Wenn das Jungbläserfestival zum Mini-Lapo wird

Der Berg rief am ersten Juliwochenende – nämlich nach den Jungbläsern aus Württemberg. Sie alle waren eingeladen, zum Heilbronner Gaffenberg zu kommen. Was dort auf sie wartete? Ein Jungbläserfestival mit Spiel, Spaß und natürlich ganz viel Blech. Organisiert und auf die Beine gestellt von den Referenten des Arbeitsbereichs Posaunen mit tatkräftiger Unterstützung des Heilbronner Jugendwerk und zahlreichen Mitarbeitern hieß es „Komm, mach mit“. Und mitmachen, das wollten die großen und die kleinen, diejenigen, die erst vor wenigen Monaten als Jungbläser angefangen haben und auch diejenigen, die schon längst zu den Fortgeschrittenen zählen.

„Es läuft gut“, bestätigte Michael Püngel, Hauptorganisator des Tages. „Es gibt tolle Mitspiel- und Mitmachaktionen. Und vor allem ist es ein grandioses Mitarbeiterteam.“ Ob an den Spielstationen, in den verschiedenen musikalischen Gruppen, am Getränkestand oder bei der Vorbereitung – das Team ist super. Das Heilbronner Jugendwerk hob Michael Püngel besonders hervor: schließlich haben die eine Vielzahl an Spielstationen vorbereitet und vor Ort wahnsinnig viel geholfen. „Mein Wunsch ist einfach nur, dass alle sagen ‚gerne wieder‘.“

Wo man nur hinschaute, sah man in glückliche Gesichter. Mit vollem Körpereinsatz startete der Tag, nachdem sich die 300 Teilnehmer einen Platz unter dem großen Zelt gesucht hatten. Bei der Sonata zum Klatschen, begleitet vom Landesjugendposaunenchor, war nicht nur zählen, sondern auch Klatschen gefragt. Und was man mit einem Mundstück noch alles machen kann, erfuhren die Youngsters der Posaunenarbeit auch. Nämlich lautes „oooh“ und „aaah“, um die Geschichte von Jesus bei den Fischern zu begleiten, die Dieter Braun, fachlicher Leiter des ejw, erzählte. Es ist eine Geschichte von Vertrauen für das Unfassbare, erklärte Dieter Braun. „Jesus und du, ihr seid ein unfassbares Team, da ist Musik drin.“ Und Musik – ja darum ging es den ganzen Tag. In Kleingruppen wurde fleißig geprobt und der ganze Berg war voller Musik. Einige kamen beim Workshop „Mein erster Ton“ das erste Mal mit einem Blechblasinstrument in Berührung, andere ließen bei „Stompin“ die Zeltkuppel wackeln. Aus einem Raum erklang das Lied „Volltreffer“, nebenan wurde der Rhythmus eines anderen Liedes geklatscht und gestampft, bis die Wände wackelten. Diejenigen, die als neugierige Begleitpersonen dabei waren, konnten in der Zwischenzeit die Spielstationen ausprobieren. Beim Blas-o-Meter mit ganz viel Luft einen kleinen Ball bewegen, Musizieren mit Flaschen, Bogenschießen, wer bläst am Längsten, Posaunen-Billard, Riesenjenga – Groß und Klein konnten nach Herzenslust spielen.

Die zehnjährige Magdalena hat den Workshop mein erster Ton besucht und war begeistert. „Ich habe die Trompete ausprobiert“, erzählte sie. Ihr Bruder Max (14) spielt seit gut drei Jahren Bariton, berichtete er. Im Sommer wechselt er von den Jungbläsern in den großen Posaunenchor. Großen Spaß machte auch der Stand von „Mein erster Ton“. Einige probierten hier zum ersten Mal ein Blechblasinstrument, andere wollten einfach mal ein anderes ausprobieren. Eigentlich spielen Julia, Enya und Christine Posaune. „Wir wollen unbedingt mal ein Tenorhorn ausprobieren“, sagten die drei, versuchten sich vergnügt am unbekannten Instrument und strahlten über das ganze Gesicht.

Bei der großen Schlussrunde musizierten alle 300 Teilnehmer nochmals zusammen. Gekürt wurde auch der jüngste Teilnehmer Benedikt. Mit sieben Jahren war er der jüngste und erhielt nicht nur Gummibärchen, sondern auch einen Gutschein für die Jungbläserfreizeit auf dem Kapf.

Ein kleines Gefühl vom Landesposaunentag wurde bei der Schlussrunde wach. Als alle miteinander „Nun danket alle Gott“ spielten, bekam jeder – ob Jungbläser oder Zuhörer - Gänsehaut und es schien, dass ein Mini-Landesposaunentag in Heilbronn war. „Der große Dinge tut“ heißt es in einer Textzeile. Und große Dinge – oder große Töne, ein großes Miteinander, einen unermesslichen Spaß und ein Gefühl von Glauben, Musik und Freude – das war es auch, was alle von diesem Tag mitnahmen.

Fenja Sommer

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Etwa 300 Jungbläserinnen und Jungbläser musizierten auf dem Gaffenberg in Heilbronn am 3. Juli 2022.

"Nun danket alle Gott" ist sonst beim Landesposaunentag in Ulm der vorletzte Choral.

 

"Stompin" war das Schluss-Stück, dass alle mit großer Begeisterung spielten, leistungsübergreifend.

 
 
 
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