Dieter Braun

Von der Stadt am See


Ich komme aus Friedrichshafen. Einer Stadt an der Grenze. An einer Grenze, die nicht abschließt, sondern ins Offene führt. Wer wie ich hier aufgewachsen ist, lebt von Anfang an damit, dass 50% des Umlandes von der Weite des Sees bestimmt wird. Als Junge steht einem da immer das Abenteuer vor Augen, das entfernte Ufer, der Aufbruch und die Frage, was dort drüben am anderen Ufer wohl auf einen wartet.

So geprägt kann man später eigentlich nur zweierlei werden. Entweder du wirst in irgendeiner Weise eine Art Hafenmeister und sortierst irgendwelche Boote in irgendwelche schützenden Hafenbecken – was eine ehrenwerte Aufgabe ist. Oder aber es zieht dich irgendwie immer auf den See hinaus – ins Weite. Und du wirst – was immer du auch machst – bestimmt von dem Blick über die Grenze, hinüber ins Neuland am anderen Ufer. In dem Fall kannst du gar nicht anders als von Zeit zu Zeit deine Segel setzen und wieder hinaus fahren – der Herausforderung, dem Wind und den Wellen entgegen.

Ich vermute, dass ich wohl mehr von der zweiten Variante abbekommen habe. So bin ich zunächst als Konditor in Sachen „Sahnetorten“ im In- und Ausland unterwegs gewesen und habe dann meine Segel neu gesetzt, um die Ausbildung für den hauptamtlichen Verkündigungsdienst an der Evangelistenschule Johanneum in Wuppertal zu absolvieren.
Seitdem verdiene ich meine Brötchen als Jugendreferent. Zuerst 5 Jahre im Evangelischen Bezirksjugendwerk Tuttlingen, dann 17 Jahre als CVJM-Landesreferent für den CVJM Landesverband Württemberg e.V.

2012 wurde ich innerhalb des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg (EJW) auf eine neu geschaffene Stelle im Bereich Jugendevangelisation berufen. Durch eine bislang einzigartige Stellenkonstruktion von CVJM Deutschland, CVJM Landesverband Württemberg und dem EJW hatte ich fünf Jahre die Chance, jugendevangelistische Praxismodelle regional zu entwickeln, vor Ort zu erproben und sie im gesamtdeutschen Kontext zu multiplizieren. Mit dieser Aufgabe verbunden waren Lehraufträge an diversen Ausbildungsstätten u.a. an der CVJM-Hochschule und am CVJM-Kolleg in Kassel.

Darüber hinaus war ich viele Jahre Vorsitzender der bundesweiten „Arbeitsgemeinschaft Jugendevangelisation“ (agje) mit Sitz in Berlin und einer der beiden Gesamtleiter von JesusHouse. Bis heute bin ich Mitglied im Vorstand von Christival.

Im Juli 2016 hat mich der Vorstand des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg zum Fachlichen Leiter des EJW berufen. So habe ich im Sommer 2017 meine Segel also wieder neu gesetzt und bin wieder in eine herausfordernde Weite gestartet. Die vertrauten Gewässer sind dabei zum Teil erhalten geblieben. Andere sind hinzugekommen. Die Seekarte hat sich erweitert.

Das passt. Denn wenn ich über all die Jahre in der Jugendevangelisation etwas gelernt und verinnerlicht habe, dann das: Jugendarbeit ist immer Aufbruch ins Neuland. Und… der Herr im Boot, mit dem ich unterwegs bin und um den sich im Kern alles dreht, der bleibt auch durch alle Aufbrüche, Flauten und Stürme hindurch der Selbe.

Seine Stadt lag übrigens auch an einem See (siehe Matthäusevangelium 9,1).

Dieter Braun      

                                   

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