29.04.2020 - Eberhard Fuhr (Pressesprecher des EJW)

Mehr Pop in der Kirche

Foto: Stephanie Klumpp (Archiv musikplus)

Musikreferenten erinnern an ihr Positionspapier zur Förderung der Popularmusik

Vor zehn Jahren haben die Musikreferenten in der damaligen Arbeitsstelle musisch-kulturelle Bildung im Evangelischen Jugendwerk in Württemberg (EJW) ein Positionspapier mit „3 Forderungen zur entschlossenen Förderung von Popularmusik in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg“ veröffentlicht. Neben Zustimmung und Unterstützung gab es damals auch Unverständnis und Ärger. In einem Beitrag für die „Württembergischen Blättern für Kirchenmusik“ ziehen die fünf Hauptamtlichen im heutigen Arbeitsbeich musikplus – Popularmusik im EJW jetzt eine erste Bilanz. Dabei stellen sie fest, dass es eine wertschätzende Zusammenarbeit zwischen klassischen Kirchenmusikern und Popularmusikern und nur noch an wenigen Stellen „verhärtete Fronten“ gebe. Auch bei der Ausbildung an den Hochschulen und durch die neugegründete Evangelischen Popakademie Witten habe sich die Situation verbessert. Trotzdem gebe es heute zu wenig gut ausgebildete Popularmusiker. Die insgesamt positive Entwicklung mache aber Mut.

Rahmen für qualitativ hochwertige Popularmusik notwendig

Luft nach oben sehen die Musikreferenten im EJW jedoch in der Besetzung wichtiger hauptamtlicher Stellen, die meist von Musikern besetzt werden, „die in der Muttersprache klassisch musizieren und Pop eher fremdsprachlich beherrschen.“ Nach wie vor bestehe auch ein großes Ungleichgewicht im Profi-Bereich. So gebe es 11.600 Prozent Stellenanteile für die klassische Kirchenmusik und nur 400 Prozent Stellenanteile im Popbereich. Dies habe deutliche Auswirkung auf die musikalische Basis in den Gemeinden. In Zukunft müsse es Kirchengemeinden mit unterschiedlichen musikalischen Profilen geben und an ausgewählten Orten auch der Rahmen für „qualitativ hochwertige Popularmusik“ geschaffen werden. Dabei komme es auf die Kirchengemeinden selbst an, da diese vor Ort am besten spüren, was dort benötigt wird. So sei es notwendig, dass die „Verantwortungsträger für angemessene, ausgewogene und zeitgemäße Ausbildungs- und Anstellungsmöglichkeiten sorgen.“

Hintergrund:

musikplus ist eine Fortbildungseinrichtung für Mitarbeitende in verschiedenen kirchlichen Arbeitsfeldern unter dem Dach des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg (EJW) und Fachstelle für Popularmusik im Bereich der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.
Der Arbeitsbereich ging aus der Musisch-kulturellen Bildung („MukuBi“) des Evangelischen Landesjugendpfarramts in Württemberg hervor und ist seit 2006 im EJW beheimatet. Seit 2011 firmiert die Arbeit unter dem Namen „musikplus“.
musikplus bietet Workshops und Arbeitsmaterialien für Pop-Chöre, Bands und Einzel-Teilnehmende sowie Coaching für Musikteams an. Jährlich nehmen rund 400 überwiegend ehrenamtliche Mitarbeiter an den Seminaren teil. Zudem veranstaltet musikplus jährlich zwei große Chortage in Ludwigsburg und Ulm mit insgesamt 1.500 Teilnehmern. Bei der C-Pop-Ausbildung ist musikplus als Kooperationspartner involviert.

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