Projektzwischenstand Dezember 2020

Seit mehr als einem Jahr bestehen nun die Projektstellen. Daher möchte ich für meinen Bereich eine kleine Zwischenbilanz ziehen.

1. Standortbestimmung
Mit drei Posaunenchören war und bin ich im Gespräch bezüglich der „Standortbestimmung“ im Chor:

  • Wo stehen wir?
  • Wo kommen wir her?
  • Was gibt es aufzuarbeiten?
  • Wo geht es hin?

Dies sind nur einige wenige der möglichen Fragestellungen.
Die genauen Schwerpunkte und Inhalte sind bei jedem Posaunenchor individuell verschieden. Um
eine zielführende Standortbestimmung (oder ggf. Konfliktlösung) durchzuführen ist es wichtig,
dass die Inhalte vertraulich behandelt werden.
Mit einem Bezirk steht dieses Gespräch Corona bedingt noch aus.

Gerne dürfen sich bei Bedarf weitere Posaunenchöre und/oder Bezirke für das Thema
„Standortbestimmung“ bei mir oder dem regionalen Ansprechpartner melden. Wir hoffen, dass
wir dieses Angebot ab Herbst 2021 spätestens wieder live umsetzen können.

Meine persönliche Erfahrung hat gezeigt, dass ein gutes und klärendes Vorgespräch mit Darlegung der Fakten absolut wichtig ist. Daher haben wir haben uns im Arbeitsbereich viele Gedanken gemacht und vielfältige Methoden und Ideen gesammelt um die Standortbestimmung in Chören und/oder Bezirken gemeinsam anzugehen.
Ebenso ist es erforderlich, dass der ganze Chor willens ist das Thema gemeinsam zu bearbeiten. So kann ich (oder auch einer der Kollegen) mit einer dezidierten Vorbereitung das Gespräch gut führen. Diese Erkenntnis ist ein Fazit aus den bereits erfolgten Gesprächen.

2. Musizieren an ungewöhnlichen Orten und mit neuen Formaten
Einige Aspekte und Ideen der Projektstelle fortbildungskonzepte wurden nun seit der Coronazeit von den Posaunenchören umgesetzt, teilwiese selbstinitiiert oder durch Anregungen vom Arbeitsbereich Posaunen -> Corona hat uns aus meiner Sicht digital und anderweitig kreativ werden lassen:

 

  • Musizieren an ungewöhnlichen Orten (z.B. im Weinberg, in der Scheune, an wechselnden Plätzen im Ort, vom Balkon, in den Gärten, auf der Wiese, vom Kirchturm, vor/nach/zwischen den Gottesdiensten, Turmblasen, als Straßengemeinschaft, online, verschiedene Challenges, Brassmobs, neues Aufleben von Kurrendeblasen .…)
    Dadurch konnten viele andere Menschen als Adressaten/Zuhörer erreicht werden als sonst. Dies sind gute Modelle, die Zukunft haben. Durch solche Aktionen wird das Image der Posaunenchorarbeit gepflegt und positiv hervorgehoben.
    Kleine Chöre waren und sind eventuell im Vorteil in der Coronakrise - als Duette oder in kleinsten Besetzungen zu spielen: darin sind sie versiert. Dennoch war und ist dies für Alle eine große Herausforderung: zu zweit oder in kleiner Besetzung ungeprobt im Freien zu musizieren. Aus eigenem Erleben kann ich sagen: manch ein Bläser ist dadurch über sich herausgewachsen. Und selbst wenn es nicht ganz perfekt war: mit Duetten, einfachen Chorsätzen oder mit einstimmigen Melodien konnten so viele Menschen erfreut werden! Ein wahrer Lichtblick in manch dunklen Tagen.
  • Neue Probenkonzepte, wie muszieren in kleineren Gruppen, Stimmproben, Teilplenum, online-Proben, Streaming-Formate, Teilproben an unterschiedlichen Wochentagen mussten und konnten stattfinden. Für manche Chöre und Bläser*innen sind diese Modelle eine Herausforderung. Aber sie sind auch Chancen. Der/die Einzelne wird mehr gefordert und kann gestärkt werden.
    Es ist nicht das, was ich mir für unsere Posaunenchorarbeit als Dauerlösung wünsche. Aber die gegebenen Chancen zu nutzen und das Beste daraus zu machen ist eine gute Möglichkeit um bläserisch am Ball zu bleiben.

3. Die Handreichung zur Ausbildung der EBA wurde in Zusammenarbeit mit meinen Kollegen fertig gestellt.

4. Aktuell bin ich gemeinsam mit 3 Kollegen daran die Posaunenarbeit weiter zu vernetzen:

  • Der Auftritt der Posaunenarbeit in den Sozialen Medien wird derzeit vorbereitet.
  • Ein digitales Lernformat, u.a. für die einzelnen Module/Theorieeinheiten für den Befähigungsnachweis, wird erstellt

5. Weitere Schritte
Mir und meinen Kollegen aus dem Arbeitsbereich ist es ein wichtiges Anliegen, Chöre individuell zu unterstützen: bei der Nachwuchsgewinnung, beim Finden geeigneter Literatur, bei der Standortbestimmung (s.o.).
Die Gemeinschaftserlebnisse fehlen aber derzeit sehr. Dies konnte ich in vielen Gesprächen, Telefonaten, Mails heraushören. Ich hoffe, wünsche mir und bete dafür, dass wir bald wieder zu einem normaleren Alltag zurückfinden dürfen und können.

Im Dezember 2020, Brigitte Kurzytza

 

 

 

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