05.05.2018 - Autor: Eberhard Fuhr (Pressesprecher des EJW)

Neue Gemeindeformen für Migranten und Familien

Reinhold Krebs (EJW) erläutert die Entwicklung der Fresh X Bewegung (Foto: Mechthild Belz)

Delegierte der Evangelischen Jugendarbeit beraten über Zukunftsprojekt

Bei der Delegiertenversammlung des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg (EJW) am Samstag, den 5. Mai 2018 im EJW-Tagungszentrum Bernhäuser Forst, beschäftigen sich die rund 150 Delegierten aus ganz Württemberg mit der Frage, welchen Beitrag die evangelische Kinder- und Jugendarbeit leisten kann, dass sich in der Kirche eine generations- und kulturübergreifende christliche Gemeinschaft entwickelt. Ausgehend von der „Fresh X-Bewegung“, an der sich zwischenzeitlich 27 Mitglieder, darunter acht evangelische Landeskirchen und das Bistum Hildesheim, beteiligen, sollen in den nächsten Jahren auch in Württemberg neue Gemeindeformen für Migranten und Familien entstehen. „Kirche auf Augenhöhe“ beispielsweise ist ein neues Format dieser Bewegung, das zum Ziel hat, Kirchengemeinden zu stärken, damit in diesen geflüchtete Christen eine Heimat finden und ein Miteinander verschiedenen christlichen Kulturen in einer Gemeinde möglich wird.

Eigenständige Gemeinschaftsform für „postmoderne Familien“

Die „Kirche Kunterbunt“, so der Arbeitstitel eines weiteren Angebots, denkt die Gemeinde- und Jugendarbeit in einem weiten Horizont. Dieses Format sei kein Gegenentwurf zum Kindergottesdienst, sondern ein neues Angebot für Leute, die nicht häufig in die Kirche gehen, betont Sabine Sramek vom EJW. Diese neue Art von Kirche müsse nicht überall sein, soll aber dort entstehen, wo sie als eigenständige Gemeinschaftsform ausprobiert werden kann, erläutert sie im Onlinemagazin „Werkfunk“ des EJW. Entstanden ist dieses Format im Rahmen der „Fresh X“-Bewegung. Dabei werden „frische Formen von Kirche“ ergänzend zu den bestehenden Angeboten entwickelt.

Für die „Kirche Kunterbunt“ soll in den nächsten zwei Jahren bundesweit ein Netzwerk und Kontakte zu Kirchen und kirchlichen Organisationen aufgebaut werden. Zielgruppen sind vor allem Familien mit Kindern zwischen 5 und 12 Jahren, die als „postmoderne Familien unter der Alltagshektik und dem Berufsstress leiden“, heißt es in dem Diskussionspapier. Junge Familien sollen durch das natürliche Beziehungsnetzwerk junger Familien wie Kindergarten und Spielplatz erreicht werden. „Kirche Kunterbunt“ versucht das Konzept der „Messy church“ in den deutschen Kontext zu übertragen. Rund 5000 davon sind weltweit in den letzten 14 Jahren entstanden.

Inklusion und Jugendarbeit

Am Vormittag beraten die Delegierten die Berichte der Leitung des EJW und beschließen den zurückliegenden Geschäftsbericht und den kommenden Verwaltungsplan. Am Nachmittag wird eine Steuerungsgruppe eingesetzt, die sich mit dem Thema „Inklusion in der Jugendarbeit“ beschäftigen wird.Der Verlauf der Delegiertenversammlung kann unter www.ejw-dv.de  verfolgt werden.

Interview mit Sabine SramekOnline-Magazin des EJW:

Berichterstattung über die DV 2018:

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