Herausgefordert zu beziehungsorientierter Arbeit (Jüngerschaft/ Mentoring/ Coaching/ Begleitung)

Vor etwa drei Jahren nahm ich mit P-Shuttle unserer Jugendgemeinde des CVJM Flacht/Heimerdingen an Learning Community teil.

In diesem Rahmen startete unsere erste Hut-Gruppe mit Matt Adams mit dem Schwerpunkt in der persönlichen Nachfolge und unserer Beziehung zu Jesus zu wachsen, sowie das Coaching vor Ort durch Christoph Schneider. Er unterstützte uns vorallem in der praktischen Umsetzung verschiedener Themen, wie zum Beispiel das Starten von Hut-Gruppen innerhalb unserer Gemeinde.

Ich persönlich hatte meine Kompetenzen und meine Komfortzone eher im Predigen, Lehren, direktiven Anleiten, eben in den Bereichen, in denen ich mich vorbereiten konnte und perfekt organisiert mein Programm und Ablauf abrufen konnte. Somit stand ich oft vorne und leitete direktiv an. Ich hatte wenige Beziehungen zu Einzelnen und investierte eher selten in diese. Sowohl durch die Hut Gruppen als auch das Coaching durch Christoph erlebte ich enormes persönliches Wachstum. Zum einen in meiner Jesus-Beziehung, als auch in meinem Charakter und meinen Kompetenzen als Leiter.

Ich erlebte und nahm deutlich wahr, dass andere etwas in mir sehen und sich selbst in mich investieren. Ich durfte erleben, wie Gott Menschen benutzt und in mein Leben stellt, um durch deren Leben mich zu verändern und Schritte zu gehen.

So richtete ich meinen Blick mehr und mehr auf die Beziehung zu meinen Mitmenschen und zu Gott. Ich startete meine erste HUT-Gupppe als Leiter und das war der Beginn meiner beziehungsorientierten Begleitung für Jüngere in meinem CVJM.

Herausfordernd war für mich am Anfang, dass ich den Inhalt nur noch bedingt vorbereiten konnte. Vielmehr musste ich einen Raum öffnen, in dem ich mein Leben, mit dem was Jesus in mir tut, angeboten habe. Ermutigend war zu erleben, dass ich erleben durfte, dass Jesus in mir lebt. Auch wenn ich immer wieder Zweifel hatte, wie z.B. bin ich gut genug? Kann mein Leben für andere bereichernd sein? Kann mich Jesus gebrauchen? Ich durfte erleben, dass Jesus mich gebrauchen will.

Eines meiner jüngsten Erlebnisse war sehr einprägsam. Es hatte Ähnlichkeiten mit einem Déjà-vu. Christoph saß vor ungefähr zweieinhalb Jahre bei uns auf dem Sofa und hat uns in unsere ersten Hut-Gruppen geführt.

Für uns waren seine Art und Weise wie er Jüngerschaft lebt und erlebt, seine Erfahrung und praktischen Tipps, extrem hilfreich. In den letzten Jahren unterstützte uns Christoph immer wieder in verschiedenen Phasen der Gruppenentwicklung.

Jetzt, zweieinhalb Jahre später, hatte ich dieses Déjà-vu als ich mit zwei Teilnehmerinnen unserer Hut-Gruppen bei Ihnen Zuhause auf dem Sofa sitze und selbst überrascht darüber war, wie viel ich an Leidenschaft, Erlebnissen, Erfahrungen und Tipps weitergeben kann und die beiden Mädels in ihrer Leiterschaft als zukünftige Hut-Leiterinnen bereichern kann. Ich ging sehr dankbar aus diesem Treffen, es war unglaublich zu sehen, wie Gott das Leben einzelner Menschen nutzt, in das Leben anderer und deren Situationen stellt, um Veränderung und Wachstum zu schenken.

Ich bin überaus dankbar für die Menschen, die Potential und Leidenschaft in mir gesehen haben, mich herausgefordert und in mich investiert haben. Heute bin ich an dem Punkt über meine Rolle in der Gemeinde nachzudenken und ich kann sagen, mein Hauptfokus und mein Herz ist das Investieren in junge Leiter, sie zu begleiten, zu unterstützen und mein Leben ihnen zur Verfügung zu stellen.

Dennis

Dennis Herrmann, 28 Jahre, Architekt, leitet die junge Gemeinde P-Shuttle und die Jugendsparte des CVJM Flacht

Vor 35 Jahren haben wir Young Life kennen gelernt, und es hat uns für unsere ganze Jugendarbeit in Stetten geprägt.

Auch nach all den Jahren leben wir die YL-Glaubensinhalte, auch wenn es jetzt schon ein paar Jahre keinen Club mehr bei uns gibt. Wir sind auf diese Weise weiterhin in der Konfirmandenarbeit (samt Elterneinbeziehung!) tätig, haben nach wie vor ein offenes Haus, feiern jedes Jahr das Sommerabschlussfest der Jugendmitarbeiter*innen, zu dem auch Interessierte und neue Mitarbeiter*innen eingeladen werden, bewirten die ganze Gemeinde nach der Osternacht mit einem Chris- und Conny-Frühstück und kommen dabei mit teilweise völlig kirchenfernen Leuten ins Gespräch.

Wir erleben gerade auch heutzutage, dass Leute sehr interessiert darauf reagieren, wenn wir den Glauben fröhlich und einladend leben, nicht belehrend und besserwisserisch. Und natürlich halten wir guten Kontakt zu den Vereinen vor Ort, haben den Theatergottesdienst mit dem Theater unter den Kuppeln hier in Stetten mit installiert, den es in diesem Jahr jetzt schon zum 10. Mal gibt. Viele Formen und Möglichkeiten der Kontakt- und Beziehungsarbeit - im Großen und auch im Kleinen.

Dies als Ermutigung an ALLE, dass es auch nach über 35 Jahren immer noch möglich ist, begeistert YL-Arbeit machen, dass es Spaß macht, das YL-Konzept auf das jeweilige Umfeld zuzuschneiden und es kreativ zu gestalten. Also, Du merkst, wir  leben  es einfach gerne.

Conny und Chris aus Stetten   

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