hat einen Sohn. Er lebt mit seiner Familie in Stuttgart-Stammheim. Er ist außerdem Mitglied der Landessynode und hat Freude an Fußball, Worten und an Brasilien.

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Spenden
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